Trockenfutter
31. März 2021

Trockenfutter für Hunde – Vorteile und Nachteile

Trockenfutter ist bei Hundehalter*innen sehr beliebt, da es einige Vorteile bietet. Allerdings ist nicht jedes Trockenfutter gleichermaßen gut. Neben dem Nährstoffgehalt gibt es auch noch weitere Faktoren, die darüber entscheiden, wie gesund ein Trockenfutter ist.

Welche Futterarten gibt es?

Grundsätzlich werden die Futtermöglichkeiten für Hunde in folgende Kategorien unterteilt:

  • Trockenfutter
  • Nassfutter
  • Halbfeuchtes Futter
  • Selbstgekochtes
  • BARF (Rohkost)
 
Wir gehen heute auf die Fütterung mit Trockenfutter ein.
 

Vorteile von Trockenfutter

Werfen wir einen ersten Blick auf die Vorteile von Trockenfutter:

  • Vergleichsweise günstig
  • Sofort verzehrbar
  • Gute und einfache Lagermöglichkeit, auch unterwegs
  • Leicht zu portionieren
  • Breite Geschmacksvielfalt
  • Gute Anpassung an den Energiebedarf
 

Die monatlichen Futterkosten halten sich mit Trockenfutter in einem überschaubaren Rahmen. Selbst wenn Sie ein Premiumfutter auswählen, haben Sie in der Regel monatlich mit weniger Kosten zu rechnen als mit einem Nassfutter. Auch wenn Sie das Essen selbst zubereiten, werden Sie unter dem Strich etwas mehr zahlen als beim fertigen trockenen Futter.

Das beliebte Trockenfutter für Hunde ist leicht dosierbar und kann von Ihrem Hund sofort gefressen werden. Früher wurde oft bemängelt, dass es an Geschmacksvielfalt fehle, doch dieses Gegenargument besteht nicht mehr.

Geschmacksvielfalt bei Trockenfutter

Sie können inzwischen auf eine Vielzahl an Geschmackssorten zurückgreifen und dadurch eine sehr gute Abwechslung für Ihren besten Kumpel erreichen. Hier einige beliebte Sorten:

 

Überdies ist es möglich, Trockenfutter auf den Bedarf des Hundes anzupassen. Hierbei meinen wir nicht die Futtermenge, sondern, dass Sie das Futter nach Alter, Krankheit oder Rasse bestimmen können. Je nach Konstitution kann der Nährstoffbedarf dementsprechend unterschiedlich sein.

Auch übergewichtige Hunde kann man durch gezielte Bewegung und die richtige Ernährung wieder in Form bringen. Hierzu können Sie sich auch überlegen, Trockenfutter und Nassfutter kombiniert zu füttern. Geben Sie Trockenfutter am Vormittag und Nasssfutter am Abend.

Für Allergiker-Hunde gibt es ebenfalls passende Spezialfutter, beispielsweise ohne Getreide und glutenfrei. Man kann das Futter ohne Probleme einfrieren oder mit Wasser anfeuchten.

Trockenfutter kaufen – aber richtig

Bevor Sie den nächsten Kauf tätigen, sollten Sie sich Zeit bei der Auswahl nehmen. Achten Sie besonders auf die Inhaltsstoffe. Der überwiegende Bestandteil sollte Fleisch sein. Ein hoher Fleischanteil liefert wertvolle tierische Proteine. Zucker hat auf jeden Fall nichts im Futter zu suchen!

Je genauer die Angaben auf der Packung sind, desto hochwertiger ist das Futter in der Regel. Achten Sie auf allgemeine Begriffe wie “Getreide” oder “tierische Nebenerzeugnisse”. Das kann alles mögliche bedeuten. Folglich besser ist, wenn der Hersteller genau aufschlüsselt, welche Zutaten im Futter verwendet wurden. Die Reihenfolge der Zutatenliste gibt chronologisch an, welche Zutat am meisten (erste Stelle) und am wenigsten (letzte Stelle) verwendet wurde.

Achten Sie zudem darauf, ob es sich um ein Ergänzungsfuttermittel oder ein Alleinfutter handelt.

Übrigens heisst “Hühnchen” nicht zwingend, dass schönes Hühnchenfleisch im Futter verarbeitet wurde. Bei Billigfutter können Sie stattdessen mit Klauen, Hühnerköpfen und anderen Abfallprodukten rechnen. Genauso bei “Rind” und anderen Angaben. Oft werden hier Abfälle der genannten Fleischsorten verarbeitet – also informieren Sie sich umfassend vor dem Kauf.

Trockenfutter anreichern – Pimp your food

Gehören Sie zu den Hundebesitzern, die nicht frisch füttern können oder wollen? Dies kann unter anderem an folgenden Überlegungen liegen:

  • am Budget
  • an falscher Aufklärung
  • aus Angst, den Hund mit anderem Futter nur unzureichend zu versorgen
  • praktische alltagsbedingte Gründe
  • geringe Praktikabilität unterwegs und im Urlaub
  • tierärztliche Empfehlung
 

Falls Sie sich trotzdem für eine Fütterung mit Trockenfutter entscheiden, können Sie Ihre Sorten mit diesen 7 Vorschlägen aufwerten:

  • Wechseln Sie die Geschmacksrichtung regelmäßig je nach Verträglichkeit
  • Verwenden Sie luftdichte Lagerboxen, um Oxidation zu vermeiden und Milbenbefall zu verringern
  • Füttern Sie Präbiotika als auch Probiotika wie z. B. Effektive Mikroorganismen dazu
  • Verwenden Sie Verdauungsenzyme
  • Füttern Sie gefriergetrockene Innereien. Damit unterstützen Sie Ihren Hund mit natürlichen Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren
  • Geben Sie zusätzlich hochwertige Omega-3-Fette wie beispielsweise Hildegards Omega Öl frisch dazu
  • Feuchten Sie das Produkt an und achten Sie darauf, dass Ihr Hund ausreichend trinkt
 

Trockenes Welpenfutter

Welpen haben besondere Ernährungsansprüche. Wenn Welpen falsch gefüttert werden, dann riskieren Sie nicht nur eine Fehlentwicklung wie Schäden an Bändern, Knochen und Sehnen, sondern auch Übergewicht. Welpen können daher von speziellem Welpenfutter profitieren. Auch hier sollten Sie auf Qualität achten. Nicht enthalten sollte sein:

  • Fleisch-, Knochen-, Fisch- und Federkernmehl
  • Getreide und Stärke in Form von Weizen, Mais, Soja
  • Zucker
  • Künstlichen Farb- & Konservierungsstoffe
 

Ein gutes Hundefutter für Welpen enthält durch die natürlichen Zutaten von Hause aus alle wichtigen Vitamine und Mineralien.

Nachteile von Trockenfutter

Es gibt einige Gründe, warum Trockenfutter unter Umständen nicht die beste Wahl für Ihren Hund ist:

  • Trockenfutter enthält einen hohen Anteil Stärke. Diese wird benötigt, um die Kroketten herstellen zu können. Hunde benötigen keine Stärke.
  • Sie haben keine Kontrolle über die genauen Inhaltsstoffe
  • Oft werden tierische Bestandteile aus Tiermehl gewonnen, welche aus Abfallprodukten der Fleischindustrie erzeugt werden
  • Trockenfutter kann ebenso wie jede andere Nahrung Toxine, Schimmelpilze und Salmonellen enthalten
 

Hunde, die chronisch erkrankt sind, unter Magen-Darm-Störungen oder Allergien leiden, profitieren im Allgemeinen eher von frischer Kost oder Nassfutter. Wägen Sie in allen Fällen Vorteile und Nachteile der Fütterung mit Trockenfutter ab, um Ihrem Hund das Beste zu ermöglichen.

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Autorin

Hildegard Ockenfels

Mitbegründerin von BESTE KUMPELS. Sie arbeitet als Futterexpertin und -coachin, Raw Dog Food Nutrition Specialist & Theta Healing Practioner, um Hunden, Katzen und ihren Menschen zu helfen, gesund zu bleiben. Zusätzlich absolviert Hildegard eine Ausbildung in Kräuterkunde & Homöopathie für Hunde. Sie lebt zusammen mit ihrer Frau und den zwei Hündinnen Lilly & Pepper im Ruhrgebiet.

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