BARF kompakt

B.A.R.F. findet seinen Ursprung in Amerika und wird mit “Biologisch Artgerechtes Rohes Futter” ins Deutsche übersetzt. Heutzutage ist “Barfen” ein bewährtes Ernährungskonzept für Hunde und Katzen, bei dem Sie das Futter aus rohen Zutaten selbst zusammenstellen können und bewusst ganz oder teilweise auf industriell hergestelltes Futter verzichten. Bei der Zusammenstellung einer solchen BARF-Portion soll die Ernährung von wildlebenden Caniden, beispielsweise dem Wolf, herangezogen und imitiert werden.

Dafür verwenden Sie  hauptsächlich frische, rohe Zutaten, die mit einigen wichtigen Supplementen ergänzt werden sollten. In der Natur setzt sich ein Beutetier aus Muskelfleisch, Haut, Fell oder Federn, Knochen, Knorpel und Sehnen, Blut sowie Fett und Innereien zusammen. Je nachdem wie Sie die Futterrationen gestalten (können), benötigen Sie mehr oder weniger viele verschiedene Ergänzungen.

Für erwachsene Hunde gilt als Richtlinie und Empfehlung, eine Tagesmahlzeit von etwa 2-5% des Körpergewichts abhängig von Größe, Aktivität und Konstitution zu füttern. Diese Futterportion setzt sich aus etwa 70%-80% rohen tierischen Erzeugnissen sowie 20%-30% pflanzlicher Kost zusammen. Eine Fleischportion enthält im allgemeinen durchwachsenes Muskelfleisch sowie einen kleineren Anteil Mägen, Innereien und rohe fleischigen Knochen. Das Fleisch kann in größeren Stücken oder gewolft angeboten werden, pflanzliche Komponenten wie Obst und Gemüse sollte allerdings püriert oder sehr fein geraspelt werden, da der Verdauungsapparat des Hundes Mühe hat, die Struktur pflanzlicher Zellen aufzuschliessen. Obst und Gemüse liefern in ihrer Hauptsache wichtige Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die gesundheitliche Vorteile bieten. Jede Fleisch-Gemüse-Portion muss durch die Zugabe von hochwertigen Ölen, ausgesuchten Kräutern, Algen und B-Vitaminen ergänzt und vervollständigt werden.

Vorteile von BARF



Beim barfen kennen Sie jede Zutat jeder einzelnen Mahlzeit. So können Sie individuell auf die Bedürfnisse des Hundes reagieren und Futterkomponenten meiden, die im Verdacht stehen, Allergien oder andere Erkankungen auszulösen.  Durch BARF wird die Gesundheit des Hundes gestärkt. Die naturnahe Zusammenstellung des Futters unterstützt das Immunsystem und kann so vielen Erkrankungen vorbeugen. Auch bei schon vorhandenen Erkrankungen, Verdauungsstörungen, Allergien oder Unverträglichkeiten wird durch BARF oftmals von einer Besserung bis hin zur Gesundung berichtet. 

Durch die Kautätigkeit werden Zahnstein und Ablagerungen am Zahnfleisch minimiert und Mundgeruch verschwindet. 

Die täglich abgesetzte Kotmenge ist bei gebarften Hunden gering(er). Das spricht für eine hohe Verdaulichkeit und Verwertung des Futters.