Grundausstattung für die Katze
27. Juli 2021

Grundausstattung Katze- Was braucht eine Katze?

Die Katze ist weiterhin in Deutschland das beliebteste Haustier. 15,7 Millionen Katzen lebten im Jahr 2021 in deutschen Haushalten. Damit liegt die Samtpfote weit vor dem besten Freund des Menschen, dem Hund. Nur 10,7 Millionen Hunde folgen hierzulande dem Menschen als treuer Begleiter. Wenn auch bei dir bald eine Katze einziehen soll, ist es wichtig, dass du im Vorfeld ein bisschen einkaufen gehst und die wichtigsten Utensilien für den neuen Mitbewohner besorgst. Es braucht nämlich ein bisschen mehr als nur ein Katzenklo und Katzenfutter, damit sich die Katze bei dir wohlfühlt. Wir haben für dich die wichtigsten Punkte für eine Katzengrundausstattung zusammengestellt.

Grundausstattung Katze – Welches Zubehör braucht die Samtpfote?

Bevor ein neues Haustier einzieht, solltest du dir nicht nur im Klaren darüber sein, worauf du dich einlässt und ob du für eine Katze ein geeigneter Mitbewohner bist, sondern dich auch darüber informieren, was die Katze – neben einer großen Portion Liebe – alles braucht. Du musst für Ernährung, Hygieneartikel, Spielzeug und Zubehör genauso sorgen wie für die Transportbox und regelmäßige ärztliche Vorsorge. Lass möglichst keines davon aus oder verschiebe es auf später. Je vollständiger dein Starter-Set für die Katze von Anfang an ist, desto leichter wird sich die Eingewöhnungszeit für beide Seiten gestalten.

Die Transportbox

Ohne Transportbox kommt der kleine Tiger nicht in sein neues Zuhause. Also ist dies die erste wichtige Hardware für die Katzengrundausstattung, wenn auch oft die unbeliebteste bei den Katzen. Denn nicht nur für den ersten Weg ins neue Heim wird die Transportbox benötigt, sondern später meist nur noch für Wege, die den Katzen Unbehagen bereiten. Ja, wir sprechen hier vom Tierarzt, der Katzenpension oder der Fahrt in den Urlaub. Viele liebäugeln mit einem Katzenkorb aus Weidengeflecht. Davon raten wir ab, denn er sieht zwar irgendwie hübsch aus, ist aber nicht so praktisch, wie du bald feststellen wirst. Du kannst den Korb schlecht tragen, die Katze muss durch das Loch, um im Korb Platz zu nehmen und wenn ein kleines Malheur passiert, zieht der Urin oder das Erbrochene sofort in die Weidenruten ein. Deswegen empfehlen wir euch eine Transportbox aus Kunststoff. Bei dieser kann der Deckel auch abgenommen werden, was das Herausnehmen oder auch das Wiederhineinlegen des Stubentigers nach einer Narkose erleichtert. Die Kunststoffboxen haben auch keine spitzen Weidenrutenenden, die die Katze piesacken können oder sie zum weiteren Kauen und Zerlegen des Geflechts anreizen. Wähle die Transportbox groß genug, so dass eine ausgewachsene Katze sich darin noch bequem drehen kann. Sie soll nicht eingezwängt in der Box sitzen, denn der Stressfaktor ist so schon hoch genug. Wer trotzdem auf die Weidenkörbe steht, kann einen solchen dann für die Wohnung als Rückzugsort verwenden.

Kratzbaum und Schlafplatz

Katzen haben Krallen und fahren diese auch gern einmal aus. Wichtig ist, dass ihr eurer Katze die Möglichkeit gebt, ihre Krallen zu pflegen. Dies sollte sie, wenn möglich, an einem Kratzbaum oder speziellen Kratzbrettern machen. Am besten eignen sich Katzenkratzbäume, die sehr hoch sind, idealerweise raumhoch, damit die Katze nicht nur ihre Krallen abwetzt, sondern auch darauf herumklettern kann. Außerdem ist es praktisch, wenn du dir einen Kratzbaum zulegst oder selbst baust, der noch zusätzlich zu den Kratz- und Klettermöglichkeiten, Rückzugsmöglichkeiten wie kleine Höhlen oder Hängematten zum Entspannen bietet. So wird der Kratzbaum zum ganz eigenen Möbelstück für den kleinen Liebling. Der Kratzbaum bzw. das Kratzbrett sollte so hoch sein, dass deine Katze sich richtig aufrichten kann. Oft sind die Holme an Kratzbäumen, vor allem an den weniger kostenintensiven, zu kurz und dann ist es kein Wunder, wenn die Katze sich andere Plätze zum Wetzen der Krallen sucht. Eventuell findet deine Katze ja schon im Kratzbaum ihren Schlafplatz, meist ist das aber nicht der Fall. Am liebsten schlafen Katzen immer noch im Bett ihres Besitzers. Wenn du das nicht zulassen willst, versuche es mit einem Körbchen, einer Decke oder einfach einem Karton. Katzen lieben es, sich in Höhlen zu verstecken und aus dem Schutz dieser ihre Umgebung zu beobachten. Daher sind auch an vielen Kratzbäumen Höhlen angebracht.
Katzenklo

Katzenklo und Katzenstreu

Natürlich müssen auch Katzen auf die Toilette. Nicht nur die Wohnungskatzen, auch die Freigänger sollten ihr eigenes Klo haben. Die Formel für die Anzahl der Katzentoiletten in der Wohnung ist recht simpel und wird dich vielleicht überraschen. Man rechnet die Anzahl der Katzen +1. Warum plus eins? Viele Katzen haben den Drang, das große vom kleinen Geschäft zu trennen und benötigen daher zwei Katzenklos. Auch wenn du zwei Katzen hast, versuche jeder Katze ihr eigenes Klo zur Verfügung zu stellen. Am besten verteilst du die Katzentoiletten auch in mehreren Räumen in der Wohnung. Oft ist es ein Platzproblem, so viele Toiletten aufzustellen, aber es lohnt sich. Bemerkst du, dass deine Katze unsauber ist, dann halte dich an die Regel. Es kann wirklich helfen und muss keine psychischen oder andere Ursachen haben, wenn deine Katze ihr Geschäft woanders als am stillen Örtchen verrichtet. Nimm möglichst auch Katzentoiletten, die offen sind und einen hohen Rand haben. Der Geruch sammelt sich in den Klos mit Deckeln, was die empfindliche Katzennase durchaus extrem stören kann.

Grundausstattung Katze – Die richtige Katzenstreu

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Sorten von Katzenstreu: Nicht klumpende, herkömmliche Streu und Klumpstreu. Mittlerweile findet man auch häufig Silicat-Streu, aber auch Öko-Streu aus Naturmaterialien wie Holz sind im Angebot. Für welche Streu du dich, oder besser, deine Katze sich entscheidet, musst du ausprobieren. In jedem Fall benötigst du noch eine Schaufel, um die Häufchen und eventuell den verklumpten Urin regelmäßig herausnehmen zu können.

Katzenfutter und Näpfe

Beides, Katzenfutter und Näpfe, gibt es in unzähligen Varianten. Bei den Näpfen greifst du am besten zu solchen aus Edelstahl oder Keramik, denn sie sind wesentlich hygienischer als Plastiknäpfe oder Fressnäpfe aus anderen Materialien. Empfehlenswert ist es, Näpfe zu kaufen, die mit einer Rutschhemmung ausgerüstet sind oder du stellst sie auf eine rutschfeste Unterlage. Das ist insofern praktisch, dass du die Unterlage gut reinigen kannst und nicht dreimal am Tag die Küche wischen musst. Es kann auch vorkommen, dass die wählerische Katze den Fressnapf in tollem Design und Material ablehnt. Das wirst du schnell merken, indem sie ihn umkippt, das Futter überall verteilt und an anderen Stellen als aus dem Napf heraus frisst. Bei manchen Katzen ist das einfach eine Fressgewohnheit, manchmal steckt aber auch mehr dahinter. Überprüfe daher einfach, ob die Futterschale zu klein ist und die empfindlichen Schnurrhaare die Seitenwände des Napfes berühren. Das mögen viele Stubentiger gar nicht und puzzeln sich aus diesem Grund ihr Futter mit den Pfötchen heraus. Mit einer größeren und flacheren Schale ist dieses Problem dann schon oft behoben. Du brauchst mindestens zwei Näpfe, einen für das Nassfutter und einen für Wasser. Willst du auch Trockenfutter geben, dann benötigst du entsprechend noch einen weiteren Napf. Da Katzen sehr hygienische Tiere sind, empfehlen wir dir, gleich einen ganzen Schwung an Futternäpfen zu besorgen, so dass immer ein Vorrat da ist, sollte einer einmal schmutzig sein. Hast du mehrere Katzen, dann stelle bitte jeder Katze ihre eigene Kollektion an Näpfen bereit. Katzen sind starke Futterneider und legen großen Wert auf ihre eigenen Besitztümer. Katzen bevorzugen es in freier Natur, Nahrung und Wasser getrennt voneinander aufzunehmen. So ist es ratsam, auch in der Wohnung, das Wasser nicht direkt neben dem Futter aufzustellen. Versuche es zum Beispiel mit einem Trinkbrunnen für Katzen. Solch ein Brunnen ist auch viel katzengerechter, da die Katze so am fließenden Wasser sitzt und trinkt und nicht etwas schales, abgestandenes aus dem Napf schleckern muss. Nicht umsonst gibt es so viele Katzenbilder und -videos im Internet in denen eine Katze versucht, Wasser aus dem Wasserhahn oder dem Gartenschlauch zu erhaschen.

Katzenfutter

Deine Katze entscheidet, was sie essen will! Ja, so einfach ist das mit Katzen – und doch so schwer, wenn du z. B. eine Ausschlussdiät wegen allergischer Probleme machen musst. Wenn sie aber gesund und munter ist, dann kannst du ein wenig herumprobieren. Der gesamte Verdauungsapparat ist auf die Verwertung von Fleisch ausgerichtet. Du dolltest daher deinem Stubentiger auf keinen Fall rein vegetarische Kost zur Verfügung stellen. Es ist sinnvoll eine Katze so artgerecht wie möglich zu ernähren, also mit viel Fleisch (in der richtigen Zusammensetzung) und nur einem ganz kleinen Ballaststoffanteil (2-3 %). Du kannst also barfen oder dir ein hochwertiges Dosenfutter mit einer möglichst naturnahen Zusammensetzung aussuchen. Verzichten solltest Du auf Futter mit Getreide, künstlichen Aromen oder Geschmacksverstärkern. Viele Katzen neigen dazu nur bestimmte Futtermittel zu fressen, und zwar die, die sie bereits als Kitten kennengelernt haben. Solltest du bei der genauen Betrachtung des Etiketts aber feststellen, dass die Zusammensetzung nicht deinen Vorstellungen von guter Nahrung entspricht, lohnt sich eine Futterumstellung. Dies kann allerdings bei Samtpfoten oft schwierig und langwierig sein. Lass dich davon nicht entmutigen. Biete deinem Liebling immer wieder etwas davon an, indem du winzig kleine Mengen unter die alt bekannte Mahlzeit mischst. Mit der Zeit, wird sich dein Stubentiger daran gewöhnen.

Leckerlis und kleine Verdauungshilfen wie Katzengras

Natürlich stehen auch bei den Katzen Leckerlis als Belohnungen hoch im Kurs. Du solltest immer welche im Haus haben. Achte aber unbedingt auf die Menge, die du deinem Tiger gibst. Übergewicht sollte sich bei der Katze nicht entwickeln. Das ist unnatürlich und führt zu vielen Krankheiten, die Katzen in freier Wildbahn normalerweise nicht (oft) haben. Wir denken hier vor allem an Diabetes, die immer häufiger bei Katzen auftritt. Wichtig ist, dass du deinem kleinen Vierbeiner Katzengras zur Verfügung stellst. Das Gras fressen die Katzen, um die Haare, die sie beim ausgiebigen Putzen verschlucken, wieder herauswürgen zu können. Bitte nimm dafür wirklich gutes Katzengras vom Fachhändler oder sähe selber welches an. Eine Alternative zu den Töpfen mit Gras sind Malzpasten, die den Katzen bei der Verdauung der Haare helfen.
Katze mit Spielzeug

Katzenspielzeug

Der Jagd- und Spieltrieb einer Katze ist groß und sie müssen diesen auch ausleben dürfen. Dabei hilft Spielzeug, mit dem sich die Katze beschäftigen kann oder mit dem du die Katze beschäftigst. Zur Grundausstattung für die Katze sollte unbedingt eine Katzenangel gehören. Auch kleine Mäuse und Bällchen eignen sich hervorragend für die kleinen Wohnungsraubkatzen. Katzen spielen aber nicht nur gerne mit extra angefertigtem Spielzeug, sondern liebend gern auch mit Stöckchen, Gräsern, Zapfen oder Kastanien und Eicheln. Hauptsache, es rollt, bewegt sich und kann gefangen werden.

Fellpflege muss ein!

Nicht nur langhaarige Fellknäuel, sondern auch Kurzhaarkatzen solltest du regelmäßig bürsten. Natürlich putzt sich die Katze auch selbst und befreit sich von überflüssigen Haaren, aber du darft sie dabei ruhig ein bisschen unterstützen. Beim Bürsten, vor allem im Fellwechsel, entfernst du die Haare direkt von der Katze. Umso weniger wirst du mit ihren Hinterlassenschaften auf Möbeln, Teppichen und Kleidung zu kämpfen haben. Bei den langhaarigen Vertretern der Stubentiger verhindert die regelmäßige Fellpflege außerdem das Verknoten und Verfilzen der Haare.

Tierarzt und Impfungen

Geh bitte regelmäßig zum Tierarzt oder einer versierten Tierheilpraktikerin und lass deine Katze durchchecken. Bei stressanfälligen Tieren kann ein Hausbesuch des Tierarztes eine durchaus gute Alternative sein. Ernährst du deine Katze gut und gibst ihr ausreichend Bewegung, wird sie in der Regel gesund und munter sein und der Tierarzt nicht zum Feind werden.

Grundausstattung Katze – Checkliste

Autorin

Nicole Herrmann

Gründerin und Chefin von BESTE KUMPELS. Ihr Fokus ist Ernährung & Fitness für Hunde und ihre Menschen. Sie engagiert sich außerdem für Zero Waste und fördert innovative Ideen rund um den Umwelt- und Klimaschutz. Sie lebt zusammen mit Hildegard und den zwei Hündinnen Lilly & Pepper im Ruhrgebiet.

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