Pfotenpflege beim Hund
1. Juni 2021

Pfotenpflege beim Hund – so geht’s richtig

Meine Pfoten sind ganz schön hart. Denn ich laufe ja die ganze Zeit über barfuß! Sogar auf grobem Kies oder scharfkantigen Felsen kann ich in der Regel ohne Beschwerden gehen. Damit das so bleibt, bekomme ich nicht nur leckeres und gesundes Futter, Spaß & Spiel und meine Kuscheleinheiten, sondern auch viel Pflege. Ich zeige dir heute, was zu einer richtig guten Pfotenpflege gehört und was du beachten musst.

Allgemeines zur Pfotenpflege beim Hund

Pfotenpflege beim Hund ist nicht nur im Winter wichtig. Unsere Hundepfoten haben täglich viele Aufgaben zu erledigen. Meine Pfoten sorgen für Schutz. Sie funktionieren wie ein Stoßdämpfer und helfen mir, mein Gleichgewicht zu halten. Ich nutze meine Pfoten auch zum bremsen oder zum beschleunigen, wenn ich schnell laufe oder um einen schnellen Haken zu schlagen, wenn Pepper mich fangen will.

Meine Menschen haben dafür mehrere verschiedene Paar Schuhe – Wanderschuhe, Laufschuhe, Kletterschuhe oder Sandalen. Ich habe für all das meine vier Pfoten.

Die richtige Pflege der Hundepfoten ist unerlässlich, damit Hunde aktiv und gesund bleiben

Leider scheint die Pfotenpflege beim Hund nur ein Thema für euch Menschen zu sein, wenn die Pfote verletzt ist und wir nicht mehr laufen können. Nicht nur dann brauchen unsere “Schuhe” Kontrolle und Pflege. Überall lauern Gefahren, denn unsere Ballen und Krallen werden täglich beansprucht.

Jeder Untergrund hat seine eigenen Tücken. Dazu kommen Glassplitter, Sand, Dornen, kleine Getreidesamen, Grannen oder Rollsplitt, die sich in festsetzen können. Besonders heiße oder kalte Untergründe bringen neue Herausforderungen für uns.

Pfotenpflege ist vor allem Kontrolle

Wenn etwas nicht stimmt, lecken wir uns auffällig an den Pfoten oder knabbern daran.
Manchmal humpeln wir auch oder ich halte meine Pfote hoch, wenn ich mir beim Waldspaziergang eine Bucheckernschale eingetreten habe. Deshalb ist Pfotenkontrolle auch so wichtig.

Überprüfe die Hundepfoten regelmäßig auf folgendes:

  • Fremdkörper wie Glassplitter, kleine Schotterstücke, Samenkörner, Grannen von Gräsern
  • Dornen in den Ballenzwischenräumen
  •  Schnittverletzungen
  • Wunden, Risse und gereizte Hautstellen
  • Parasiten wie Zecken (die befinden sich oft in den Zehzwischenräumen)

Pfotentraining ist wichtig

Wusstest du, dass sich viele Hundekumpels und Kumpelinnen gar nicht an den Pfoten anfassen lassen? Deshalb haben meine Menschen haben das von Anfang an mit mir geübt. Dafür gab es dann immer ganz viele leckere Kekse. Die gibt es heute übrigens auch noch, auch wenn das Pfötchen-geben eine meiner leichtesten Übungen ist.
 

Also nicht vergessen: Nicht nur beim Training, sondern auch bei der richtigen Kontrolle und Pflege möchten wir Hunde eine Belohnung für unsere tolle Mitarbeit bekommen!

Reinigung der Hundepfoten

Manche von uns Hunden haben Pfoten aus Leder und nichts stört sie. So ist Pepper. Die bringt so schnell nichts aus dem Spiel. Andere sind so empfindlich, dass ein kleiner Kratzer oder ein spitzer Stein sie völlig aus der Bahn wirft.

Da kann ein mildes Pfotenbad mit Kamille und Ringelblume helfen. Das ist gut bei:

  • Wunde und abgeschürfte Pfoten
  • Verbrennungen von heißen Gehwegen
  • Leichte Schnitte
  • Prellungen
  • Insektenstiche  
 

Das musst du tun: Gib etwas Meersalz, Kamillentee und gern weitere beruhigende Kräuter wie Ringelblume in eine niedrige Schüssel oder Wanne mit lauwarmen Wasser. 

Bevor es losgeht, das Pfotenbad 5-10 Minuten ruhen lassen. 

Nun die betroffenen Pfoten gut einweichen – herausheben – einweichen – herausheben. Beim Einweichen die Pfoten leicht massieren. 

Dann mit einem sauberen Handtuch vorsichtig abtrocknen und nach Bedarf eine dünne Schicht Aloe Vera auf die betroffenen Hautstellen auftragen. 

Schon ist das Pfotenbad erledigt und ich fühle mich wieder pudelwohl.

Pflege der Hundepfoten

Normalerweise sind meine Ballen immer schön glatt und trocken. Wenn das mal nicht so ist, lassen sie sich ganz leicht mit dem Pfotenbad oder zusätzlicher Pflege aufpäppeln. Dafür nehmen meine Menschen natürliche Fette wie Olivenöl oder Kokosöl. Das reicht für die Pfotenpflege bei uns Hunden völlig aus. Das Fett wird gut in die Ballen einmassiert und dann mit Küchenpapier abgetupft, um überschüssiges Fett zu entfernen.

Spezielle Pfotenpflege beim Hund im Sommer

An einem sonnigen 35-Grad-Tag im Sommer kann die Temperatur auf dem Bürgersteig bis zu 100 Grad oder mehr betragen. Das tut beim Laufen weh und meine Pfoten können verbrennen. Besonders im Urlaub am Meer auf heißem nassen Sand wird das Laufen für uns sehr unangenehm. Manche Kumpel:inen bekommen davon sogar Hautausschläge! Auch dann hilft das Pfotenbad und Aloe Vera. Wenn der Asphalt brennt, ziehen meine Menschen Pepper und mir schützende Sommer Hundeschuhe an. Das ist am Anfang immer ganz komisch beim Laufen. Aber wenn wir einmal in Fahrt gekommen sind, kann uns nichts mehr bremsen.

Spezielle Pfotenpflege beim Hund im Winter

Der Winter bringt eigene Probleme mit sich. Eisige Temperaturen, Schnee und Eisbälle zwischen meinen Pfoten. Dazu salzige Straßen und Bürgersteige, die unter meinen Pfoten brennen.

Splittkörnchen und Streusalz setzen sich leicht zwischen den Zehen fest und können Entzündungen verursachen.

Vor dem Spaziergang unsere Pfoten gut mit einem guten Pflanzenfett einreiben. So kann sich Schnee und Eis nicht so gut an den Ballen und zwischen den Zehen festsetzen. Die Haare zwischen den Zehen etwas kürzen; aber bitte nicht ganz abschneiden. Zwar verfängt sich dann mehr Eis und Schnee und Schmutz, aber Splitt und Streusalz können nicht so leicht in die Zwischenräume gelangen.

Während des Spaziergangs und Herumtollens im Schnee und Matsch zwischendurch die Schneeklumpen entfernen, die sich am Fell bilden. Die stören und an den Pfoten sind sie besonders unangenehm. Damit kann ich gar nicht laufen. Wenn der Winter sehr streng und kalt ist, trage ich meine Hundeschuhe. Damit kann ich rennen und spielen. Ohne, dass mir die Pfoten weh tun.

Nach dem Spaziergang brauche ich ein schönes Pfotenbad. Das ist aber nicht nur wegen der Pfotengesundheit wichtig. Denn wir Hunde neigen dazu, uns die Pfoten nach einem Spaziergang sauber zu lecken. Denn schmutzfrei und gepflegt mag ich meine Pfoten am liebsten. Das wird im Winter durch das Streusalz sehr gefährlich. Streusalz ist nicht zum Verzehr geeignet!

Die Hunde Pfotenhaare gehören auch dazu

Pfotenhaare schneiden

Meine Pfotenhaare sind wichtig, denn sie schützen vor Kälte, Schmutz und kleinen Fremdkörpern. Manchmal werden sie aber zu lang und ich kann nicht mehr richtig laufen. Dann freue ich mich, wenn die überstehenden Haare geschnitten werden und nicht mehr über den Ballen hinausragen. Wenn es im Winter sehr kalt ist, bleiben die Pfotenhaare ein bißchen länger.

Krallenpflege beim Hund

Regelmäßige Krallenpflege beim Hund

Weil wir lieber bei euch leben, statt draußen, nutzen sich unsere Krallen manchmal nicht so ab, wie das nötig wäre. Zu lange Krallen können nicht nur einwachsen, sondern auch unseren ganzen Bewegungsablauf beeinträchtigen und verschieben. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Krallenpflege. Wenn du meine Pfoten kontrollierst, kannst du direkt auch auf die Länge der Krallen achten und sie wenn nötig kürzen. Aber vorsichtig! Hundekrallen bestehen zwar aus Horn so wie deine Nägel. Aber es verlaufen auch Blut- und Nervengefäße darin. Diese auf gar keinen Fall durch einen zu tiefen Schnitt verletzen.

Die richtigen Werkzeuge für das Hunde Krallenschneiden finden

Sind unsere Krallen nur wenig zu lang oder porös, kannst du mit sie mit einer Nagelfeile schön glatt feilen. Für längere Krallen greifst du zur Krallenzange.

Zum Stutzen der Hundekrallen nimm eine Krallenzange mit einer runden Schneidfläche, die zur Größe deines Hundes passt. Aber keine eurer menschlichen Nagelknipser verwenden!  Setze die Krallenzange waagerecht an und knipse hauchfeine Scheibchen ab – nicht gleich ein Riesenstück. So kontrollierst du stückweise, ob noch genug Horn vorhanden ist, bevor die Blutgefäße anfangen.

Wenn du unsicher bist, frag lieber deinen Tierarzt oder den Hundesalon und lass es dir dort einmal richtig erklären und zeigen.

Das waren meine Tipps zur Pfotenpflege beim Hund. Ich hoffe, ich konnte dir zeigen, was bei der Pfotenpflege beim Hund zu beachten ist und wie du leichte Pfotenabschürfungen selbst behandelst. Damit wird es deinem Hund so gut gehen wie mir.

Hier schreibt

Lilly

Hallo! Ich bin Lilly. Die smarte Pudelmix-Hündin liefert dir hier regelmäßig Geschichten über ihre Familie, Rezensionen, DIY-Projekte, Trainingstipps und mehr. Lilly lebt mit Schäferhündin Pepper und ihren beiden Frauchen im Ruhrgebiet.

Mein Rezept für ein beruhigendes Pfotenbad

1 Tasse hochwertiges Meersalz ohne Zusätze

3-4 Tassen warmes Wasser

4 Teebeutel Kamille oder 30 g frische Kräuter

Meersalz und Kamillenteebeutel in eine flache Wanne geben. Du kannst auch noch andere wohltuende Kräuter wie Ringelblume in das Bad geben. Dann mit dem handwarmen Wasser auffüllen. Das Ganze etwa 5 Minuten ziehen lassen. Dadurch kann die Kräuter ihre beruhigenden Säfte abgeben können.

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