Kinesiologie für Tiere

Der Begriff der Kinesiologie stammt aus dem griechischen Wortschatz und bedeutet KINESIS = die Bewegung und LOGOS = die Lehre. Gemeint ist damit die Lehre von den Bewegungsabläufen im Inneren eines lebenden Organismus. Sinnbild des Lebens war schon in der Antike »der Fluss«! Denn das Leben fließt, ist ständigen Veränderungen, sowie inneren und äußeren Einflüssen unterworfen. Negative Einflüsse, Stress und Störfaktoren führen schnell zu inneren Blockaden, die sich erst viel später in körperlichen und psychischen Problemen zeigen.

Die Symtome einer Krankheit oder allmählich chronisch verlaufende Krankheitsbilder manifestieren sich zeitlich oft erst weit nachdem der Körper in ein Ungleichgewicht geraten ist. Dies bleibt in der klassischen Medizin häufig völlig unberücksichtigt.

Als Lehre von den Bewegungsabläufen auf allen 3 Ebenen von Körper, Geist und Seele, spürt die Kinesiologie immer als ganzheitliche sanfte Diagnosemöglichkeit sowohl die Störfaktoren und inneren Blockaden, als auch die effektiven Therapiemöglichkeiten für einen Patienten auf. Dies funktioniert für unsere Tierpatienten mit energetisch-physikalischen und radionischen Untersuchungsmethoden. Hierfür kann sowohl am Tier selber, als auch mit »Zellmaterial«, z.B. in Form von Fell, Federn oder Blut gearbeitet und getestet werden. Die Testung mit Hilfe von Zellmaterial ist der bevorzugte Weg. Er ist völlig stressfrei und nicht an die Anwesenheit des Tieres gebunden.

Stellt sich ein Mensch als Stellvertreter für ein Tier als Testsystem zur Verfügung, bezeichnet man ihn als »Surrogat«. Am Surrogat kann dann der kinesiologische Muskeltest stellvertretend für das Tier mit dem Muskeltest geprüft werden. Das Surrogat hat entweder mit dem Zellmaterial des Tieres Kontakt oder berührt das Tier selber. Tatsächlich kann auf diesem Wege ein energetischer verbindender Kontakt zwischen Tierpatient und Surrogat hergestellt werden. Die Verbindung heißt »Testsystem«. Das Testsystem kann dann kinesiologisch abgefragt werden.

Die Kinesiologie als Diagnose- und Therapieverfahren für den Menschen wurde in den 60er Jahren von dem US Chiropraktiker George Goodheart entdeckt und entwickelt. Er erkannte den Funktionszusammenhang zwischen der Muskulatur, der Muskelspannung und dem physischen und psychischen Zustand eines Menschen. Auf dieser Basis entwickelte er den sogenannten »kinesiologischen Muskeltest«. Das kinesiologische Muskeltesten kann technisch nur direkt am Menschen erfolgen. Hier zeigt sich eine Veränderung der Spannung des getesteten Muskels, je nach Konfrontation mit einem Reiz. Diese Reize können materieller Art sein. Es handelt sich um einen Substanztest. So kann eine Verträglichkeit auf Lebensmittel, Medikamente oder Allergene getestet werden. Aber auch die Muskelreaktion auf bewusst gesetzte Reize physischer oder emotionaler Art durch gezielte verbale Aussagen zeigt an, ob ein bestimmtes Thema einen Stressfaktor für den befragten Klienten darstellt. Dabei zeigt eine schwache Muskelspannung ein Stress- oder Störfaktor an. Ein starker Muskel steht für eine stabile Situation.

Für die Veterinärmedizin hat die Heilpraktikerin Dr. Rosina Sonnenschmidt das geschützte Konzept der Wings®-Tierkinesiologie entwickelt und publiziert. Als Lizenzinhaberin hat Dr. Sonnenschmidt mit dem Wings®-Logo die Ausbildung und Ausübung europaweit geschützt und nur Tierärzten und Tierärztinnen nach umfassender Ausbildung und Abschlussprüfung vorbehalten. Praktizierende Veterinärmedizinische Kinesiologen nach Wings® sind auf der Homepage der Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin gelistet: www.ggtm.de. Die Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin ist der Dachverband für naturheilkundlich praktizierende Veterinäre. Die Wings®-Tierkinesiologie wurde für eine professionelle Anwendung in der modernen ganzheitlichen Tiermedizin konzipiert und ist kompatibel mit konventionellen Methoden der Schulmedizin und der gesamten alternativen Medizin. Die Tierkinesiologie soll also keine Schulmedizin und klassische Medikation ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Es geht um eine effektive Begleittherapie.

Die gesamte Kinesiologie, also auch die Tierkinesiologie ist auf dem System der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin aufgebaut. Eine Jahrtausende alte Heilkunst, die um das Meridiansystem, die Energieleitbahnen im Körper und das 5-Elemente-System weiß. Außerdem integriert die Kinesiologie viele weitere Methoden und Techniken aus sämtlichen Naturheilverfahren. An dieser Stelle sind einige genannt, z. B. die Homöopathie, Schüßler-Salze und Bachblüten, die Akupunktur, die biophysikalische Therapie, z. B. Bioresonanz, Magnetfeld- oder Laserbehandlung. Zum großen Feld der manuellen Therapien zählen die Chinesische Tuina-Massage, TTouch®, Physiotherapie, Osteopathie oder Chiropraktik.

Es geht niemals um das Entweder – Oder bzw. um schlecht oder gut, sondern nur um ein effizientes Miteinander von Therapiemöglichkeiten.

Es wird konkret am Tier oder am Zellmaterial des Tieres oder am Surrogat ausgetestet, welche Maßnahme aktuell effektiv und verträglich ist und einen Heilerfolg verspricht. Auch die Verträglichkeit von allopathischen Medikamenten, z. B. Antibiotika, Schmerzmittel oder Hormonen kann nachgetestet werden. Der kinesiologisch arbeitende Tierarzt erstellt die sogenannte ganzheitliche »Systemdiagnose« mit einer »Stressgrafik« mit Hilfe der erlernten biophysikalischen Testmethoden. Die Systemdiagnose gibt nicht nur einen tiefgreifenden Einblick in die energetischen organischen Probleme, Disharmonien und Störfelder im Körper. Die Systemdiagnose lässt sich besonders als Verfahren nutzen, um verhaltenstherapeutisch und tiefenpsychologisch mit dem tierischen Patienten zu arbeiten. Die Emotionale Stressablösung, kurz ESA, ist ein bedeutendes Instrument bei der Beseitigung von Stressblockaden.

Auf den energetischen Ebenen von Physis, Psyche, emotionalen und mentalen Faktoren können die spezifischen kinesiologischen Tests und Analysen bestehende Stressoren und Regulationsstarren im Patienten identifizieren. Die Kinesiologie kann diese inneren Blockaden und Dysbalancen aufspüren und lösen.

Die Anwendungsbereiche kann man grundsätzlich auf alle Tiere und alle Krankheitsbilder und Verhaltensprobleme beziehen. Den permanent steigenden Zahlen von chronisch kranken Tieren, den zahlreichen sogenannten »austherapierten Fä(e)llen« bietet die Wings®-Tierkinesiologie einen alternativen Ansatz ganzheitlicher Diagnostik und Therapie. Es kann eine neue Heilungsbereitschaft eines manchmal völlig reaktionsblockierten Organismus entfacht werden. Das Tier wird nicht in den Einzelheiten seiner Symptome betrachtet, sondern als komplexes Biosystem.

Zur Autorin:
Dr. med. vet. Melanie an Haack-Wilson ist seit über 15 Jahren praktizierende Tierärztin mit eigener Praxis – Praxisschwerpunkt »Ganzheitliche Tiermedizin« in Oberhausen. Sie ist auf alternative Tiermedizin u. a. Homöopathie, Laser-Akupunktur, Biologische Tiermedizin, TCVM (Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin) spezialisiert und Wings-Kinesiologie-Practitioner. Dr. med. vet. an Haack-Wilson bietet außerdem regelmäßig Seminare an. Weitere Infos: www.tierarztpraxis-anhaack.de