7. März 2021

Katzensprache verstehen

Hund und Katze – beides sind Haustiere, also kann die Körpersprache des Hundes doch auch auf die Katze übertragen werden. Diese Annahme ist leider weit verbreitet. Deshalb möchten wir heute einige Missverständnisse richtigstellen, damit Katzen besser verstanden werden.

Katzen sind kleine Persönlichkeiten

Wie auch nicht alle Menschen gleich sind, so gilt das auch für Tiere. Besonders individuell sind Katzen. Was die eine Katze mag, muss nicht auf die andere zutreffen. Daher kann ein allgemeiner Grundsatz über die Katzensprache kaum verfasst werden.

Wenn Sie sich überlegen, eine Katze einziehen zu lassen oder sich allgemein fragen, warum Katzen so sind, wie sie eben sind, dann müssen Sie nur eines tun: genau beobachten und verstehen wollen.

Katzen sind schweigsame Gesellen. Aber sie miauen doch immer, stimmt´s? Das Miauen ist keine Kommunikationsart, das für Artgenossen gedacht ist. Katzen verständigen sich untereinander mit bestimmten Gesten und Gebärden. Das Miauen gilt nur für uns Menschen. 

 

Körpersprache einer Katze

Das Gemüt einer Katze können Sie sehr gut an ihrer Schwanzstellung erkennen. Darauf sollten Sie stets achten! Ein Hund wedelt enthusiastisch mit seinem Schwanz, wenn er glücklich ist. Wenn eine Katze derart mit dem Schwanz “wedelt”, ist Vorsicht geboten. Ein unruhiges Schwanzwedeln bedeutet in der Katzensprache, dass das Tier angespannt ist und aggressiv werden kann, wenn es nicht in Ruhe gelassen wird.  

Wenn eine Katze sich freut, sieht es anders aus: Ihr Schwanz steht recht gerade und die Schwanzspitze zittert leicht. Wickelt sie ihren Schwanz leicht um ihren Körper, heißt es, dass sie sich wohl fühlt.

Die Ohren geben ebenfalls einen guten Hinweis auf das Gemüt der Katze. Hier kommt es auf den Winkel an. Sind sie beispielsweise flach und liegen eng am Kopf, dann sollten Sie die Katze in Ruhe lassen.

 

Hund und Katze – TOP 5 Missverständnisse

Nach einem kleinen Exkurs über die Katzensprache, räumen wir nun mit den häufigsten Missverständnissen auf.

  • Schwanz wedeln: Der Hund ist glücklich und freut sich. Bei einer Katze deutet das auf einen gereizten Zustand hin
  • Schwanz steht gerade: Wie wir oben gelernt haben, deutet es auf eine gute Katzengemütslage hin. Bei Hunden allerdings ist es ein alarmierendes Signal, sich fernzuhalten
  • Staring Contest: Wenn Katzen Sie lange anstarren und dann langsam blinzeln, drückt es Zuneigung aus. Hunde hingegen empfinden das Starren als bedrohlich
  • Pfote angehoben: Hunde zeigen durch eine angehobene Pfote, dass sie gerne spielen möchten. Bei einer Katze sollten Sie achtgeben, denn sie befindet sich gerade in einer defensiven Stellung und könnte zuschlagen
  • Das Tier zeigt seinen Bauch: Hunde lieben es, am Bauch gekrault zu werden. Wenn ein Hund Ihnen den Bauch zeigt, drückt er nicht nur Zuneigung und Vertrauen aus, sondern lädt zum Bauchkraulen ein. Anders ist es bei einer Katze. Wenn eine Katze Ihnen die sensibelste Stelle des Körpers präsentiert, dann haben Sie auch hier das Vertrauen der Fellnase für sich gewonnen, aber es ist keine Einladung zum Kraulen. Gerade Katzen, die das Bauchkraulen nicht von Kittenalter her kennen, können schnell mit der Pfote zuschlagen

Wer auch immer Ihr bester Kumpel ist: Jedes Tier hat eine eigene Körpersprache. Lernen Sie sie lesen und interpretieren, dann steht einem harmonischem Miteinander nichts im Wege.

Ihr Beste Kumpels Team

Autor

Hildegard Ockenfels

Mitbegründerin von BESTE KUMPELS. Sie arbeitet als Futterexpertin und -coachin, Raw Dog Food Nutrition Specialist & Theta Healing Practioner, um Hunden, Katzen und ihren Menschen zu helfen, gesund zu bleiben. Zusätzlich berät Hildegard Kund*innen in Kräuterkunde & Homöopathie für Hunde und Katzen. Sie lebt zusammen mit ihrer Frau und den zwei Hündinnen Lilly & Pepper im Ruhrgebiet.

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