Pollenallergie beim Hund
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Pollenallergie beim Hund?
An diesen Symptomen kannst du Heuschnupfen bei Hunden erkennen:
Heuschnupfen kann sich bei Hunden, genau wie bei uns Menschen, mit tränenden Augen und laufender Nase bemerkbar machen. Doch in den meisten Fällen äußert sich eine Pollenallergie ganz anders. Denn in der Regel reagieren Hunde über die Haut. Deshalb spricht man in der Fachsprache vorwiegend auch von atopischer Dermatitis.
Und das sind die Symptome:
- Gerötete, tränende Augen bis hin zur Bindehautentzündung
- Laufende Nase
- Niesen
- Atemprobleme
- Husten
- Juckreiz an Pfoten, Bauch, Ohren, Gesicht
- Intensives Lecken, Kratzen oder Beißen der betroffenen Hautstellen
- Entzündete Haut
- Trockene, schuppige Haut
- Haarausfall
- Hotspots
- Entzündete Zehenzwischenräume
- Ohrenentzündung
- Schlafprobleme
Was ist die Ursache für Allergien beim Hund?
Die Rolle der Genetik bei allergischen Reaktionen auf eine hohe Pollenkonzentration
Die Genetik kann eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Allergien bei unseren Vierbeinern spielen. Denn unter bestimmten Rassen wie Französische Bulldogge, Mops, Labrador, Golden Retriever und Deutschen Schäferhunden ist Heuschnupfen häufig anzutreffen. Doch aus der Epigenetik wissen wir, dass Gene an und eben auch abgeschaltet werden können. Das erklärt auch, warum nicht alle Vertreter der genannten Rassen unter einer Allergie gegen Pollen oder Gräser leiden. Gleichzeitig gibt es auch immer mehr allergiegeplagte Mischlinge. Gut, bei Tierschutzhunden können auch Bulldogge, Schäferhund und Co. mitgemischt haben. Doch als alleine Ursache scheidet die Genetik definitiv aus. Sie spielt trotzdem eine wichtige Rolle, die du im Hinterkopf halten solltest.
Ein unausgeglichenes Immunsystem öffnet die Tür für die Pollenallergie beim Hund
Die Darmflora ist bei Allergien wichtiger als du denkst
Wenn du dir bewusst machst, dass ca. 70 % der Immunzellen im Darm deines Hundes sitzen, wird schnell klar, dass der Darm bei der Entstehung von Allergien eine maßgebliche Rolle spielen muss. Denn er ist nun einmal der Hauptsitz des Immunsystems. Ist die Darmflora durch Medikamente, Stress, ungünstige Fütterung oder andere Belastungen aus dem Takt geraten, können die Weichen für eine Pollenallergie beim Hund gestellt werden. Denn gerade das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom wird in der holistischen Tiermedizin immer öfter als zentraler Motor für Allergien bei Hunden angesehen. Gleiches gilt für eine Histaminintoleranz und SIBO.
Auch wenn die Ursachen für ein gestörtes Mikrobiom bei Hunden vielfältig und nicht immer leicht zu entschlüsseln sind, haben sie alle eines gemeinsam. Sie bringen nicht nur den Darm, sondern auch das Immunsystem deines Hundes durcheinander.
Spielen Umweltfaktoren und Schadstoffe eine Schlüsselrolle?
Was ist die Ursache für Allergien beim Hund?
Cortison, Antihistaminika & Co. So sieht die gängige Allergie-Therapie aus
Sobald deine Vermutung bestätigt wurde, möchtest du deinem Hund wahrscheinlich mit der passenden Allergie-Therapie helfen. Doch welche Möglichkeiten gibt es? Aus schulmedizinischer Sicht gibt es folgende Möglichkeiten: Cortison, Antihistaminika und immunsuppressive Medikamente. Cortison und Immunsuppressiva haben eine Gemeinsamkeit. Sie fahren das Immunsystem deiner Fellnase runter, damit es bei einer höheren Pollenkonzentration keinen Alarm mehr schlägt. Was auf den ersten Blick entspannend für euch beide klingt, kann deinem Hund jedoch auf Dauer schaden. Denn das Immunsystem ist dann nicht nur im Hinblick auf potenzielle Allergene wie Pollen und Gräser entspannter. Es kann sich auch nicht mehr adäquat gegen Eindringlinge wie Viren, Bakterien und Pilze wehren. Auch die Entgiftungsorgane wie Leber und Niere werden durch Medikamente stärker belastet.
Antihistaminika sollen ebenfalls die überschießende Immunfunktion drosseln. Allerdings haben diese Medikamente aus dem Humanbereich ebenfalls Nebenwirkungen und wirken auch bei vielen Hunden nicht ausreichend.
Eine weitere Möglichkeit, die dein Tierarzt in Betracht ziehen kann, ist eine sogenannte Desensibilisierung. Dabei wird deinem Hund in regelmäßigen Abständen winzige Mengen der Allergene gespritzt, um das Immunsystem zu trainieren. Nebenwirkungen sind bei korrekter Durchführung in den meisten Fällen keine zu erwarten. Allerdings gibt es eine wichtige Voraussetzung: Das Immunsystem deines Hundes muss für eine Desensibilisierung intakt sein. Und gerade das ist bei den meisten Hunden mit Heuschnupfen eben nicht.
Eine ganzheitliche Pollenallergie Therapie sieht beim Hund anders aus
Wahrscheinlich bist du an dieser Stelle ratlos und in gewisser Weise hilflos. Das ist verständlich, denn du möchtest deinem Hund helfen und suchst nach der passenden Therapie gegen seine Pollenallergie. Doch keine Sorge, wir sind BESTE KUMPELS. Wir lassen dich nicht alleine. Deshalb zeigen wir dir nun, wie ein ganzheitlicher Ansatz aussehen kann. Natürlich muss eine Pollenallergie Therapie immer individuell erfolgen, da jeder Hund einzigartig ist. Aber damit du dir ein Bild machen kannst, welche Bausteine eine wichtige Rolle spielen, stellen wir diese nun kurz vor. Wenn du eine maßgeschneiderte Beratung und Begleitung benötigst, kannst du einen Termin mit unserer Praxis für bioenergetische Balance vereinbaren.
- Dein Hund ist, was er isst
Das Sprichwort „Du bist, was du isst“, gilt selbstverständlich auch für Hunde. Deshalb ist eine artgerechte Ernährung die wichtigste Säule bei einer ganzheitlichen Allergie-Therapie. Dabei spielt nicht nur hochwertiges Hundefutter eine wichtige Rolle. Auch eine gezielte Nährstoffversorgung ist wichtig. Neben speziellen Mineralien und Vitaminen für Hunde kann auch ein Immunpulver eine gute Ergänzung sein. - Streicheleinheiten für den Darm
Da der Darm der Hauptsitz des Immunsystems ist, sollte er bei den ganzheitlichen Maßnahmen nicht außen vor gelassen werden. Eine gezielte Darmflora Analyse zeigt dir zunächst, wie es um die Darmflora deines Hundes bestimmt ist. Anhand der Testergebnisse kannst du das Mikrobiom gezielt begleiten. Wenn du nicht bis zum Ergebnis warten möchtest, kannst du deine Fellnase alternativ auch mit Probiotika für Hunde unterstützen. - Minimiere die Pollenkonzentration
Auch wenn du keinen Einfluss auf die Pollenkonzentration im Freien hast, kannst du sie für deinen Hund dennoch minimieren. Dazu solltest du nach jedem Spaziergang die Pfoten und das Fell mit einem feuchten Waschlappen reinigen, um möglichst viele Pollen zu entfernen. Ein Luftfilter für den Innenbereich kann ebenfalls dazu beitragen, die Pollenkonzentration bei dir zu Hause zu drosseln. Tägliches Staubsaugen und regelmäßiges Waschen der Hundebetten, Decken und Textilien trägt ebenfalls zum Wohlbefinden von Heuschnupfen geplagten Hunden bei. - Stärke die Hautbarriere
Da sich Heuschnupfen bei Hunden meist über die Haut äußert, solltest du die Hautbarriere gezielt stärken. Zum inneren Gleichgewicht können Omega 3 Öl aus Algen und Zink beitragen. Hildegards innovative Haut & Fell Kapseln für Hunde enthalten übrigens eine ausgewogene Mischung aus essenziellen Nährstoffen, Omega-3-Fettsäuren, die die Fell-und Hautfunktion deiner Fellnase unterstützen kann.
Fazit
Wenn Hunde unter Heuschnupfen leiden, geht die Allergie auch an uns nicht spurlos vorbei. Denn unsere Vierbeiner liegen uns extrem am Herzen. Klar, dass wir alles dafür tun würden, damit es ihnen besser geht. Mache dir bitte an dieser Stelle bewusst, dass du bereits den wichtigsten Schritt unternommen hast. Du informierst dich und suchst nach ganzheitlichen Lösungsansätzen. Mit dieser Einstellung gepaart mit deinem Optimismus und deiner unerschütterlichen Liebe kannst du deinen Hund bei seiner Pollenallergie bestmöglich unterstützen. Davon bin ich überzeugt!
Alles Liebe,
deine Aline von Beste Kumpels



