Enzyme für Hunde: Natürliche Hilfe bei Verdauungsproblemen
Hunde und Katzen produzieren von Natur aus eigene Verdauungsenzyme. Diese Enzyme sind lebensnotwendig, denn sie helfen dabei, Futter in kleinste Einheiten zu zerlegen. Sie sind also für die endgültige Verdauung von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten zuständig. Wenn die Enzymproduktion gestört ist, hat das Folgen für die allgemeine Gesundheit deiner Fellnase.
Inhaltsverzeichnis
Wie Enzyme für Hunde die Verdauung unterstützen & Nährstoffe freisetzen
Verdauungsenzyme werden hauptsächlich von der Bauchspeicheldrüse deines Hundes produziert. Während das Futter vom Magen in den Dünndarm wandert, setzt die Bauchspeicheldrüse Enzyme frei, die auf Fette, Kohlenhydrate und Proteine wirken. Sie bauen die verschiedenen Nahrungsbestandteile ab und setzen Nährstoffe frei, damit der Darm sie aufnehmen kann. Verdauungsenzyme sind in verschiedene Gruppen eingeteilt:
Amylase: Warum dieses Enzym für Hunde wichtig ist
Amylase ist ein wichtiges Verdauungsenzym, das vorwiegend im Pankreas deines Hundes produziert wird. Seine Hauptaufgabe besteht darin, komplexe Kohlenhydrate wie Stärke und Glykogen in einfachere, leichter verdauliche Zuckerarten zu zerlegen.
Pepsin beim Hund: Das Enzym für die Eiweißverdauung
Pepsin ist ein Enzym, das hauptsächlich im Magen von Hunden vorkommt und eine wichtige Rolle bei der Verdauung spielt. Es wird von den Belegzellen in der Magenschleimhaut produziert und ist maßgeblich an der Aufspaltung von Proteinen beteiligt. Pepsin beginnt seine Arbeit bereits im sauren Milieu des Magens, wo es große Proteinmoleküle in kleinere Fragmente zerlegt. Diese Fragmente können dann von anderen Verdauungsenzymen weiter abgebaut und in ihre Bestandteile, die Aminosäuren, aufgespalten werden. Auf diese Weise ermöglicht Pepsin dem Hund, Proteine aus seiner Nahrung effizient zu verwerten und wichtige Nährstoffe aufzunehmen.
Lipase für Hunde: Das Enzym für eine gesunde Fettverdauung
Lipase ist ein Enzym, das eine wesentliche Rolle bei der Fettverdauung von Hunden spielt. Es wird im Pankreas produziert und in den Dünndarm abgegeben. Lipase hilft dabei, die in der Nahrung enthaltenen Fettmoleküle in kleinere Bestandteile aufzuspalten. Dieser Prozess ist entscheidend, da Hunde ihre Energie hauptsächlich aus Fetten gewinnen. Durch die Arbeit der Lipase können die Fette effizienter abgebaut und in essenzielle Nährstoffe umgewandelt werden, die der Hund für seine Gesundheit benötigt.
Enzyme können auch ganz natürlich in der Nahrung vorkommen. Einige rohe Früchte wie Bananen, Mango, Papaya, Ananas oder Kiwi enthalten von Natur aus viele Enzyme. Aber durch den Anbau auf ausgelaugten Böden und unter einer Weiterverarbeitung unter Hitzeeinwirkung (zum Beispiel durch Trocknen), gehen diese Enzyme verloren.
Wissenswertes zur Fettverdauung: Lipase und Gallensäuren
Bei der Verdauung von Fetten spielt nicht nur das Enzym Lipase eine entscheidende Rolle, sondern auch Gallensäuren sind unerlässlich. Die Lipase spaltet Fette in kleinere Bestandteile, damit der Körper sie aufnehmen kann. Doch bevor die Lipase ihre Arbeit effektiv verrichten kann, müssen die Fette emulgiert werden – und genau hier kommen die Gallensäuren ins Spiel. Diese werden in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert, um dann bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben zu werden. Gallensäuren zerteilen die großen Fettmoleküle in winzige Tröpfchen, was die Angriffsfläche für die Lipase vergrößert und die Fettverdauung effizienter macht. Nur durch das Zusammenspiel von Lipase und Gallensäuren kann der Körper die wertvollen Fettsäuren und fettlöslichen Vitamine optimal nutzen. Noch mehr zu diesem spannenden Thema findest du in unserem Artikel Gallensäurenverlustsyndrom beim Hund.
Wann und warum sind Enzyme für Hunde wichtig?
Die Gabe von zusätzlichen Enzymen oder Verdauungshilfen kann bei Hunden einige Vorteile bieten. Manchmal können keine ausreichenden Mengen an Verdauungsenzymen produziert werden. Dies kann beispielsweise bei älteren Hunden und Katzen vorkommen, bei bestimmten Erkrankungen oder nach Operationen. Die Zugabe von Verdauungsenzymen kann helfen, die Verdauung zu unterstützen und damit die Aufnahme von Nährstoffen zu verbessern. Ebenso können zusätzliche Verdauungsenzyme auch Hunden und Katzen mit empfindlichem Magen oder Verdauungsproblemen nützen, indem sie dabei helfen, die Nahrung effizienter abzubauen und Magen-Darm-Beschwerden zu verbessern.
Bei Enzymmangel in der Nahrung
Wenn durch zu hohe Temperaturen die natürliche Form der Enzyme zerstört ist, verlieren sie ihre Funktionsfähigkeit. Daher fehlen bei jedem erhitzten Futter wie Trockenfutter, Nassfutter und getrockneten Leckerlis die natürlichen Verdauungsenzyme. In diesem Fall muss die Bauchspeicheldrüse alle Enzyme selbst bereitstellen, die zur Verdauung der Nahrung benötigt werden. Das kann schnell zu einer Überlastung des Organs und des gesamten Verdauungssystems führen. Trockenfutter enthält außerdem viel mehr Kohlenhydrate als die natürliche Beute von Hund oder Katze. Und tatsächlich fehlen bei Hunden und Katzen die Amylasen für die Kohlenhydratverdauung im Speichel – ein weiterer Hinweis darauf, dass die Verdauung großer Kohlenhydratmengen von Natur aus nicht vorgesehen ist.
Enzyme bei lang anhaltenden Verdauungsstörungen
Enzyme können Stress in den Verdauungsorganen reduzieren, indem sie helfen, Eiweiß, Stärke und Fett in kleinste Teile aufzuspalten. Durch diese Maßnahme können sich Symptome wie Blähungen, Aufstoßen oder Sodbrennen verringern. Es ist aber wichtig, die Ursachen von chronischen Verdauungsproblemen zu finden und diese gezielt zu behandeln. Wenn dein Hund regelmäßig unter Magen-Darm-Beschwerden leidet, funktioniert das Verdauungssystem nicht richtig. Solche Symptome können vielfältig sein, unter anderem häufiges Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung, Blähungen oder Appetitlosigkeit. Manchmal können diese Symptome auch durch eine tieferliegende Erkrankung wie entzündliche Darmerkrankungen (IBD), Futtermittelunverträglichkeit oder Parasiten verursacht werden.
Indem du die Ursache der Symptome identifizierst, kannst du nicht nur das Leiden deines besten Kumpels lindern, sondern auch verhindern, dass sich die Erkrankung verschlimmert. Eine frühzeitige Diagnose und eine gezielte Behandlung können zu einer Verbesserung der Verdauungsfunktion führen, die Aufnahme von Nährstoffen fördern und das allgemeine Wohlbefinden wiederherstellen. Daher ist es von großer Bedeutung, bei allen Verdauungsstörungen die Ursache zu finden und eine angemessene Behandlung einzuleiten.
Sodbrennen beim Hund: Wie Enzyme und Magensäure zusammenhängen
Eine Rückbildung von Magensäure kann durch Erkrankungen, durch das Älterwerden oder die regelmäßige Gabe von Arzneimitteln und Magensäureblockern entstehen. Wenn zu wenig Magensäure produziert wird und der pH-Wert innerhalb des Magens verändert ist, kann das Futter nicht mehr optimal verdaut werden. Es werden dann obendrein zu wenig Enzyme produziert. Das kann zu anhaltendem Sodbrennen bei Hund und Katze führen. Außerdem können durch eine schlechte Verdauungsleistung viele Nährstoffe nicht freigesetzt werden. Das führt auf Dauer zu einem massiven Nährstoff- und Enzymmangel. Zusätzliche Verdauungsenzyme können die Verdauung deines Hundes und deiner Katze daher nur verbessern. Sie unterstützen eine normale Säureproduktion und die allgemeine Nährstoffaufnahme. Dein Hund leidet unter Sodbrennen? Dann lies gern dazu meinen Artikel Sodbrennen beim Hund.
Bei Lebererkrankungen und anderen Gesundheitsbeschwerden
Es gibt einige Erkrankungen, bei denen die nötigen Verdauungsenzyme nicht mehr in ausreichender Menge hergestellt werden können. Hunde mit Leberproblemen haben oft Probleme mit der Herstellung der wichtigen Verdauungsenzyme. Auch entzündliche Erkrankungen wie IBD, Leaky-Gut-Syndrom oder SIBO können die Enzymproduktion erheblich beeinträchtigen.
Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) beim Hund: Ursachen & Enzymtherapie
Wenn Tierärzte über einen chronischen Mangel an Enzymen bei Hunden und Katzen sprechen, beziehen sie sich in der Regel auf die exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI). Unter einer Pankreasinsuffizienz versteht man die Unfähigkeit der Bauchspeicheldrüse, die für die Verdauung notwendigen Enzyme in ausreichender Menge herzustellen. Dies erfordert die Gabe von Enzymen. Diese Enzyme werden am besten mit dem Futter gegeben.
Enzymmangel beim Hund: Symptome & Anzeichen
- Blähungen
- Aufstoßen
- Durchfall
- Verstopfung
- Mangelnde Vitalität
- Schilddrüsenprobleme
- Stumpfes Fell
- Haarausfall
- Maulgeruch
- Sodbrennen
- Bauch gurgeln oder Magenknurren
- Bauchschmerzen
- Übelriechender Kot
- Ungewöhnliche Kotfarbe
- Unverdautes Futter im Kot
Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund: Wie Enzyme helfen können
Aus ganzheitlicher Sicht wird eine Pankreatitis durch mehrere Faktoren verursacht. Allerdings tritt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung erfahrungsgemäß eher bei Tieren auf, die lange mit Trockenfutter ernährt wurden. Solche stark verarbeiteten Futtermittel können die Bauchspeicheldrüse überlasten und entzünden. Diese Entzündung aktiviert die Ausschüttung der Verdauungsenzyme vorzeitig, was eine sogenannte „Selbstverdauung“ auslösen kann. Bei einer Pankreatitis wird zwischen „akut“ und „chronisch“ unterschieden.
Auftretende Symptome einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung:
- Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen im Oberbauch und Rücken
- Chronischer Durchfall
- Gewichtsverlust
- Mangelnde Vitalität, Apathie
Typische Symptome einer EPI beim Hund:
- Sogenannte „Gebetsstellung“
- Auffällige Blutwerte
- Darmdysbalance
- Chronischer Durchfall, oft hell, breiig und übel riechend
- Gewichtsverlust, trotz normalem oder sogar erhöhtem Appetit
- Gesteigerter Hunger (Polyphagie)
- Schlechte Fellqualität
- Blähungen und Bauchgeräusche
- Koprophagie (Kotfressen)
Mögliche Ursachen einer Pankreatitis:
Ernährungsbedingte Ursachen:
- Fettige Nahrung: Plötzliche Aufnahme von sehr fetthaltigem Futter (z. B. Speisereste, fettes Fleisch, Unrat) ist ein häufiger Auslöser.
- Mangel an Verdauungsenzymen: Kann die Bauchspeicheldrüse überlasten.
- Industrielles Trockenfutter: Steht im Verdacht, mitverantwortlich für Pankreatitis zu sein, da es oft keine natürlichen Enzyme enthält.
Medizinische Ursachen:
- Hormonelle Erkrankungen: Zum Beispiel Morbus Cushing oder Schilddrüsenprobleme.
- Übergewicht: Erhöht das Risiko einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse deutlich.
- Hyperlipidämie: Zu viele Blutfette können eine Pankreatitis begünstigen.
- Genetische Veranlagung: Manche Rassen wie Schäferhunde, Yorkshire Terrier oder Cocker Spaniel haben ein erhöhtes Risiko.
- Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen können die Bauchspeicheldrüse schädigen.
Medikamentöse Ursachen:
- Kortikosteroide (z. B. Prednisolon): Können in seltenen Fällen eine Pankreatitis fördern.
- Bestimmte Antibiotika oder Entwurmungsmittel: Stehen im Verdacht, die Bauchspeicheldrüse zu reizen.
Weitere mögliche Ursachen:
- Trauma oder Schock: Starke Erschütterungen oder Unfälle können zu Schäden an der Bauchspeicheldrüse führen.
- Vergiftungen: Bestimmte Gifte oder Toxine (z. B. Schimmelpilze) können Entzündungen auslösen.
Pankreatitis beim Hund: Ernährung & Enzyme zur Unterstützung
- Stelle das Futter auf eine vollwertige und frische Ernährung um. Zu Beginn der Umstellung sollten die Zutaten gedünstet oder gekocht sein. Verwende im Futter vorwiegend grünes Blattgemüse, Algen und Gräser
- Gib Verdauungsenzyme für Hunde und natürliche Mikronährstoffe hinzu
- Unterstütze das Verdauungssystem deines Hundes mit Probiotika. Achtung bei SIBO: Hier kann die Gabe von Darmbakterien die Symptomatik verschlechtern.
- Verwende pflanzliche Omega-3-Fettsäuren im Futter
- Bei einer akuten Pankreatitis oder einem Pankreatitis-Schub solltest du deinen Hund 24–48 Stunden fasten lassen, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten. Füttere danach eine Mischung aus circa 50 % gekochtem, magerem Putenfleisch (oder je nach Allergie verträglichem, fettarmen Fleisch) und 50 % Kürbis.
Tiere mit EPI oder einer massiven Bauchspeicheldrüsenschwäche entwickeln häufig eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO). Dies liegt daran, dass unverdaute Nahrung in den Dünndarm gelangt und dort Bakterien nährt, die dort normalerweise nicht leben.
Enzyme für Hunde mit Allergien: Wie sie die Verdauung verbessern
Verdauungsenzyme können auch bei Hunden und Katzen mit Allergien eine wichtige Rolle spielen. Allergien resultieren in vielen Fällen aus einer gestörten Verdauungsleistung, da das Immunsystem auf zu große und schlecht verdaute Bestandteile aus der Nahrung reagiert. Das kann zu Entzündungen im Verdauungstrakt führen. In solchen Fällen können zusätzliche Verdauungsenzyme helfen, die Belastung des Verdauungssystems zu reduzieren. Indem die Nahrung effizienter abgebaut wird, können potenziell allergene Bestandteile schneller und gründlicher ausgeschieden werden, wodurch auch die allergische Reaktion und die damit verbundenen Symptome gemildert werden können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die bloße Verwendung von Verdauungsenzymen eine Allergie nicht heilen kann. Identifiziere die allergieauslösenden Bestandteile in der Nahrung und vermeide diese, um langfristig eine Linderung der Allergiesymptome zu erreichen.
Welche Enzyme für Hunde sind die besten?
Verdauungsenzyme für Hunde – was sie leisten und wann sie sinnvoll sind
Nicht jedes Enzym passt zu jedem Hund. Und manchmal braucht es gar nicht viel – nur den richtigen Impuls zur richtigen Zeit, damit der Bauch deiner Fellnase wieder ruhig und zufrieden arbeiten kann.
Warum Enzyme nicht gleich Enzyme sind
Die Auswahl der passenden Verdauungsenzyme ist ein wenig wie das Finden des richtigen Schlüssels zum richtigen Schloss. Jeder Hund hat seine ganz eigenen Verdauungsbedürfnisse, abhängig von Alter, Rasse, Gesundheitszustand und natürlich davon, was gerade im Magen-Darm-Trakt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen: Was steckt wirklich hinter den Beschwerden? Ist es eher der Magen, die Bauchspeicheldrüse oder der Darm, der Unterstützung braucht?
Wenn du das weißt, kannst du gezielt handeln – und deinem Hund genau die Enzyme geben, die ihn wirklich weiterbringen. Achte dabei unbedingt auf die Qualität der Produkte: kurze Zutatenlisten, keine künstlichen Zusätze, gut verträgliche Rezepturen. Dann können Enzyme ihre Aufgabe auch wirklich erfüllen. Nämlich die Verdauung deines Hundes spürbar zu entlasten und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
Pankreasenzyme – wenn die Bauchspeicheldrüse Hilfe braucht
Pankreasenzyme stammen meist aus der Bauchspeicheldrüse vom Schwein oder Rind. Sie sind sehr wirksam, weil sie eine hohe Konzentration an Verdauungsenzymen enthalten. Gerade bei Hunden mit einer nachgewiesenen Schwäche der Bauchspeicheldrüse wie z. B. bei EPI (Exokrine Pankreasinsuffizienz) – können sie unverzichtbar sein.
Doch genau weil sie so konzentriert wirken, sind sie nicht für jeden Hund geeignet. Vor allem sensible Tiere können mit Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen reagieren – besonders dann, wenn die Enzyme zu hoch dosiert oder ohne Futter gegeben werden. Daher mein Rat: immer gut mit der Mahlzeit vermischen und die Dosierung langsam anpassen. Und wenn du unsicher bist, lieber einmal mehr fachlichen Rat einholen.
Pflanzliche Verdauungsenzyme für Hunde und Katzen – sanfte Helfer aus der Natur
Eine natürlichere Alternative sind pflanzliche Enzympräparate. Sie stammen z. B. aus Ananas, Papaya oder fermentierten Pilzen – und sind oft besser verträglich als tierische Enzyme. Besonders bei Hunden mit empfindlichem Magen oder älteren Tieren, deren eigene Enzymproduktion nachlässt, haben sie sich bewährt.
Diese Enzyme unterstützen nicht nur die Verdauung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten, sondern können gleichzeitig auch entzündungshemmend wirken. Das ist besonders hilfreich bei chronischen Magen-Darm-Beschwerden, Unverträglichkeiten oder einfach bei älteren Hunden, deren körpereigene Enzymproduktion nachgelassen hat.
Mein Tipp: Pflanzliche Enzyme sind vielseitig einsetzbar: beim Barfen, bei Futterumstellungen, nach Antibiotikagaben oder in stressigen Lebensphasen. Sie sind gut verträglich, sanft zum Bauch und können deinem Hund helfen, sich wieder wohler zu fühlen. Aber bitte: Enzyme sind keine Schlankmacher. Auch wenn sie manchmal beim Fettstoffwechsel oder bei träger Verdauung helfen – die Ursache für Übergewicht sollte immer individuell angeschaut werden. Wie dein Tier gesund abnehmen kann, habe ich in meinem Blog-Artikel zum Thema Übergewicht zusammengefasst.
Haben Enzyme für Hunde Nebenwirkungen? Das solltest du wissen
Enzymreiche Futterergänzungen sind hervorragend verträglich und nützlich. Anfangs kann es in wenigen Fällen zu Nebenwirkungen wie Blähungen oder Durchfall kommen. Wenn zu viele Enzyme gefüttert oder die Dosierungsempfehlungen insgesamt ignoriert werden, können ebenfalls Nebenwirkungen auftreten. Reduziere die Dosis in diesem Fall, bis sich der Körper an die neue Verdauungsunterstützung gewöhnt hat. In einigen Fällen können auch Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen auftreten. Entscheide dich daher für Produkte ohne lange Zutatenlisten.
Mythos: Enzyme für Hunde machen die Bauchspeicheldrüse faul
Es hält sich das Gerücht, dass die Gabe von Verdauungsenzymen dazu führt, dass die Bauchspeicheldrüse keine eigenen Enzyme mehr produziert.
Doch so pauschal stimmt das nicht.
Ein gesunder Hund mit einem intakten Verdauungssystem und einer artgerechten Ernährung braucht keine zusätzlichen Enzyme – das ist richtig. Seine Bauchspeicheldrüse produziert in der Regel alles, was er zur Verdauung benötigt. Und genau deshalb setze ich Enzyme auch nicht leichtfertig ein.
Aber die Realität sieht oft anders aus:
Viele unserer heutigen Hunde leiden unter den Folgen von Fertigfutter, Überzüchtung, Medikamentengaben, Impfbelastungen oder einer gestörten Darmflora. Manche kommen sogar schon mit einem schwachen Verdauungssystem auf die Welt. In solchen Fällen arbeitet die Bauchspeicheldrüse nicht mehr optimal – und der Körper freut sich über gezielte Unterstützung von außen.
Praxisalltag: Wenn Symptome bleiben
Ich sehe es immer wieder in meiner Beratung: Hunde, die über Monate oder sogar Jahre hinweg mit Medikamenten gegen Magenschmerzen, Allergien oder Verdauungsprobleme behandelt werden – ohne dass sich wirklich etwas verbessert. Oft wird von Termin zu Termin nur an den Symptomen herumgedoktert.
Dabei wäre es so wichtig, endlich die Ursachen in den Blick zu nehmen: Wie ist der Darm aufgestellt? Wie sieht die Ernährung aus? Gibt es Belastungen, die das Verdauungssystem schwächen? Und kann ein Enzympräparat vielleicht genau hier ansetzen?
Natürliches Futter mit Enzymen für Hunde: So unterstützt du die Verdauung
Unterstüze deine Fellnase täglich mit frischen Zutaten. Rohes Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten oder guter Erzeugung ist eine hervorragende Quelle für natürliche Verdauungsenzyme. Das sind:
- Ananas
- Papaya
- Mango
- Kiwis
- Kefir & Joghurt aus Schafs- oder Ziegenmilch
- Fermentiertes Gemüse
- Apfelessig
- Rohhonig
Beachte: Katzen haben einen anderen Ernährungsbedarf als Hunde. Sie sind nahezu zu 100 % Fleischfresser. Ich empfehle daher, deine Katze nur gelegentlich mit etwas Ziegenkefir zu verwöhnen.
Fazit: Enzyme für Hunde – Ein wichtiger Baustein für die Verdauung
Die Verdauung ist ein hochkomplexes System, das für die Gesundheit deines Hundes essenziell ist. Enzyme spielen dabei eine zentrale Rolle, denn ohne sie können Nährstoffe nicht richtig verwertet werden. Ein gesunder, artgerecht ernährter Hund mit einer intakten Darmflora produziert in der Regel selbst genügend Verdauungsenzyme. Doch in der heutigen Realität sieht das oft anders aus.
Viele Hunde werden nicht optimal gefüttert, sind durch industrielle Nahrung enzymarm ernährt oder leiden bereits in jungen Jahren an Verdauungsproblemen. Genetische Faktoren, Umwelteinflüsse und chronische Erkrankungen wie Pankreatitis, exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) oder Allergien tragen zusätzlich dazu bei, dass das Verdauungssystem nicht mehr einwandfrei arbeitet. In diesen Fällen kann eine gezielte Supplementierung mit Enzymen helfen, die Verdauung zu entlasten, Beschwerden zu lindern und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
Dennoch gilt: Enzyme sind kein Allheilmittel und sollten gezielt eingesetzt werden. Sie ersetzen keine artgerechte Ernährung, sondern ergänzen sie sinnvoll, wenn die körpereigene Produktion nicht ausreicht oder das Verdauungssystem bereits geschädigt ist. Wer bei anhaltenden Beschwerden wie Magenschmerzen, Bauchgrummeln, Durchfall, Hautproblemen oder chronischen Entzündungen nur auf symptomatische Behandlungen setzt, übersieht die eigentliche Ursache.
Ich erlebe in meiner Praxis immer wieder, dass Hunde jahrelang medizinisch behandelt werden – oft mit Medikamenten gegen Sodbrennen, Allergien oder Magen-Darm-Problemen – ohne dass sich eine wirkliche Besserung einstellt. Dabei wäre der richtige Ansatz, die Verdauung ganzheitlich zu betrachten, Ursachen zu erforschen und gezielt zu behandeln.
Wenn dein Hund Verdauungsprobleme hat, lohnt es sich, den Blick über die klassische Schulmedizin hinauszuwagen: Ernährung optimieren, Ursachen suchen und gezielt unterstützen – damit dein Hund ein beschwerdefreies Leben führen kann.
Alles Liebe, deine Hildegard.




39 Antworten
Hallo Hildegard!
Hättest Du einen Rat für meinen Hund? Ich kopiere aus dem Bericht: „Auffällig ist eine Schwäche der enzymatischen Verdauung. Eine bakterielle Belastung im Zwölffingerdarm verursacht eine Entzündung die wiederum die enzymatische Verdauung einschränkt und zu Verdauungsproblemen führt und zum anderen das Immunsystem schwächt.“
Wie kann meinem Hund helfen?
Danke und viele Grüße
Elena
Liebe Elena,
wenn die enzymatische Verdauung geschwächt ist, fehlt dem Körper schlicht das Werkzeug, die Nahrung sauber aufzuspalten. Gleichzeitig betrifft das Problem den Zwölffingerdarm, dort, wo Bauchspeicheldrüse, Galle und erste Verdauungsprozesse zusammenkommen. Kommt dort noch eine bakterielle Fehlbesiedlung dazu, entsteht ein Kreislauf: Entzündung → schlechtere Enzymleistung → unvollständige Verdauung → noch mehr Fehlgärung.
Was wichtig ist:
1. Enzyme gezielt einsetzen
Gib zu jeder Mahlzeit Verdauungsenzyme dazu. Nicht punktuell, sondern konsequent – das ist hier der Schlüssel.
So entlastest du den Körper sofort und unterbrichst den Kreislauf.
2. Fütterung vereinfachen
Je klarer die Ration, desto besser kann sich das System beruhigen.
→ gut verdauliche, reduzierte Fleischkomponenten wie reines Muskelfleisch: https://www.beste-kumpels.com/fleischwurst-fuer-hunde
→ keine ständigen Wechsel
3. Zwölffingerdarm beruhigen
Hier geht es nicht nur um „Darmflora“, sondern um Schleimhaut + Entzündung.
Unterstützend wirken z. B.:
– Schleimstoffe (z. B. Ulmenrinde)
– gezielte Darmpflege, aber nicht sofort mit „vollen“ Probiotika starten
4. Bakterielle Belastung ernst nehmen
Dies ist nicht nur ein klassisches „Darmflora-Thema“, sondern eine Fehlbesiedlung im oberen Dünndarm. Deshalb: erst beruhigen und regulieren – dann gezielt aufbauen.
5. Immunsystem nicht separat behandeln
Das reguliert sich in diesem Fall über den Darm. Wenn die Verdauung wieder greift, zieht das Immunsystem meist automatisch nach.
Wichtigster Punkt für dich:
Die Enzyme sind nicht „nice to have“, sondern die direkte Unterstützung an der Ursache.
Wenn du magst, schreib mir kurz, was dein Hund aktuell frisst und ob du schon Enzyme gibst, dann kann ich dir das etwas konkreter einordnen.
Alles Liebe,
Hildegard
Hallo, meine Hündin Luna – Ende Januar wird sie 5 Jahre alt – hat seit rund 2 Jahren immer wieder sehr weichen Kot. Manchmal auch Durchfälle, aber in der Regel ist der Kot wabbelig, weich, aber geformt. In der Folge verstopfen regelmäßig die Analdrüsen, de wir immer wieder ausdrücken lassen müssen. Ich war bei zwei verschiedenen Tierärzten, die alle Futtermittelunverträglichkeit diagnostiziert haben. Allergietests haben angeblich ergeben, dass Luna gegen jede Menge allergisch ist. Eine Odyssee von hilflosen Versuchen Luna zu helfen. Wir haben Diätfutter ausprobiert – es bleibt wie es ist. Nun habe ich mich kürzlich zu einer Mikrobiom Analyse entschlossen und siehe da – ihre Werte der „Pankreatische Elastase (EIA) sind unterirdisch: nur 6.29 ng/g! Alle anderen Darmwerte sind im Normbereich. Die Tierärztin hat nun gemeint, man solle noch eine Blutanalyse hinterherschicken, um den Wert zu verifizieren. Anschließend soll Luna Pankreasenzyme vom Schwein bekommen. Dabei ist mir alles andere als wohl… was raten Sie mir?
Hallo, danke fürs Teilen von Lunas Geschichte. Ein Pankreas-Elastase-Wert von ca. 6 ng/g wirkt tatsächlich extrem niedrig. Meine eigene Schäferhündin liegt sogar bei 3 – sie hat aber keinerlei Beschwerden und kommt mit rein pflanzlichen Enzymen sehr gut zurecht. Das zeigt, wie individuell solche Werte bewertet werden müssen und dass nicht jeder Hund automatisch klassische Symptome entwickelt.
Was mich allerdings stutzig macht: Wenn die Verdauung so deutlich eingeschränkt ist, ist die Aussage „alle anderen Werte normal“ eher ungewöhnlich. Wurde vom Kot auch eine mikroskopische Nahrungsausnutzung erstellt? In der Regel sieht man deutliche Veränderungen im Mikrobiom, weil der Darm schlicht nicht optimal arbeiten kann. Das würde auch die Analdrüsen-Problematik weiter erklären.
Am Ende ist es eine individuelle Entscheidung, ob man tierische oder pflanzliche Enzyme nutzt – wichtig ist im ersten Schritt, dass die Verdauung wieder rund läuft und die Enzyme gut vertragen werden.
Alles Liebe,
Hildegard
Liebe Hildegard, vielen Dank für deine prompte Antwort. Tja, dafür, dass der EPI so extrem niedrig, geht es Luna tatsächlich ganz gut. Sie ist munter und hat viel Freude an der Nahrungsaufnahme. Auch ist sie keineswegs zu dünn. Ja, ich denke auch, diese Werte müssen individuell gesehen werden. Ob bei der Laboruntersuchung eine mikroskopische Nahrungsausnutzung erstellt wurde, weiß ich nicht bzw. kann es schlecht beurteilen. Welche Laborwerte sind denn dafür zuständig? Ich habe die Laborergebnisse vorliegen, verstehe aber auch nicht alles, was dort steht. Ich habe nun, da der nächste Tierarzt Termin erst Mitte Januar stattfindet, bei euch die Enzyme bestellt. Ich denk, damit ich nichts falsch machen. Wie siehst du das? Macht es Sinn die Enzyme langsam einzuschleichen?
herzliche Grüße
Ulli
Hallo,
ich habe einen Hund der mit Hefepilzbakterien im Darm zu kämpfen hat. Ich habe nach viel Recherche gelesen, dass es um den Biofilm aufzubrechen, Enzyme notwendig sind.
Habt ihr damit Erfahrung?
Hallo Ina und danke für deine gute Frage – ja, das ist vollkommen richtig.
Enzyme spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Biofilme im Darm aufzulösen und die Verdauungsleistung insgesamt zu verbessern. Gerade bei einer Überlastung durch Hefepilze empfehle ich grundsätzlich eine Unterstützung mit Verdauungsenzymen, da sie helfen, Nahrungsreste besser aufzuspalten und so das Milieu für unerwünschte Mikroorganismen zu verändern.
Pilze sind prinzipiell Teil eines komplexen ökologischen Systems im Darm. Eine übermäßige Vermehrung ist meist ein Zeichen dafür, dass der Organismus Stoffwechselmüll oder Toxine abbauen muss und die Balance zwischen Bakterien, Pilzen und Schleimhaut aus dem Gleichgewicht geraten ist. Deshalb ist es wichtig, nicht nur den Pilz selbst zu kontrollieren, sondern das gesamte Milieu zu regulieren – also Verdauung, Schleimhaut, Ernährung und Enzymaktivität gemeinsam zu betrachten.
In solchen Fällen hat sich eine Kombination aus Verdauungsenzymen, einer gezielten Darmsanierung und einer angepassten, leicht verdaulichen Fütterung sehr bewährt.
Alles Liebe, Hildegard
Hallo Hildegard, bei unserer Luna wurde eine Pankreas Entzündung festgestellt und im kot das ihr Enzyme fehlen ,füttere seid einer guten Woche Almazyme h d seid sie das früh und abends ins Futter bekommt stinkt sie aus dem Maul als hätte sie Kacke gefressen auch das Fell richt als hätte sie sich irgendwie in Kacke gewälzt, was soll ich tun Tierarzt ist erst nächste Woche wieder da, vielen Dank
Liebe Grüße Monika Hitz und Luna
Liebe Monika,
wenn der Geruch erst seit der Gabe des neuen Produkts aufgetreten ist, kann das tatsächlich auf eine Unverträglichkeit gegenüber den tierischen Enzymen hindeuten. Das kommt vor – besonders, wenn ein Hund empfindlich auf bestimmte tierische Eiweißquellen reagiert. Auch denkbar ist, dass die Dosierung oder Kombination mit dem aktuellen Futter noch nicht optimal passt. Wenn die Enzyme zu stark oder zu schwach dosiert sind, oder wenn das Futter nicht zu Luna passt, kann es zu unvollständiger Verdauung kommen – und das führt dann häufig zu starkem Maul- oder Fellgeruch.
Du kannst Folgendes versuchen:
Beobachte, ob der Geruch nachlässt, wenn du die Enzyme testweise für 1–2 Tage pausierst – das kann ein wichtiger Hinweis auf eine Unverträglichkeit sein.
Sollte Luna zusätzlich Durchfall, Appetitlosigkeit oder Schmerzen zeigen, wäre ein früherer Tierarztbesuch ratsam.
Ich wünsche Luna gute Besserung und hoffe, dass sich alles schnell stabilisiert.
Alles Liebe,
Hildegard
Hallo Hildegard, vielen lieben Dank für deine Empfehlung ich werde es mal übers Wochenende weg lassen und nächste Woche zum Tierarzt gehen, danke Monika und Luna
ich möchte noch ergänzen, dass ich seit 8 Monaten eine Ernährungsberatung für sie habe, sie bekommt aktuell 150g mittelfettes Schweinefleisch 150g Kartoffeln oder 35g Nudeln 140g Karotten 10g 3-6-9- Öl 1 kapsel Algenöl 5g proNiere und als neue Zusätze eben die oben genannten wegen starkem Durchfall und einem sehr schlechten Wert im Kot Pankreatische Elastase PE-Kon. bei 3 statt über 40, welcher sich aber im Blut nicht bestätigt hat. Sascha wiegt 9,5 kg kastriert aus Rumänien seit 2,5 Jahren bei mir und hatte immer Probleme mit dem Futter – daher koche ich jetzt selbst und das funktionierte auch echt gut bis im Mai Durchfälle losgingen. Die sind aktuell im Griff
Liebe Marion,
vielen Dank für deinen Kommentar. Grundsätzlich ist es in einem sensiblen Fall ganz entscheidend, neue Ergänzungen immer einzeln und zeitversetzt einzuführen, idealerweise im Abstand von 7 bis 10 Tagen. Nur so lässt sich wirklich sicher ein Zusammenhang erkennen – auch beim Thema Fellverlust. Dass dieser nun büschelweise auftritt, kann viele Ursachen haben: von Hautreaktionen über Stoffwechselstörungen bis hin zu stressbedingtem Haarausfall.
Ob die Enzyme dafür verantwortlich sind, lässt sich leider nicht pauschal sagen – vor allem, wenn gleichzeitig andere Präperate neu gegeben wurden. Hier wäre es sinnvoll, zuerst das zuletzt eingeführte Präparat wieder wegzulassen und immer nur ein Produkt auf einmal zu testen. Was ich grundsätzlich anmerken möchte: Stärkereiche Zutaten wie Kartoffeln und Nudeln gehören meiner Überzeugung nach nicht zum natürlichen Beutespektrum eines Hundes. Sie können – besonders bei geschwächter Bauchspeicheldrüse und empfindlichem Mikrobiom – schnell zu Fehlgärungen führen und die mikrobielle Balance im Darm ungünstig verschieben. Gerade dann, wenn bereits eine chronische Problematik besteht.
Wurde neben der PE-Konzentration auch ein Kotprofil mit Mikrobiomanalyse und Nahrungsausnutzung erstellt? Das wäre sehr hilfreich, um besser einschätzen zu können, was im Hintergrund läuft – ein Ungleichgewicht in der Darmflora kann auch Fellverlust beeinflussen.
Alles Liebe für dich und Sascha,
Hildegard
Hallo tausend Dank für deine Rückmeldung.
KH hatte ich auch schon überlegt, ob das überhaupt Sinn macht. Meine erste EB hatte keine KH im Futterplan, da hatten wir dann aber nach 9 Wochen als Zufallsbefund ganz schlimme Nieren und Leberwerte, was auf den viel zu hohen Fleischanteil geschoben wurde. Ich bin wirklich verzweifelt, Jetzt habe ich schon EB eingeschaltet und koche selbst und trotzdem läuft irgendwie immer was in die falsche Richtung.
Mikroskopische Nahrungsausnutzung wurde mit bestimmt Stärke homog.gequollen, Sträke, Neutralfett, Fettsäure, Seifen, Muskelfasern, Bindegewebe, Elastische Fasern alles negativ
Nur PE-Konz. lag bei 3.00
Im Blut wurde das aber nicht bestätigt. Wenn ich mich recht erinnere, war hier der TLI Nachweis wichtig, der lag bei 22.4 Normwert 5-50
Was
Ich bin wirklich am verzweifeln, weil Sascha meiner Ansicht nach für einen Hund von 5 Jahren auch sehr schnell müde und schlapp wirkt, ob beim Gassi, beim Spielen oder im HoopersTraining. Sie rennt, hat Spaß, aber immer viel kürzer, als sogar ältere Hunde.
Ich danke für die Rückmeldung und werde wohl überlegen müssen, was ich wie weiter füttere.
Haarausfall hat sich etwas gebessert, VetBiom habe ich weggelassen, alles andere gebe ich weiter, sie braucht es ja angeblich für die Verdauung. In 4 Wochen wird erneut Blut und Kot untersucht.
Hallo meine Hündin bekommt Enzyme und Vetbiom sowie Novomineral seit 6 Tagen und hat nun extremen büschelweisen Fellverlust am linken Ohr.
Muss ich auch die Enzyme weglassen? Könnten sie auch dafür verantwortlich sein? Das linke Ohr hat kaum noch Fell
Hallo Hildegard, bei meiner 2 jährige Hündin Nissi wurde vor einem Jahr eine Pankreasinsuffizienz festgestellt. Wir kochen Huhn Muskelfleisch, Süßkartoffel und Zucchini für sie, mit Kokosmilch, etwas Kurkuma und etwas jodfreies Salz, sowie Omega 3 & 6 Öl dazu. Der B12 Spiegel ist seit kurzem, nach Injektionen und Tablettengabe, wieder ok. Sie bekommt auch Enzyme von Anifit. Sie hatte letztes Jahr 7 kg abgenommen. Sie hat inzwischen wieder ein gutes Gewicht, die 7 kg sind fast wieder drauf, sie ist schlank, aber ok. Sie bekommt bei einem Gewicht von 24,3 kg (Schäferhund Mischling) 1,5 kg Futter pro Tag. Im Rohzustand brauche ich pro Woche 7,5kg Huhn, 5 kg Süßkartoffel und 4 kg Zucchini, damit sie ihr Gewicht hält. Ist das normal bei einer Pankreasinsuffizienz? Oder kann es sein, dass das Verhältnis in den Enzymen anders sein müsste für sie? Wären die pflanzlichen vielleicht besser oder sind die überhaupt als alleinige Gabe bei Pankreasinsuffizienz angebracht? Danke, liebe Grüße, Claudia
Liebe Claudia, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, so ausführlich von Nissis Geschichte zu berichten. Dass sie nach so einem deutlichen Gewichtsverlust wieder stabil zugenommen hat und ihr Gewicht jetzt gut hält, ist ein starkes Zeichen dafür, dass ihr gemeinsam schon sehr viel richtig macht. Dein selbst zubereitetes Futter klingt gut durchdacht – leicht verdaulich und individuell abgestimmt. Was mir jedoch auffällt: Die von dir beschriebenen Futtermengen sind für einen Hund ihrer Gewichtsklasse eher am oberen Rand – besonders bei frisch gekochtem Futter. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die Nährstoffverwertung trotz Enzymgabe nicht ganz optimal läuft – etwa durch eine unvollständige Aufspaltung der Nährstoffe oder eine eingeschränkte Resorptionsfähigkeit im Darm.
Gleichzeitig ist es natürlich auch möglich, dass Nissi einfach einen sehr hohen Energiebedarf hat – etwa durch ein aktives Temperament, einen schnellen Stoffwechsel oder eine konstitutionelle Besonderheit. Dennoch lohnt es sich in so einem Fall, genauer hinzuschauen – vor allem, wenn dauerhaft große Futtermengen nötig sind, um das Gewicht zu halten. Denn das kann auf eine chronische Belastung des gesamten Verdauungstrakts hinweisen.
Sinnvolle nächste Schritte wären hier gezielte Untersuchungen zur Nahrungsausnutzung – also wie gut Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate tatsächlich aufgenommen werden. Auch eine Analyse der Gallensäuren im Kot kann Hinweise geben, ob die Fettverdauung ausreichend funktioniert. Und nicht zuletzt lohnt sich ein Blick auf das mikrobielle Gleichgewicht im Darm – denn ein gestörtes Mikrobiom kann die gesamte Verwertung beeinträchtigen. Für genau solche Fälle bieten wir unseren Darmcheck Plus an – ein umfassendes Laborprofil, das speziell auf Hunde mit chronischen Verdauungsproblemen abgestimmt ist. So bekommst du ein klareres Bild davon, was Nissi noch zusätzlich entlasten oder unterstützen könnte.
Herzliche Grüße und alles Gute für euch zwei,
Hildegard
Hallo Hildegard
Mit sehr viel Interesse hab ich deinen Artikel gelesen; schon seit Monaten suche ich nach Lösungen betreffend meiner 8 Jahre alten Hündin.
Emily hatte letztes Jahr eine Bauchspeicheldrüsenentzündung welche wir wieder gut ausheilen konnten. Seid dieser Zeit hat sie sehr häufig starke Bauchgeräusche, meistens einige Zeit nach dem Füttern oder bei leerem Magen.
Emily wird von Anfang an nach einem professionell erstellten Plan gebarft und ich gebe mir viel Mühe dabei. Verdauungsstörungen gab es so gut wie nie.
Vor zwei Jahren zeigten sich allergische Hautreaktionen (Rötungen) welche , so war zumindest unser Verdacht, durch einen Flohbefall ausgelöst wurden; die Rötungen besserten sich nicht und ich suchte nach weiteren Auslösern. Eine Ausschlussdiät brachte keine Ergebnisse;
Seit dieser Zeit sind die Symptome mal weg und wieder da. Ich habe während der ganzen Zeit eine sehr gute Tierärztin an meiner Seite, bin aber selbst unentwegt am forschen.
Emily ist in jeder Hinsicht eine sehr vitale Hündin; bis auf die Pankreatitis, die wir, sehr schnell erkannt und behandelt, schnell wieder im Griff hatten.
Was mich eben beunruhigt, sind die teilweise sehr lauten Geräusche in ihrem Bauch. Weitere Symptome hat sie nicht. Ihr Output ist vorschriftsgemäß, ihr Appetit ungezügelt, das Fell glänzt.
Ich gebe ihr seid der Entzündung eher mageres Muskelfleisch ( ca 15% Fettgehalt) , Pansen/Blättermagen, Innereien und fleischige Knochen. Bei Knochen greife ich inzwischen eher zu Hühnerhäsen, da sie nicht zu fest sind.
Kohlenhydrate bekommt sie eher wenig, meistens Kartoffeln oder Haferflocken; zusätzlich zu jeder Mahlzeit Flohsamenschalen. Neuerdings gebe ich ihr vor den Mahlzeiten Slippery elm. In den letzten Tagen habe ich ihre Futterration von 2 x täglich auf 3 x täglich umgestellt. Ich habe schon den Eindruck, dass die Geräusche weniger geworden sind. Das ist aber subjektiv und kann sich immer wieder ändern. Mein Eindruck ist, dass Emily während der Geräusche keine Schmerzen hat.
Enzyme bekam sie die ersten Wochen nach der Pankreatitis; seid dem nicht mehr. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich dadurch etwas entscheidend geändert hat. Ich habe aber Almyzyme noch mal bestellt.
Vllt sollte ich mal pflanzliche Enzyme probieren oder noch mehr enzymreiche Lebensmittel …. Vllt hast du ja auch eine Idee?
Einstweilen sag ich schon mal ganz herzlichen Dank für eine eventuelle Rückmeldung von dir.
Liebe Grüße Manuela
Hallo Manuela,
Bauchgeräusche können im Magen, wie auch im Darm entstehen. Hier könnten Störungen im Mikrobiom oder eine veränderte Verdauung nach der Pankreatitis eine Rolle spielen. Pflanzliche Enzyme sind in vielen Fällen eine gute Ergänzung und können helfen, die Verdauungsorgane zu entlasten. Was den Fettgehalt angeht: 15 % Fett im Fleisch ist nicht unbedingt „mager“. Ich rate zu einem Durchschnitt von bis zu 12 Prozent Fett in der gesamten Ration. Dieser Fettanteil sollte aber aus magerem (!) Muskelfleisch und weiteren gezielt ausgewählten Fetten zur zusätzlichen Energieversorgung bestehen. Das könnte auch für Emily eine Option sein. Zusätzlich würde ich dir eine Kotflora-Analyse inklusive Überprüfung der Nahrungsausnutzung empfehlen. So kannst du mehr über Emilys Verdauung erfahren und mögliche Ungleichgewichte im Darm besser einschätzen. Besonders nach einer Pankreatitis kann es wichtig sein, zu überprüfen, wie effizient Nährstoffe verwertet werden. Ich bin gespannt, wie sich die Umstellung bei ihr weiterentwickelt! Vielleicht magst du nach einiger Zeit berichten? Alles Liebe, Hildegard
Hallo,mein Hund hat eine IBD und eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz. Wir füttern schon seit gut 2 Jahren Almazyme HA für Hypoallergene Hunde und er bekommt auch Hypoallergrnisches Futter (Anallergenic von Royal Canin. Jetzt tauchte das Problem auf, dass mein Hund immer nach dem Fressen dolle Probleme hatte mit sehr vielem Speicheln. Das ging bis hin zu einer Wesensveränderung. Darauf hin waren wir nochmal in der Tierklinik zum Magenspiegeln. Dort kam raus,dass er 2 abgeheilte Geschwüre hatte und die Magenschleimhaut ganz doll entzündet ist. Vermutlich hervorgerufen von einer Unverträglichkeit. Jetzt sieht es so aus, dass mein Hund gegen die Enzyme, die ja aus dem Schwein gewonnen werden auch allergisch reagiert. Was habe ich jetzt für eine Alternative um ihm zu helfen? Er braucht die Enzyme. Ich habe 1 Jahr gebraucht, um die verlorenen 10kg die er damals abgenommen hatte , wieder auf ihn drauf zu bekommen. Ich bin so ratlos und unendlich traurig, da ich meinem Schatz doch einfach nur helfen will.
Hallo Antje, es tut mir wirklich leid zu hören, dass dein Hund krank ist. Es ist möglich, dass dein Hund auf Pankreasenzyme reagiert, aber auch auf das Futter selbst oder andere Komponenten deiner Fütterung. Denn bei Hunden mit Verdauungsproblemen kann industriell hergestelltes Futter zusätzliche Belastungen mit sich bringen. Vielleicht hast du in meinen anderen Blogartikeln schon gelesen, dass ich grundsätzlich eine selbst zusammengestellte Ernährung mit natürlichen Zutaten bevorzuge. Es könnte daher sinnvoll sein, nicht nur eine Alternative zu den bisherigen Enzymen zu suchen, sondern auch deine gesamte Fütterung zu überdenken. Eine leicht verdauliche Ernährung könnte den Verdauungstrakt entlasten und gleichzeitig helfen, die entzündete Magenschleimhaut zu beruhigen. Falls du dich weiter einlesen möchtest, möchte ich dir meinen Blogartikel zu diesem Thema empfehlen: Hundefutter bei IBD. Dort gehe ich genauer auf die Problematik ein und stelle Möglichkeiten vor, um die Verdauung deines Hundes bestmöglich zu unterstützen. Ich wünsche deinem Hund von Herzen gute Besserung und hoffe, dass ihr bald eine Lösung findet, die dauerhaft hilft. Alles Liebe, Hildegard
Hallo,
mein Hund ist 16 Jahre alt und seit einem Jahr hat er ganz schlimmen Heißhunger. Sogar in der Nacht will er fressen. Wenn er gefressen hat dreht er sich um und sucht sofort auf dem Boden weiter nach Futter. Die Bauchspeicheldrüsenwerte sind in Ordnung nur die Leberwerte leicht erhöht. Wären die Enzyme für ihn ratsam. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Hallo Monika,
trotz „unauffälliger“ Blutwerte kann dennoch eine Verdauungsschwäche vorliegen. Wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig Enzyme produziert, muss das nicht direkt im Blut sichtbar sein. In manchen Fällen bleiben die Blutwerte (z. B. Lipase und Amylase) im Normalbereich, obwohl die exokrine Funktion der Bauchspeicheldrüse eingeschränkt ist. Weiterhin können die Organe mit zunehmendem Alter ermüden, was zu einer sogenannten „altersbedingten Funktionsminderung“ führen kann. Diese Funktionseinschränkungen können je nach Organ unterschiedliche Symptome hervorrufen. Allerdings bedarf es hier einer genaueren Anamnese, um die richtige Behandlung und Unterstützung zu finden. Alles Liebe, Hildegard
Hallo, wir haben unseren Hund vor 2 Wochen von tierischen Pankrasenzymen auf die pflanzlichen Hildegard-Enzyme umgestellt.
Zunächst hat alles super geklappt, aber nach ca 1.5 Wochen hat der Hund plötzlich vermehrt Magenprobleme. Er frisst Gras, Magen rumort und er will ständig unbedingt etwas fressen.
Ausser die Gabe der Enzyme wurde nichts an der Futterzusammenstellung geändert.
Hund wiegt 32 kg und bekommt am Tag 3-4 Kapseln, aufgeteilt auf 3 Mahlzeiten (3 Mahlzeiten, weil er sonst auch generell Magenprobleme hat).
Können die pflanzlichen Enzyme eher zu einer Übersäuerung führen, als die tierischen? Wenn ich den Beitrag richtig gelesen habe, an sich ja nicht?
Wow, was für ein interessanter und vor Allem verständlicher Text. DANKE. Ich würde Sie gerne mal anschreiben wegen meiner Hündin. Wäre das on Ordnung? Sie machen mir grade echt Hoffnung.
Hallo Melanie, sehr gern. Schreiben Sie mir doch eine Nachricht an praxis(at)beste-kumpels.com. Ich freue mich! Alles Liebe, Hildegard
Hallo, meine Katze benötigt Enzyme. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sie die tierischen Enzyme nicht gut verträgt. Haben die pflanzlichen Enzyme die gleiche effektive Wirkung wie die tierischen?
Und kann es sein, dass die tierischen Enzyme reizend wirken, wenn man sie länger im Futter einweichen lässt?
Liebe Grüße, Melanie
Hallo Melanie, die Bauchspeicheldrüse produziert die meisten Verdauungsenzyme, die ein Tier benötigt. Da sich diese Enzyme also in der Bauchspeicheldrüse befinden, liefert eine Futterergänzung mit Bauchspeicheldrüsenextrakt wichtige Verdauungsenzyme wie Protease, Amylase und Lipase. In einigen Fällen werden aber tierischen Enzyme nicht gut vertragen, es kommt zu Blähungen, weichem Kot oder anderen Verdauungsstörungen. Du kannst die natürlichen Verdauungsenzyme deiner Katze auch durch die Fütterung von anderen enzymreichen Zutaten wie Pilzextrakten, Papain, Bromelain etc. steigern. Diese Zutaten findest du beispielsweise in unseren pflanzlichen Verdauungsenzymen: https://www.beste-kumpels.com/verdauungsenzyme-fuer-hunde Herzliche Grüße, Hildegard
Cooper leidet seit Junghundalter an einer zunehmenden Unverträglichkeit von schwerer oder behandelter Kost. Er reagiert mit massiven schleimigen, gelben Durchfällen und Bauchweh.
Ausserdem hatte er die Jahre imme wieder massive Hautprobleme wie Ekzeme, Pusteln, Pyodermie, Schuppen, fettiges Fell, trockene Haut).
Nun sagt ein Kotprofil neben Zonulin etwas zu hoch auch Pankreaselastase nur 77. Er soll jetzt über ein paar Wochen latent Enzyme bekommen: 5 Tage geben, 5 Tage Pause. Das finde ich einen recht merkwürdigen Umgang mit niedriger Elastase und auch nur halbgar Enzyme.
Der ALP und die Glucose ist minimal erhöht in den letzten 2 Blutbildern. Pankreaswerte wurden leider nicht angenommen. Ich würde das gerne mal etwas mehr in den Griff kriegen als mit einem auf ein Minimum reduzierten Speiseplan und was an Vitaminen und Mineralstoffen überhaupt verwertet werden kann, weiss ich auch nicht wirklich.
LG,
Alexandra
Hallo Alexandra und Cooper,
bei den beschriebenen Parametern und Symptomen kann es sich u.a. um ein Leaky Gut Syndrom handeln. Zonulin ist ein alternativer Marker, um dieses Durchlässiges-Darm-Syndrom zu diagnostizieren. Als Haupttrigger des Zonulins gelten Bakterien (LPS tragende Keime), aber auch Gluten und andere Lektine. Eine glutenfreie und kohlenhydratschlaue Ernährung kann in solchen Fällen sehr hilfreich sein.
Wenn Organe ermüden (Hinweise liefern zum Beispiel auffällige Organwerte), sollten diese meiner Meinung nach zu Beginn jeder Behandlung regelmäßig unterstützt werden, damit eine Regeneration überhaupt stattfinden kann. Latente Enzymgaben können bei gesunden Tieren sinnvoll sein, um fehlende Enzyme in erhitzter Nahrung (Trockenfutter, Nassfutter) zu ersetzen. Bei chronischen Patienten benötigt es dauerhafte Unterstützung.
Mit einem individuellen Ernährungsplan und einer gezielten Substitution gewisser Futterergänzungen können lang anhaltende Symptome in der Regel gelindert und verbessert werden. Wenn ihr dabei Hilfe benötigt, schreibt mir gern an: info@beste-kumpels.com
Herzliche Grüße Hildegard
Mein 5kg schwerer Maltipoo hat nach Gabe von Pankreasenzymen total sauer gerochen auch über die Haut.( wie bei Babys die spuken)
Hab das Präparat sofort abgesetzt.Kann das durch Enzymgabe passieren? Nach dem Absetzen war der Geruch sofort weg
Hallo Britta, bei der Gabe von tierischen Enzymen aus Pankreasextrakt vom Schwein oder Rind kann das passieren. Der Hund dünstet den Geruch über die Haut und andere Entgiftungsorgane aus. Je nach Produkt kann es außerdem zu Unverträglichkeiten kommen. Ich empfehle daher pflanzliche Enzyme zu verwenden.
Darf ich meine 8 Jährige Enzyme geben, sie hatte in jungen Alter akute Bauchspeicheldrüse Entzündung , und dann zwei Monaten vorher, mit 8 Jahren , wieder ein akute Bauchspeicheldrüse Entzündung, sogar die Leberwerte waren sehr schlimm. Wir barfen, sie frisst ihre ganze Leben fettarme Fleisch, Buchweizen, gekochte Möhren, nach zwei Wochen hat die Maus wieder alle Werte in grünen Bereich aber trotz 4 maligen Fütterung sie ist sehr dünn geworden. Sie hat normale Kot, aber sie hat heiße Hunger. Frage TÄ, sie meint , das die Werte sind Ok, und das Hund gesund.
Hallo Syuzena, Enzyme dienen generell der Unterstützung des gesamten Verdauungssystems. Gerade Hunden, die unter wiederkehrenden Problemen leiden, sollte eine solche natürliche Hilfe zuteilwerden. Bitte achten Sie im Speziellen darauf, dass die Fütterung Ihrer Hündin ausgewogen ist und die Leber entlastet. Es ist prima, dass Sie frisches Futter einsetzen. Aber eine dauerhaft zu fettarme Fütterung kann aber problematisch werden. Gutes Fett ist ein elementarer Baustein und wird vom Organismus dringend benötigt. Durch die Gabe von Verdauungsenzymen können Sie die Fettverdauung verbessern.
Ein sehr guter Artikel! Dankeschön ☺️
Oh das ist sehr interessant. Mein Golden Retriever kam 1-jährig hager und struppig zu mir und hat immer wieder schlimme schleimige Durchfälle, verträgt nur sehr Wenig und hatte die Jahre Schmerzattacken mit Gebetsstellung. Erst hiess es Resorptionsstörung im Darm, denn je flüssiger das Futter, desto weicher der Kot. Dann hiess es V.a. Pankreasprobleme, aber da eine strikte Diät funktioniert wurde dann doch nicht darauf getestet. Fett und schwer verdaulich geht halt echt gar nicht mehr. Vielleicht sollte ich doch mal mit Enzymen arbeiten. Zumal er auch vob kleinauf viele Gelenk- und Rückenprobleme hat.
Hallo,wie füttere ich diese Enzyme am besten?Mein Hund hat im mom 6.2 kilo(muss so auf 6.6 Kilo kommen)er bekommt 4 Mahlzeiten am Tag a 100 gramm.
Mfg M.Barth
Hallo Marion, Enzyme sollten in jede Mahlzeit eingearbeitet werden. Die Dosierung von Enzymen ist tatsächlich abhängig vom Gesundheitszustand und den vorliegenden Symptomen. Wenn du Symptome wie Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Gewichtsproblemen, Bauchgeräuschen, Fettstuhl festgestellt hast, solltest du die Dosierung so hoch wählen, dass diese in kurzer Zeit deutlich abklingen. Bitte überprüfe auch den Fettgehalt in deinem Futter, wenn dein Hund zunehmen soll. Falls dieser unter 10 % liegt, musst du eine zusätzliche Energiequelle heranziehen, um einen Gewichtsaufbau zu ermöglichen. Auch die Darmgesundheit spielt eine große Rolle bei der Zu- oder Abnahme von Gewicht.