Durchfall Hund
3. März 2021

Durchfall beim Hund

Jeder Hund wird in seinem Leben mindestens einmal an Durchfall erkranken. Heute möchten wir Ihnen zeigen, was Sie selbst bei Durchfall und akuten Verdauungsstörungen tun können und wann es besser ist, einen Tierarzt aufzusuchen.

Ursache von Durchfall

Normalerweise haben Hunde Durchfall, weil sie etwas gefressen haben, was ihnen auf den Magen geschlagen ist. Dann ist Durchfall eine natürliche und effektive Methode, dieses Unbehagen loszuwerden. Allerdings kann Durchfall beim Hund auch durch Viren, Bakterien oder Parasiten im Magen-Darm-Trakt verursacht werden. Kommt zum Durchfall Erbrechen hinzu, ist von einer Magen-Darm-Grippe die Rede.

Durchfall Hund – Farbiger Kot

Als Durchfall wird Hunde Kot bezeichnet, wenn er keine Form hat und wässriger Natur ist. Blutiger oder gelber Durchfall beim Hund ist keine Seltenheit. Damit Sie nicht in Panik geraten, klären wir auf, welche Bedeutung die häufigsten Farben haben:

  • Roter Durchfall beim Hund: Roter Kot bedeutet oftmals, dass ein blutiger Durchfall beim Hund vorliegt. Prüfen Sie, ob der Anus Ihres Hundes Verletzungen aufweist
  • Gelber Durchfall: Die Farbe variiert zwischen gelb und orange und kann auf ein Problem mit der Galle oder der Leber hinweisen. In diesem Fall sollten Sie dringend den Tierarzt aufsuchen
  • Schwarzer Durchfall: Dies kann auf eine innere Blutung hindeuten. Auch hier bitte den Tierarzt konsultieren
  • Weiß gefleckter Durchfall: Wenn die weißen Flecken einem Reiskorn ähneln, können es Würmer sein. Ihr Hund benötigt dann eine Wurmkur
  • Grüner Durchfall: Grün kann auf ein Problem mit der Gallenblase hindeuten

 

Was tun bei Durchfall Hund

Bei einem Durchfall, der nicht durch schädliche Erreger verursacht wurde, können Sie selbst tätig werden. Solche „normalen“ Durchfälle beim Hund dauern keine 24 Stunden lang. Mit unserer kleinen Checkliste helfen Sie Ihrem besten Kumpel wieder auf die Pfoten:

  • Fasten: Viele Hunde fasten selbst, wenn sie an einer Verdauungsstörung leiden. Wenn Ihre Fellnase Futter zu sehr liebt, müssen Sie für eine Fastenzeit sorgen. 12 und 24 Stunden sollte Ihr Hund nichts fressen. Bieten Sie aber ausreichend Trinkwasser an (Quellwasser oder gefiltertes Wasser). Da der Durchfall ihn dehydriert, sollte er regelmäßig Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei Bedarf können Sie dem Trinkwasser Elektrolyte hinzugeben. 
  • Kleine oder stark geschwächte Hunde benötigen regelmäßig etwas Zucker, um den Kreislauf stabil zu halten. Eine sehr kleine Menge Honig ist ausreichend. 
  • WICHTIG: Welpen dürfen unter keinen Umständen fasten! Welpen mit Verdauungsstörungen sollten immer dem Tierarzt vorgestellt werden.
  • Schonkost: Bessert sich der Zustand des Hundes, kann mit einer kleinen Menge selbst gekochter Brühe begonnen werden. Wenn Ihr Hund das gut aufnimmt und verträgt, können Sie mit einer Suppe aus verträglichem Suppenfleisch und Gemüse beginnen. 
  • Medikamente: Um den Darm wieder ins Gleichgewicht zu bringen, helfen Probiotika und Präbiotika. Probiotika sorgen für die Ansiedlung von gesunden Bakterien im Darm. Sie helfen bei der Aufrechterhaltung der Schleimhautbarriere und sorgen für eine gute Zellreparatur. Präbiotika unterstützen das, indem sie schädliche Bakterien hemmen und den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt erhalten

 

Verträgt Ihr bester Kumpel wieder etwas Futter, belohnen Sie ihn für seine Tapferkeit mit kleinen Snacks wie Hildegards Magenkekse für Hunde. Damit beruhigen Sie den aufgebrachten Hundemagen.

Wann zum Tierarzt?

Zeigt Ihre Fellnase neben Durchfall und Erbrechen noch weitere Symptome wie Fieber, Lethargie, einen aufgeblähten Bauch oder eine große Menge Blut im Kot oder im Erbrochenen, raten wir dringend zu einem Tierarztbesuch. Auch Welpen, Junghunde, Senioren und chronisch kranke Hunde müssen professionell unterstützt werden. Unsere Checkliste bei Durchfall beim Hund richtet sich nur an ausgewachsene Hunde.

Wenn Sie noch Rat suchen, helfen wir Ihnen gerne.

Ihr Beste Kumpels Team

Rezeptidee

Suppe zur Beruhigung des Magen-Darm-Trakts

500 g verträgliches Suppenfleisch

500 g gemischtes Gemüse: Sellerie, Fenchel, Zucchini, Möhren

2 Liter gefiltertes Wasser oder Quellwasser

Suppenfleisch gut abwaschen, in einen Topf geben und mit etwa 2 Litern kaltem Wasser aufgießen. Offen bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, so dass die Suppe nur leicht köchelt. Auftretender Schaum an der Oberfläche gelegentlich mit einer Schaumkelle abschöpfen. Nach 1½ bis 2 Stunden das Fleisch aus der Suppe nehmen und beiseite stellen (ggf. Haut und Knochen entfernen). Jetzt das geschnittene Gemüse in die Suppe geben und nochmal 20 Minuten köcheln lassen.

Bei Durchfall und anderen Verdauungsstörungen Ihrem Hund zuerst nur etwas Brühe anbieten oder kleine Portionen mit Fleisch und gekochtem Gemüse. Ein paar Teelöffel für sehr kleine Hunde und bis zu ½ bis 1 Tasse für größere Hunde sind am Anfang ausreichend.

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