Zähne putzen beim Hund
23. April 2021

Zahnpflege: Zähne putzen beim Hund leicht gemacht

Zähne putzen beim Hund ist wichtig. Eine gewissenhafte Zahnhygiene verbessert die Lebensqualität Ihres Hundes enorm. Heute zeigen wir Ihnen, warum Zähne putzen bei Hunden ein wichtiges Thema ist und wie Sie die Zähne Ihres Kumpels am besten pflegen können.

Warum gesunde Hundezähne wichtig sind

Halten Sie Zähne putzen beim Hund für überflüssig? Parodontitis, Zahnstein, Mundgeruch – viele Hunde leiden ab einem Alter von 3 Jahren unter schlechten Zähnen und werden krank. Zahnerkrankungen sind eins der häufigsten Probleme bei Hunden. Circa 80% aller Hunde leiden in jungen Jahren an Zahnerkrankungen. Das führt zu Gesundheitsproblemen. Als verantwortungsbewusste Tierhalter*innen ist es unsere Pflicht, uns von Anfang an um die Zahnhygiene des Hundes zu kümmern.

Das Gebiss eines ausgewachsenen Hundes hat 42 Zähne. Er nutzt sie, um zu fressen, zu spielen, etwas festzuhalten oder um sich auszudrücken. Die Zähne sind für den Hund ein wichtiges Werkzeug, das großen Einfluss auf seine Lebensqualität hat. 

Schauen Sie regelmäßig in das Maul Ihres Hundes. Damit erkennen Sie schnell, wie es um die Zahnhygiene steht. Es gibt Symptome, die auf schlechte Zähne beim Hund hinweisen:

Symptome schlechter Hunde Zähne

Wenn Ihr Hund eines oder mehrere dieser Probleme hat, leidet er möglicherweise an schlechten Zähnen oder einer Zahnerkrankung

  • Schlechter Atem und Maulgeruch
  • Futter kann nicht (mehr) gekaut werden
  • Verändertes Fressverhalten
  • Sichtbarer Zahnstein und Zahnbelag
  • Zahnverlust
  • Schmerzen bei Berührung oder beim Fressen

Ursachen für schlechte Hunde Zähne

Zahnkrankheiten haben unterschiedliche Ursachen. Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle, ebenso die Hunderasse,
chronische Erkrankungen oder die mangelnde Zahnpflege des Hundes. Das trägt dazu bei, dass sich die Zahngesundheit verschlechtert. Bestimmte Hunderassen sind aufgrund ihrer Genetik für Zahnprobleme anfällig. Dazu gehören Malteser, Yorkshire Terrier, Möpse, Chihuahuas, Boxer und Bulldoggen. Hier ist eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege besonders wichtig.

Bekämpfen Sie kranke Zähne beim Hund mit besserem Futter

Die Zahngesundheit Ihres Hundes beruht hauptsächlich auf der richtigen Ernährung. Gesundes Futter ist die Grundlage für eine gute Gesundheit.

  • Hunde, die roh gefüttert werden, haben in der Regel weniger schlechte Zähne. Eine artgerechte Ernährung (BARF) kann das orale Mikrobiom fördern
  • Das Kauen an rohen Fleischknochen ist nahrhaft und gut für die Zähne. Langes Kauen fördert die phsychische Gesundheit, trainiert Nacken- und Schultermuskulatur sowie die Kaumuskel
  • Eine unpassende Fütterung kann Ursache für schlechte Zähne und schwaches Zahnfleisch sein
 

Wenn Sie die Zähne Ihrer Hundes gesund halten wollen, beginnen Sie mit einer Futteranpassung

Erhält Ihr Hund Futter, das er schnell und ohne gründliches Kauen hinunterschluckt, ist das nicht optimal für die Zahnhygiene. Obwohl es eine weit verbreitete Annahme ist, dass Trockenfutter gut für die Zahngesundheit sei, ist dies ein Mythos. Trockenfutter Kroketten sind zu klein, um zu einer effektiven Reinigung beitragen zu können. Außerdem zerfallen die in Trockenfutter enthaltenen Kohlenhydrate in Zucker und diese hafteen an den Zähnen. Das fördert Karies. Genauso wie bei uns!

Durch langes und intensives Kauen reinigen Hunde ihre Zähne auf natürliche und artgerechte Weise. Festes Muskelfleisch, frische Pansenstücke und rohe Hundeknochen eignen sich hierzu am besten. Wenn sie barfen und ganze, rohe Knochen füttern – perfekt! Das befreit die Zähne von Plaque. Plaque ist ein Nährboden, der Zahnstein und weitere Zahnerkrankungen begünstigt. Wenn Sie diesem nicht regelmäßig vorbeugen, bleibt noch der Besuch beim Tierarzt zur professionellen Zahnreinigung.

Wussten Sie, dass mangelnde Bewegung der Zahnhygiene schaden kann? Hunde, die sich viel bewegen, produzieren viel mehr Speichel. Dieser ist ein natürliches Reinigungsmittel für gesunde Hunde Zähne.

Finden Sie eine Routine für’s Zähne putzen beim Hund

Zahnprobleme und Zahnkrankheiten betreffen nicht nur die Zähne. Zahnprobleme können zu weiteren schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie Zahnwurzelabzesse, Knocheninfektionen, Herzklappenschäden.

Am besten gewöhnen Sie Ihren Hund von Welpe an eine regelmäßige Zahnhygiene und das Zähne putzen. Verbinden Sie Zähneputzen mit einem Spiel und belohnen Sie Ihren Vierbeiner mit vielen Streicheleinheiten und kleinen Leckerlis. Achten Sie bei gekauften Keksen und Leckerlies darauf, dass kein Zucker oder Getreide enthält. Alternativ können Sie gesunde Leckerlies auch schnell und einfach selbst backen.

Putzen Sie Ihrem Hund täglich die Zähne

 Mit speziellen Zahnbürsten, selbst gemachter Zahnpasta und Zahnpflegegel können Sie die Zahngesundheit effektiv unterstützen. Keine Sorge, Hunde
Zahn-Pasta und Gel ist ungefährlich und kann ruhig geschluckt werden. Damit das Spaß macht, gibt es sie in vielen Geschmacksrichtungen. Als Alternative zur Zahn-Pasta gibt es Zahnpflegespray. Achten Sie beim Kauf eines Zahnpflegeprodukts darauf, dass natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden.

Bei unerfahrenen erwachsenen Tieren gestaltet sich das tägliche Zähneputzen in der Regel schwierig. Die regelmäßige Zahnhygiene bietet Ihrem Hund einen enormen gesundheitlichen Nutzen. Bleiben Sie dran! Mit viel Geduld und Übung geht Ihnen das Zähne putzen
beim Hund
schnell von der Hand. Eine alternative Lösung ist spezielles Dentalspielzeug. Durch dessen besondere Form soll das Spielzeug bei der Zahnreinigung helfen und obendrein noch den Kaumuskel stärken.

Wirksam sollen sogenannte Zahnpflegesnacks sein. Zahnpflegesnacks sind kleine Leckereien, die durch ihre Zusammensetzung eine positive Wirkung auf die Maulhygiene haben sollen. Geben Sie Ihrem Hund solche zwischendurch oder als Betthupferl. Mit unserem DIY Kauknochen Rezept stellen Sie eigene Zahnpflege-Leckerlies her. Bitte beachten Sie, dass Zahnpflegesnacks auf keinen Fall die übliche Zahnputzroutine ersetzen.

Das Beste für die Hundezähne

Zähne putzen beim Hund ist nicht schwer oder kompliziert, wie Sie denken. Zusätzlich unterstütezn Sie neben dem Bürsten und Putzen der Zähne die Zahngesundheit, indem Sie artgerechtes rohes Futter füttern. Geben Sie wichtige Nährstoffe und Futterergänzungsmittel hinzu, die der Maulgesundheit zugute kommen. Dies sind inbesondere entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren, Petersilie, Propolis, Chlorella und bestimmte Algen. 

Überprüfen Sie das Maul Ihres Hundes wöchentlich. Auf diese Weise können Sie Problembereiche schnell erkennen, damit Sie
diese Tipps verwenden können, um bei auftretenden Problemen zu helfen.

Wie halten Sie es mit der Zahnpflege Ihres Hundes? Schreiben Sie gern in die Kommentare.

Autorin

Hildegard Ockenfels

Mitbegründerin von BESTE KUMPELS. Sie arbeitet als Futterexpertin und -coachin, Raw Dog Food Nutrition Specialist & Theta Healing Practioner, um Hunden, Katzen und ihren Menschen zu helfen, gesund zu bleiben. Zusätzlich berät Hildegard Kund*innen in Kräuterkunde & Homöopathie für Hunde und Katzen. Sie lebt zusammen mit ihrer Frau und den zwei Hündinnen Lilly & Pepper im Ruhrgebiet.

Teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.