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Galle

Was ist Galle?

Galle wird laufend in der Leber gebildet, in der Gallenblase gespeichert und bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben. Sie bereitet Fett so auf, dass die Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse es abbauen können. Ohne Galle kann der Körper Fett kaum nutzen, egal wie hochwertig es ist.

Wenn das System aus dem Takt gerät

Wie gut die Galle arbeitet, hängt von der Leber, dem Fettgehalt des Futters, dem Darm und dem Stresslevel ab. Sehr fettreiches Futter, Leberbelastungen oder wiederkehrende Darmentzündungen können Bildung oder Abgabe der Galle stören.

Normalerweise werden Gallensäuren im unteren Dünndarm zurückgewonnen. Ist die Darmschleimhaut gereizt oder die Darmflora gestört, gehen sie verloren. Dann fehlen sie für die Fettverdauung und können im Dickdarm wässrigen Durchfall auslösen.

Gelbes Erbrechen am Morgen

Erbricht ein Hund morgens gelben Schaum, ist häufig Galle aus dem Dünndarm in den leeren Magen zurückgeflossen und reizt dort die Schleimhaut. Das ist meist ein Zeichen für einen empfindlichen Magen und einen unruhigen Verdauungsrhythmus. Kommen dazu weicher, gelblicher oder glänzender Kot, Durchfall oder Unruhe nach fettem Futter, lohnt sich ein genauerer Blick auf Galle und Fettverdauung.

Besonders betroffen sind Hunde mit fettreicher Fütterung, Leber- oder chronischen Darmproblemen, nach Antibiotika, bei Dauerstress sowie ältere Hunde.

Siehe auch: Fettgehalt · Reflux · Kotfarbe · Kotkonsistenz · Enzyme

Weiterlesen im Blog: Gallensäureverlustsyndrom beim Hund · Sodbrennen beim Hund

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