Magenschleimhautentzündung beim Hund

Magenschleimhaut­entzündung beim Hund

Eine Magenschleimhautentzündung beim Hund ist leider keine Seltenheit. Immer mehr Vierbeiner sind davon betroffen. Oftmals sind die Symptome und Ursachen leider nicht ganz so offensichtlich, wie viele Menschen denken. Denn Tiere können uns bedauerlicherweise nicht mitteilen, wenn sie an Übelkeit oder Bauchschmerzen leiden. Da braucht es schon einen sehr geübten Blick und das nötige Know-how, um eine Entzündung der Magenschleimhaut als Übeltäter zu entlarven. Lass uns deshalb einmal einen genaueren Blick auf die Gastritis bei Hunden werfen. Denn nur, wenn du sie erkennen kannst, bist du in der Lage, deinen Hund bestmöglich zu unterstützen. Wie dir das gelingt, verraten wir die natürlich auch! And last but not least zeigen wir dir mögliche Auslöser. Denn diese musst du kennen, um künftig Magenschleimhautentzündungen bei deinem Hund vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Gastritis?

Eine Gastritis wird umgangssprachlich auch Magenschleimhautentzündung genannt. Und genau dieser Begriff trifft den Nagel auf den Kopf. Denn hier ist die Magenschleimhaut entzündet. Das hat fatale Folgen für deinen Hund. Die Schleimhaut im Magen hat nämlich eine wichtige Funktion. Sie schützt den Magen vor der aggressiven Magensäure. Diese hat bei Hunden nämlich einen viel niedrigeren pH-Wert als bei Menschen und liegt bei 1–2. Das hat natürlich auch einen Grund. Da Hunde in freier Wildbahn gerne auch Aas und andere fragwürdige Dinge verspeisen, hat die Natur sie kurzerhand mit einem geeigneten Schutz versehen. Bei derart aggressiver Säure werden nämlich die meisten Bakterien, Viren und Co. direkt im Keim erstickt. Doch die Magensäure hat natürlich noch weitere Aufgaben. Sie ist nämlich ein wichtiger Bestandteil bei der Verdauung. Mit ihrer Hilfe werden die Proteine aufgespalten und anschließend von speziellen Enzymen im Magen (Pepsin) vorverdaut. Pepsin kann übrigens nur gebildet werden, wenn ausreichend Säure vorhanden ist.

Wenn du dir vor Augen hältst, dass die Magensäure alles angreift, was sich ihr in den Weg stellt und gleichzeitig auch noch die Bildung spezieller Enzyme in Gang setzt, ahnst du wahrscheinlich schon, warum eine Gastritis für Hunde fatale Folgen haben kann. Denn ohne den schützenden Schleim ist der Magen der Vorverdauung schutzlos ausgeliefert und wird quasi mit verdaut. Du kannst dir bestimmt vorstellen, welche Schmerzen betroffene Hunde bei einer Gastritis aushalten müssen.

Was ist der Unterschied zwischen akuter und chronischer Gastritis?

Je nach Dauer und Schwere der Magenschleimhautentzündung spricht man von einer akuten bzw. chronischen Gastritis beim Hund. Wie der Name schon vermuten lässt, tritt diese Form plötzlich auf und verschwindet meist innerhalb von 1–3 Tagen von selbst. Da die Anzeichen bei den meisten Hunden nicht so stark ausgeprägt sind bzw. sie diese gut verstecken können, bleibt die akute Gastritis oftmals unentdeckt.

Bei der chronischen Gastritis sieht es hingegen anders aus. Denn sie wird von sehr starken Schmerzen begleitet und verschwindet leider auch nicht von allein. Hier muss unbedingt eine geeignete Behandlung erfolgen, um ernsthafte Folgeschäden zu vermeiden. Unbehandelt kann eine chronische Magenentzündung bei Hunden zu Magengeschwüren und schweren Darmschäden führen.

Welche Symptome zeigt ein Hund mit einer Magenschleimhautentzündung?

Die Symptome bei einer akuten und chronischen Magenschleimhautentzündung sind oftmals gleich. Allerdings kommt es hier natürlich auch auf die Schwere der Erkrankung und den Persönlichkeitstyp deines Hundes an. Vor allem Hüte- und Herdenschutzhunde können starke Bauchschmerzen und Übelkeit vor uns verbergen. Dies hat nichts damit zu tun, dass sie gute Schauspieler sind. Es liegt viel mehr in ihrer Natur. Denn Schwäche zu zeigen, kann für diese Hunderassen (und entsprechende Mischlinge) gefährlich werden. Andererseits gibt es natürlich auch Hunde, die weniger belastbar sind und eine Gastritis nicht einfach „überspielen“ können.

Unabhängig zu welchem Typus dein Hund zählt, können dir die folgenden Symptome einen Anhaltspunkt geben:

  • Appetitmangel
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Schmatzen/Lippenlecken
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Grasfressen/ Erdefressen
  • Leerschlucken
  • Licky Fits
  • Müdigkeit
  • Bauchgeräusche
  • Sodbrennen/Reflux
  • Lethargie
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Durchfall/ breiiger oder schleimiger Kot
  • Dehydrierung
  • Unruhe
  • Gewichtsverlust
  • Vermehrtes Trinken
  • Mundgeruch
Fällt dir etwas auf? Richtig, die meisten Anzeichen können auch auf andere Probleme von Magen oder Darm schließen lassen. Genau diese Tatsache macht die Diagnose auch oftmals so schwer. Doch dazu später mehr. Lass uns erst einmal die möglichen Ursachen näher beleuchten.

Welche Ursache hat eine Magenschleimhautentzündung beim Hund?

Sowohl eine akute als auch eine chronische Magenschleimhautentzündung kann bei Hunden unterschiedliche Ursachen haben. Doch nicht nur bei der chronischen Gastritis solltest du den Auslöser unbedingt kennen. Auch bei der akuten Form ist es wichtig, die Ursache bei deinem Hund zu ermitteln. Denn so kannst du eine künftige Erkrankung vermeiden.

Doch wie so oft im Leben gibt es nicht nur eine Ursache, sondern gleich mehrere potenzielle Auslöser. Diese Tatsache macht es dir nicht gerade leicht. Doch du kennst deinen Hund so gut wie niemand sonst und wenn du dir die folgenden möglichen Ursachen anschaust, wirst du euren persönlichen Auslöser schnell erkennen!

Mögliche Ursachen:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergien zählen bei Hunden zu den häufigsten Auslösern für eine Magenschleimhautentzündung.
  • Futterumstellungen auf eine andere Proteinquelle oder der Wechsel von Nass- auf Trockenfutter können die Magenschleimhaut reizen.
  • Vermehrte Magensäureproduktion kann den Magen angreifen. Dies gilt vor allem, wenn nicht genügend Futter zur Verfügung steht, an dem sich die Säure abreagieren kann.
  • IBD (Inflammatory Bowel Disease) kann bei Hunden nicht nur den Darm, sondern auch den Magen betreffen. Diese chronische Entzündung verläuft schubweise und kann die Magenschleimhaut dauerhaft reizen.
  • Verdorbene oder ungeeignete Lebensmittel wie stark gewürzte Speisen können bei Hunden eine Gastritis auslösen.
  • Fremdkörper wie Spielzeug oder Ähnliches können nicht nur eine Gastritis, sondern auch einen Magen- oder Darmverschluss provozieren.
  • Schneefressen im Winter kann zur sogenannten Schneegastritis führen.
  • Darmparasiten wie Würmer können nicht nur Darm-, sondern auch Magenprobleme beim Hund auslösen.
  • Toxine (Giftstoffe wie Chemikalien, giftige Pflanzen oder giftige Lebensmittel (Xylit) kommen ebenfalls als Auslöser für eine Gastritis beim Hund in Betracht
  • Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika kommen ebenfalls als Auslöser infrage.
  • Infektionen mit Bakterien oder Viren, die der Magensäure standhalten können, sollten ebenfalls als mögliche Ursache für eine Gastritis beim Hund in Erwägung gezogen werden.
  • Stress führt vor allem bei Tierschutzhunden und ängstlichen Hunden leider oftmals zu Magenentzündungen. Da unsere Vierbeiner sehr empathische Lebewesen sind, neigen sie sogar dazu, den Stress ihrer Bezugspersonen zu übernehmen.
  • Chronische Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme können eine sekundäre Gastritis auslösen.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Oftmals stellt der Tierarzt oder Tierheilpraktiker die Diagnose bereits anhand der Anamnese. Aufgrund der von dir geschilderten Symptome kann in vielen Fällen bereits eine Magenschleimhautentzündung diagnostiziert werden. Die meisten Tierärzte bzw. Tierheilpraktiker gehen aber noch einen Schritt weiter. Bei einer eingehenden Untersuchung wie dem Abtasten können sie ihre Diagnose nämlich weiter untermauern. Manchmal kommen auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall ins Spiel. Dabei kann die verdickte und entzündete Magenwand gut beurteilt werden. Anhand von Blutuntersuchungen hingegen kann der Tierarzt nicht auf eine Gastritis schließen. Lediglich eine Endoskopie würde hier im wahrsten Sinne des Wortes Licht in die Dunkelheit bringen. Doch diese Untersuchungsmethode ist nicht nur mit Risiken durch die Narkose verbunden. Es besteht auch eine Verletzungsgefahr für deinen Hund, die die Magenprobleme weiter verschärfen kann.

Wie wird eine Magenschleimhautentzündung bei Hunden behandelt?

Geht die Magenschleimhautentzündung bei Hunden mit Erbrechen einher, spritzt der Tierarzt oftmals ein Medikament, das den Brechreiz unterdrückt. Zusätzlich erhalten betroffene Tiere vorwiegend einen Magenschutz, der die Funktion der Magenschleimhaut ersetzen soll. Allerdings enthalten die Medikamente in vielen Fällen eine Vielzahl an Zusätzen, die bei empfindlichen Hunden Magenprobleme auslösen können. Deshalb suchen immer mehr Halter eine ganzheitliche Unterstützung. Diese sollte aus mehreren Komponenten bestehen, um Hunde mit Gastritis umfassend zu unterstützen.
  1. Ursachenforschung
    Eine reine Symptombekämpfung kann zwar kurzfristig Erfolge bringen. Doch wenn du die Ursache für die Gastritis beim Hund nicht ermittelst, kann keine Behandlung langfristig wirken.
  2. Magenschonendes Futter
    Unabhängig davon, ob du dich für eine Behandlung der Gastritis beim Tierarzt entscheidest, oder deinen Hund eigenständig unterstützen möchtest: Magenprobleme erfordern immer ein leicht verdauliches Futter. Auf schwer verdauliche Bestandteile wie Knochen, Inneren und Getreide solltest du dabei möglichst verzichten, um die Verdauung nicht unnötig zu erschweren. Auch Trockenfutter solltest du als Futtermittel lieber meiden, da es zu lange im Magen deines Hundes verweilt und die Schleimhaut zusätzlich reizen kann. Verwende stattdessen lieber ein leicht verdauliches Hundenassfutter wie Hildegards Magenschonendes Hundefutter. Leckerlis solltest du bei einer Gastritis vorübergehend besser auch vom Speiseplan streichen. Sie sind in den meisten Fällen schwer verdaulich. Wenn du deinem Hund dennoch den kleinen Liebesbeweis zwischendurch nicht vorenthalten willst oder kannst, sind Hildegards Magenkekse eine hundgerechte Ergänzung. Um eine Futtermittelunverträglichkeit oder gar Allergie bei deinem Hund ausschließen zu können, führst du am besten eine Ausschlussdiät durch. Worauf du dabei achten solltest, hat Hildegard hier für dich erklärt.
  3. Unterstützung aus der Natur
    Damit sich die angegriffene Magenschleimhaut erholen kann, benötigt sie oftmals etwas Unterstützung. Dazu eignen sich bestimmte Heilpflanzen und Kräuter. Hildegards Magenwohl ist eine innovative Komposition aus erlesenen Zutaten, die deinen Hund bei Gastritis unterstützen können. Das enthaltene Pektin trägt genau wie die enthaltenen Leinsamen dazu bei, einen Schutzfilm auf der Schleimhaut aufzubauen, um den Magen zu schützen. Die im Torf enthaltenen Huminsäuren gelten ebenfalls als wertvolle Unterstützung für die Magen- und Darmschleimhaut. Auch die übrigen Inhaltsstoffe befinden sich natürlich nicht zufällig in Hildegards Kräutermischung. Sie haben sich in der Naturheilkunde schon seit Langem für Magen und Darm bewährt.
  4. Unterstützung für den Darm
    Da Magen und Darm beim Hund eng miteinander verbunden sind, kann auch eine Darmsanierung beim Hund mit Gastritis sinnvoll sein. Alles, was du darüber wissen musst, erfährst du hier.
  5. Stress vermeiden
    Stress ist niemals eine gute Basis. Das gilt für deinen Hund genauso wie für dich. Da unsere Vierbeiner mit uns auf fast schon magische Weise verbunden sind, solltest du unbedingt deine eigene Stimmung im Blick haben. Denn zahlreiche Sprichwörter (auf den Magen schlagen oder wie ein Stein im Magen liegen) machen deutlich, wie empfindlich das Organ eigentlich ist. Achte deshalb unbedingt darauf, nicht in Panik zu geraten und die Magenschleimhautentzündung deines Hundes nicht zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken. Das Problem ist schmerzhaft für deinen Hund und erfordert oftmals auch Geduld, keine Frage. Aber mit einer negativen Grundstimmung hilfst du weder deinem Hund noch dir selbst. Es ist auch gar nicht nötig, Trübsal zu blasen, denn du bist jetzt Experte und weißt, wie du deinen Hund mit Magenschleimhautentzündung bestmöglich unterstützen kannst. Und das wirst du schaffen! Ich glaube an dich!

Deine Aline von Beste Kumpels

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