Die Englische hat leider keine ausschließlich schöne Rassegschichte hinter sich. Vor allem vom 16. bis 18. Jahrhundert wurden Bulldoggen in England speziell für das Bull Baiting gezüchtet. Beim Bull Baiting kam es darauf an, dass Hunde mit viel Kraft Bullen niederkämpfen sollten. Unglaubliche Summen wurden da verwettet und diese Kämpfe waren sehr beliebt. Zum Glück wurde das Bull Baiting im Jahr 1835 verboten. Leider fanden die Kämpfe noch viel Jahre weiter illegal statt. Erst viel später begann man die Englische Bulldogge auch als treuen und liebevollen Familienhund zu schätzen. Die offiziellen Rassestandards von 1865 wurden im Jahr 2009 ersetzt durch wirklich verbindliche Regelungen, die Qualzuchten und übertriebenen Ausbau bestimmter Merkmale nicht mehr möglich machen. So kann man hoffentlich bald so einige der typischen Rassekrankheiten der Bulldogge von der unendlich langen Liste streichen.

Aussehen der Bulldogge

Englische Bulldoggen haben eine sehr kompakten, aber gut proportionierten Körper.  Sie sind gar nicht so groß, aber richtig schwer. Der Kopf ist ziemlich kantig , sehr massiv und breit und von vielen Falten geprägt. Doch durch die neuen Rassestandards wird sich das mit der extremen Breite und den dicken Falten ein wenig geben, denn hier sind klare gesundheitsfördernde Regeln gesetzt worden. Mit seiner breiten Brust und dem schmalen Hinterteil wirkt er wie ein Kraftsportler. Die Rassehunde gibt es in den Fellfarben weiß, rehbraun und rot.

Wesen und Charakter der Bulldogge

Englische Bulldoggen strahlen immer Kraft und Entschlossenheit aus.  Sie sind mutiger als anderer Hunderassen und durch ihre nicht so ruhmreiche Züchtungsgeschichte auch schmerzunempfindlicher. Doch sie haben ein äußerst liebevolles und zuverlässiges Wesen. Normalerweise ist die Englische Bulldogge liebevoll und kontaktfreudig, manchmal kann der Hund aber auch ein bisschen zickig sein. Hitze verträgt er gar nicht. Vermeidet also lange Spaziergänge und Spielen an heißen Sommertagen. Aber nur dann! Denn die Englische Bulldogge neigt zur Faulheit und muss zum Spielen, Bewegen und Laufen oftmals animiert werden. Dss ist wichtig, denn sonst kommen zu den vielen Anfälligkeiten, die die Hunderasse sowieso schon hat, auch noch die Risiken der Fettleibigkeit hinzu.