Hefepilz beim Hund erkennen und behandeln
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- Zuletzt aktualisiert: Februar 2026
Riecht dein Hund süßlich-muffig, leckt ständig die Pfoten oder hat immer wieder Ohrentzündungen? Dann steckt sehr häufig ein Hefepilz dahinter – vor allem Malassezia.
Viele Hunde werden in dieser Phase vorschnell als „Allergiker“ abgestempelt. Doch in der Praxis zeigt sich immer wieder: Hefepilz ist oft nicht die Ursache – sondern ein Symptom für ein verändertes Milieu.
Und genau deshalb reicht es meist nicht aus, nur äußerlich zu behandeln.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Hefepilz beim Hund sicher erkennst, warum er entsteht und welche Schritte wirklich helfen – über Fütterung, Darmaufbau, Milieu-Stabilisierung und gezielte Unterstützung.
Inhaltsverzeichnis
Was sind Hefepilze beim Hund?
Ein Hefepilz beim Hund ist eine Überwucherung bestimmter Hefen, die natürlicherweise auf Haut und Schleimhäuten vorkommen. In kleinen Mengen sind diese Mikroorganismen völlig normal – problematisch wird es erst, wenn sich das Gleichgewicht im Körper verändert.
Beim Hund sind besonders zwei Begriffe relevant:
- Malassezia: typisch bei Haut- und Ohrenproblemen (Pfoten, Leiste, Ohren, Achseln)
- Candida: eher ein Thema im Darmmilieu und bei systemischer Dysbalance
Wichtig zu verstehen: Hefepilz entsteht selten „einfach so“. Er nutzt eine Schwäche im System wie eine gestörte Darmflora, chronische Entzündung oder eine dauerhafte Belastung des Immunsystems.
Wodurch infiziert sich ein Hund mit Hefepilz?
Hefepilzinfektionen beim Hund treten häufig nach der Behandlung mit Antibiotika auf. Diese Medikamente zerstören nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch die nützlichen Bakterien, die normalerweise das Wachstum von Hefepilzen im Darm und auf der Haut verhindern. Dies kann zu einer übermäßigen Vermehrung des Hefepilzes führen. Hefepilze können auch zu einem Problem für Hunde werden, die „immunsupprimiert“ sind. Dazu gehören Hunde, die Cortison oder andere immunmodulierende Medikamente einnehmen, sowie Hunde, die an Morbus Cushing leiden. Hefepilzinfektionen kommen auch verstärkt bei allergischen Hunden vor.
Pilzinfektionen bei Hunden auf der Haut erkennen
Malassezia furfur ist auf der Haut zu finden und kann beim Hund starken Juckreiz verursachen, wenn er überhandnimmt. Dies wird oft, aber fälschlicherweise in der Praxis häufig zunächst als Allergie eingeordnet – weil sich die Symptome sehr ähneln. Wie jeder andere Pilz wächst Malassezia bei Hunden gerne in und auf Ohren, unter den Achseln und der Leiste, unter dem Kinn und am Hals, rund um Anus und die Geschlechtsteile.
Candida im Darm
Im Darm deines Hundes werden Hefepilze normalerweise von guten Bakterien in Schach gehalten. Wenn Hefepilze unkontrolliert wachsen, weil die guten Bakterien reduziert sind, können sie die Darmschleimhaut irritieren und das Darmmilieu aus dem Gleichgewicht bringen. In der Naturheilkunde spricht man in diesem Zusammenhang häufig von einem Leaky-Gut-Syndrom bzw. einer erhöhten Darmdurchlässigkeit. Bei Hunden kann das Leaky-Gut-Syndrom zu Juckreiz, Verdauungsproblemen, Allergien und Immunschwäche führen. Du siehst also, dass sich die Symptome in vielen Fällen überschneiden und eine genaue Diagnostik wichtig ist.
Gerade bei sensiblen Hunden entsteht so ein klassischer Teufelskreis:
Die Haut juckt → Medikamente unterdrücken Symptome → Pilz wird stärker → Beschwerden kommen wieder.
Symptome einer Infektion mit Hefepilz beim Hund?
- Geruch: Das eindeutigste Symptom einer Hefepilzinfektion ist ein stechender, unangenehmer, süßlicher Geruch. Dieser Geruch ähnelt dem von alten Schuhen oder Käse und kann wirklich sehr stark sein. Der Geruch einer Pilzinfektion ist kein normaler Hundegeruch! Wenn dein Hund nach Käse stinkende Pfoten oder muffig riechende Ohren hat, liegt wahrscheinlich Hefepilz vor.
- Übermäßig juckende Pfoten: Toxine der Hefepilze reizen die Haut, was zu einem unerträglich starken Juckreiz führt. Dadurch knabbern, beißen und lecken Hunde sich ständig an den Pfoten – bis sie blutig werden.
- Hautirritationen und dunkel gefärbte Haut: Durch die Pilzinfektion wird die Haut sehr empfindlich und neigt zu Veränderungen. Zu Beginn einer Hefepilzinfektion entwickelt die Haut einen dunkel-rosafarbenen oder roten Ausschlag. Durch das Jucken und Kratzen wird die Haut im Folgenden beschädigt und die betroffenen Stellen färben sich gräulich oder schwärzlich. Das geht auch mit Haarausfall einher. Das betroffene Areal kann darüber hinaus fettig werden oder anschwellen.
- Schuppen und Krusten auf der Haut: Manche Hunde bekommen bei einer Pilzinfektion eine krustige oder schuppige Haut, was wiederum zu verstärktem Juckreiz und Kratzen führt.
- Ohrinfektionen und Kopfschütteln: Hundeohren sind sehr anfällig für Pilzinfektionen. Die Ohren entzünden sich, werden rot und schwellen an, was mit vielen Schmerzen einhergeht. Dies führt dazu, dass sie übermäßig den Kopf schütteln und schief halten. Hefepilzinfektionen im Ohr verursachen zudem einen wachsartigen dunklen Ausfluss. Dieses Sekret sieht anfangs gelblich-braun aus und kann dunkel werden, je länger die Infektion voranschreitet.
Weitere Symptome sind:
- Haarausfall am Schwanz und am oberen Rücken
- Gräuliche oder rostige Farbe um die Genitalien herum
- Magen-Darm-Probleme wie Durchfall
- Saisonale Allergien
- Sekundäre bakterielle Infektionen wie ein massiver Befall mit Staphylokokken etc.
Hefepilze und ihre Vorliebe für Zucker und Schwermetalle
Hefepilze beim Hund wie Candida albicans gedeihen besonders gut in einem Körper, der Zucker und Schwermetalle enthält. Pilze sind opportunistische Erreger, die in einem geschwächten Immunsystem oder bei schlechter Ernährung unkontrolliert wachsen können. Hefepilze ernähren sich von verschiedenen Zuckerarten. Ein Futter, das reich an Zucker und stärkehaltigen Lebensmitteln ist, fördert also ihr Wachstum. Dies ist besonders relevant, wenn dein Hund viele verarbeitete Kohlenhydrate oder zuckerhaltige Leckerlis bekommt. In diesen Fällen kann der Hefepilzbefall schnell außer Kontrolle geraten.
Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Pilze und Mikroorganismen in belasteten Milieus leichter überhandnehmen – insbesondere wenn Schwermetalle eine Rolle spielen. Schwermetalle erzeugen freie Radikale, die die Zellwände schädigen und ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen können. Schwermetalle können sich im Körper anreichern, besonders bei dauerhafter Belastung – und das kann langfristig Regulation und Entgiftungssysteme fordern. Einmal aufgenommen, sammeln sich Schwermetalle im Körper an und führen im Laufe der Zeit zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen. Schwermetalle können auf unterschiedlichen Wegen in den Organismus gelangen, durch Pestizide, Impfungen, eine schlechte Wasserqualität, den Verzehr von Fisch sowie industrielles Hundefutter. Zusätzlich können die allgemeine Umweltverschmutzung und der Kontakt mit kontaminierten Böden und Pflanzen weitere Quellen für die Aufnahme von Schwermetallen sein. Durch die Fähigkeit von Hefepilzen, Schwermetalle aus dem Körper zu binden, wird der Darm zu einem „giftigen“ Ort für die guten und nützlichen Bakterien, die ebenfalls den Darm bewohnen sollten. So werden die guten Bakterien abgetötet und der Hefepilz kann sich unkontrolliert vermehren.
Forschungsergebnisse und Auswirkungen
Die Forschung hat gezeigt, dass eine Fütterung, die reich an Zucker und arm an essenziellen Nährstoffen ist, die Abwehrkräfte des Hundes schwächen kann. In Kombination mit einer hohen Belastung durch Schwermetalle kann dies zu einem Teufelskreis führen, in dem Hefepilze zunehmend resistenter gegen das Immunsystem werden und schwerer zu behandeln sind. Eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung kann helfen, das Wachstum der Hefepilze zu bremsen und das Immunsystem deines Hundes zu stärken.
5-Schritte-Plan: So wirst du Hefepilze beim Hund los!
Wenn dein Hund unter einer Infektion mit Hefepilzen leidet, solltest du dich 1. mit der Ernährung und 2. der Ausleitung von Schwermetallen befassen. Die richtige Fütterung ist Grundlage jeder Gesundheit, ganz besonders aber bei Pilzinfektionen. Je nachdem, wie du deinen Hund fütterst, trägst du dazu bei, das Wachstum der Hefepilze weiter zu fördern oder dem Organismus zu helfen, mit den Pilzen fertig zu werden.
Hier sind meine FÜNF SCHRITTE, um das Wachstum der Hefepilze einzudämmen:
1. Füttere eine Anti-Hefepilz-Diät
Eine chronische Pilzinfektion kann einen langen und schwierigen Heilungsprozess nach sich ziehen! Die richtige Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Behandlung von Hefepilz beim Hund und sollte daher unbedingt berücksichtigt werden. Hefepilze lieben Stärke und Zucker. Wenn du also Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis, Hirse, Mais und Getreide aus dem Futterplan deines Hundes streichst, kannst du die Hefepilze im ersten Schritt aushungern. Auch Obst und Honig solltest du bei einer Anti-Pilz-Diät nicht füttern. Mein empfohlenes Futter bei Belastungen durch Hefepilz besteht daher hauptsächlich aus natürlichen, unverarbeiteten, zuckerarmen Zutaten. So sollten vorwiegend viel frisches oder gekochtes Fleisch und grünes Gemüse, Saaten und Sprossen auf den Futterplan gesetzt werden.
In einigen Fällen kann die Umstellung auf rohes Hundefutter (Barf) etwas schwierig oder gar unmöglich sein. Das liegt daran, dass das Verdauungssystem auf das jahrelang gefütterte Futter konditioniert ist. Ich rate daher in meiner Praxis zu einer Umstellung in mehreren Phasen. Gewöhne deinen Hund langsam an rohe Zutaten, falls du diese verwenden willst. Das ist aber keine Bedingung.
Die richtigen Komponenten auswählen
Verwende in den ersten Wochen ein gekochtes Futter ohne synthetische Zusätze, mit einem Muskelfleischanteil von wenigstens 50 bis 60 Prozent. Du solltest alles vermeiden, was den Magen und Darm deines Hundes belasten und reizen könnte. Verwende immer nur Sorten, die dein Hund gut verträgt, denn in den meisten Fällen gehen Hefepilzinfektionen und Allergien Hand in Hand. Manchmal empfehlen Tierärzte als Schonkost Hühnchen und Reis, aber in vielen Fällen reagieren Hunde auf Huhn unverträglich oder allergisch. Der Reis würde die Hefepilze weiter ernähren. Auch ein Trockenfutter ist bei einer Anti-Pilz-Diät tabu.
Du kannst dein Fleisch natürlich auch frisch auswählen und schonend garen. Verwende dazu leicht verdauliches Gemüse wie Zucchini, Brokkoli, Fenchel, Gurke, Grünkohl. Auch Eier sind erlaubt. Mit diesem Rezeptvorschlag kannst du einfach ein vollwertiges Menü erstellen.
✨ Hildegards Tipp:
Auch Gemüse enthält natürliche Kohlenhydrate – manche Sorten mehr, andere weniger.
Kartoffeln, Kürbis und Pastinaken gehören zu den stärkehaltigeren Varianten und haben dadurch einen etwas höheren glykämischen Index. In der ersten Phase einer Diät oder Darmsanierung ist es oft sinnvoll, sie vorübergehend zu reduzieren, um den Stoffwechsel zu entlasten.
Besonders empfehlenswert ist eine tägliche Portion Knochenbrühe. Sie enthält durch die schonende Zubereitung natürliche Eiweißbausteine wie Kollagen und Gelatine sowie Mineralstoffe, die zur normalen Funktion von Geweben und Schleimhäuten beitragen können.
Ein kleiner Schuss warme Brühe über das Futter sorgt nicht nur für mehr Geschmack, sondern auch für sanfte Unterstützung von Magen und Verdauung.
2. Zerstöre den Biofilm der Hefepilze
Hefepilze sind häufig hartnäckig und lassen sich selten dauerhaft mit einer einzigen Maßnahme lösen. Hefepilzinfektionen bei Hunden sind besonders hartnäckig, weil die Hefepilze einen Biofilm bilden, der sie vor Behandlungen schützt. Um die Pilze effektiv zu bekämpfen, musst du zuerst den Biofilm zerstören. Deshalb ist es wichtig, Mittel zu finden, die den Biofilm angreifen und zerstören. Erst dann kann die Hefepilzinfektion effektiv behandelt werden. Dabei können Enzyme unterstützen. Verdauungsenzyme helfen deinem Hund normalerweise, sein Futter zu verdauen. Sie können aber auch den Biofilm der Hefepilze verdauen. Es kann wichtig sein, dass du deinem Hund auch Verdauungsenzyme zwischen den Mahlzeiten gibst, damit sie den Organismus in dieser Phase unterstützend begleiten können. Ein weiterer Vorteil von Enzymen wie Bromelain und Papain besteht darin, dass sie die Symptome des Pilzsterbens reduzieren können. Sie werden häufig auch im Rahmen von Regulations- und Stoffwechselkonzepten eingesetzt.
3. Verwende pilzhemmende Nahrungsergänzungen
Wenn du ein tägliches Basisfutter für deinen Hund gefunden hast, kannst du diesem Futter einige natürliche funktionelle Zutaten hinzufügen. Spezielle Futterzusätze wirken sowohl antientzündlich als auch antimykotisch und können bei der Reduzierung der Hefepilze im Körper deines Hundes hilfreich sein. Verwende nur 1–2 neue Zusätze und beobachte die Reaktion deines Hundes genau. Gerade beim Absterben von Hefepilz kann es zu einer Herxheimer Reaktion kommen.
4. Ändere das Milieu durch eine Darmsanierung
Hefepilze haben in einem gesunden Darm kaum eine Chance, sich unkontrolliert zu vermehren. Wenn dein Hund jedoch bereits unter einer Hefepilzinfektion leidet, ist sein Darmmilieu gestört. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, braucht es eine gezielte Darmsanierung.
Wichtig: Nicht jeder Hund verträgt jede Ergänzung. Wenn du dir unsicher bist, welche Zusätze wirklich passen, ist eine individuelle Auswertung sinnvoll – damit du nicht unnötig herumprobierst.
✨ Hildegards Tipp:
Eine Herxheimer-Reaktion kann auftreten, wenn beim Absterben von unerwünschten Mikroorganismen – wie Pilzen, Bakterien oder Parasiten – Abbauprodukte freigesetzt werden. Diese Stoffe können kurzfristig zu grippeähnlichen Symptomen, leichter Übelkeit oder vorübergehendem Durchfall führen. Das ist unangenehm, aber in der Regel nicht besorgniserregend.
Um den Körper in dieser Phase zu unterstützen, kann die Gabe von Verdauungsenzymen und Aktivkohle hilfreich sein. Sie tragen dazu bei, Stoffwechselrückstände besser auszuleiten und den Organismus sanft zu entlasten.
Wichtig ist, in dieser Zeit auf ausreichend Ruhe, Flüssigkeit und leicht verdauliche Nahrung zu achten – so kann sich der Körper natürlich regulieren.
Antimykotika – Das richtige Mittel wählen
Es gibt sicherlich einige Mittel gegen Hefepilz beim Hund. Wenn du dich schon einmal mit dem Thema Futterergänzungsmittel beschäftigt hast, weißt du, dass es unglaublich viele verschiedene Produkte gibt. Die Auswahl ist riesig und manche Produkte scheinen sich gar nicht voneinander zu unterscheiden. Aber woher sollst du wissen, welcher Zusatz wirklich der Richtige für deinen Hund ist?
Die Wahrheit ist: Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage. Die beste Strategie ist es, sich beraten zu lassen. Denn jeder Hund ist anders und benötigt daher eine individuelle Supplementierung. Wichtig ist außerdem, dass du dich vor dem Kauf über die Inhaltsstoffe der verschiedenen Produkte informierst – so kannst du sicher sein, dass du auch wirklich das bekommst, was du haben möchtest.
Hier einige der leistungsstärksten antimykotischen Zusätze
MCT ist, wie man weiß, ein antimykotisches Mittel. Es wird aus Kokosöl gewonnen und enthält mittelkettige Triglyceride, die antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften haben.
Olivenblattextrakt (OLE) ist seit Jahrtausenden in der Medizin bekannt. Die Liste seiner Wirkungen ist lang: entzündungshemmend, antioxidativ, antimykotisch, immunstimulierend und schmerzlindernd. Kein Wunder also, dass OLE auch für unsere Hunde eine interessante Alternative zu synthetischen Präparaten sein kann.
Pau D’Arco hat sich als natürliches Heilmittel gegen Pilze, Bakterien und Viren etabliert. Die antimykotische Wirkung von Pau D’Arco ist auf seinen hohen Gehalt an naturidentischen Inhaltsstoffen zurückzuführen. Darunter sind Lapachol, Quercetin und Pycnogenol, die alle für ihre entzündungshemmenden und antimykotischen Eigenschaften bekannt sind. Achtung: Nicht an trächtige Hündinnen verabreichen!
Cucurmin ist ein sehr effektives Antioxidans. Es bekämpft freie Radikale und schützt so die Zellen vor oxidativem Stress. Weiterhin hat Kurkuma auch antimykotische Eigenschaften. Das heißt, es kann dabei unterstützen, Pilze und andere Mikroorganismen abzuwehren. Dies ist besonders nützlich bei der Behandlung von Hautpilzinfektionen und Darmpilzen.
5. Entferne Schwermetalle
Eine weitere Aufgabe besteht darin, Schwermetalle im Körper deines Hundes sanft auszuleiten. Auch hier können spezielle Futterzusätze unterstützen:
- Chlorella und andere chlorophyllhaltigen Stoffe
- Glutathion
- Selen
- Huminsäuren
Falls dein Hund bereits unter wiederkehrenden Infektionen oder Hautproblemen leidet, kann es sinnvoll sein, eine umfassende Nährstoffanalyse und einen Schwermetalltest per Fell durchzuführen. So kannst du gezielt Mängel ausgleichen und dein Tier optimal versorgen. Du kannst diese Analyse bei uns durchführen lassen.
Wie lange dauert es, bis Hefepilz beim Hund besser wird?
Viele Hundehalter fragen sich verständlicherweise: Wie lange dauert es, bis Hefepilz endlich weg ist?
Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, wie lange das Problem schon besteht und wie stark das innere Milieu bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist. Hefepilz ist selten ein „schnelles Thema“, weil er meistens nicht nur auf der Haut sitzt, sondern mit Darm, Immunsystem und Fütterung zusammenhängt.
In meiner Erfahrung gilt als grobe Orientierung:
- erste sichtbare Verbesserungen oft nach 2–4 Wochen
- deutliche Stabilisierung von Haut und Ohren häufig nach 6–8 Wochen
- chronische Fälle benötigen nicht selten ab 12 Wochen bis zu einem Jahr
Wichtig ist aber: Nur wenn du konsequent an der Ursache arbeitest (Futter, Darmmilieu, Belastungen), dann ist Hefepilz beeinflussbar – aber es braucht Geduld und einen klaren Plan.
Desinfektion ist bei Hefepilz das A und O
Dein Hund kann sich an vielen Stellen des Körpers mit Hefepilzen infizieren. Die häufigsten Infektionsstellen sind die Ohren und die Pfoten. Es ist daher notwendig und nötig, die befallenen Areale regelmäßig sanft zu reinigen und trocken zu halten, um die Hautbarriere zu entlasten.
Auch ist die Beseitigung infektiöser Schuppen auf der Haut notwendig, gegebenenfalls muss dein Hund sogar geschoren werden. Ferner müssen Decken, Liegeplätze und Kleidung desinfiziert werden, um eine Neuansteckung zu unterbinden. Natürlich sind damit keine herkömmlichen Desinfektionsmittel für Menschen gemeint, sondern nur für Hunde geeignete Produkte. Verwende für deinen Hund mit einer Hautinfektion ausschließlich Liegeplätze und Decken, die du mit hohen Temperaturen in der Waschmaschine waschen kannst.
Regelmäßige Pflege kann sinnvoll sein
Bei einem akuten Hefepilzbefall kann es sinnvoll sein, die Haut deines Hundes regelmäßig zu reinigen, um überschüssigen Talg, Schuppen und Hefebelastung sanft zu reduzieren. Wichtig ist dabei, dass du milde, hautschonende Produkte verwendest, die die Hautbarriere nicht zusätzlich reizen.
Achte darauf, dass dein Hund nach dem Baden gut abgetrocknet wird – denn Feuchtigkeit begünstigt das Pilzmilieu. Gerade Pfoten, Hautfalten und Ohren sollten im Alltag möglichst trocken gehalten werden.
Bitte verzichte auf aggressive Hausmittel oder stark reizende Substanzen, insbesondere wenn die Haut bereits gerötet oder angegriffen ist. Wenn du unsicher bist oder dein Hund starke Entzündungen zeigt, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll
Vorbeugung einer Pilzinfektion beim Hund
- Vitamin A ist wichtig für die Funktion der Abwehrzellen. Es hilft, Infektionen zu bekämpfen und die Gesundheit der Schleimhäute zu erhalten. Vitamin A kann über Zutaten wie Leber gut aufgenommen werden.
- Vitamin C ist bekanntermaßen ein starkes Antioxidans und hilft, Infektionen zu bekämpfen.
- Zink ist ein Spurenelement, das für die Funktion der Abwehrzellen essenziell ist. Zink hilft dabei, die Wundheilung der Haut zu fördern.
- Omega-3-Fettsäuren sind ein wesentlicher Bestandteil der Zellmembranen und spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen. Eine ausreichende Zufuhr von entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren ist daher besonders wichtig.
Achtung! Diese Medikamente verschlimmern Hefepilze
In meiner Praxis besuchen mich viele Hunde, die schulmedizinisch als Allergiker eingestuft wurden und gegen ihren vermeintlichen „Juckreiz“ oder „Hautausschlag“ Allergie-Medikamente erhalten. Diese Medikamente – oft Kortison oder sogar Immunsuppressiva wie Apoquel – scheinen auf den ersten Blick zu helfen, da sie die Symptome unterdrücken. Doch sobald das Medikament abgesetzt wird, verschlechtert sich der Zustand drastisch. Warum? Weil das eigentliche Problem nicht behoben, sondern nur kaschiert wurde.
Pilzinfektionen wie Malassezia oder Candida gedeihen besonders gut, wenn das Immunsystem geschwächt wird. Kortison und andere immunsupprimierende Medikamente senken die körpereigene Abwehr – das bedeutet, dass der Körper sich nicht mehr effektiv gegen Pilze, Bakterien oder andere Krankheitserreger wehren kann. Während der Hund also kurzfristig weniger Juckreiz verspürt, wird im Hintergrund die Pilzinfektion immer schlimmer.
Medikamente und die Darmgesundheit – ein Teufelskreis
Viele dieser Hunde haben bereits eine geschädigte Darmflora, oft durch Antibiotika, schlechte Ernährung oder Umweltbelastungen. Doch genau dort – im Darm – sitzt 70–80 % des Immunsystems. Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät, kann der Körper Pilzinfektionen nicht mehr in Schach halten.
Warum verschlimmern Medikamente das Problem?
Antibiotika eliminieren nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch die guten Bakterien, die wichtig sind, um das Wachstum von Hefepilzen zu kontrollieren. Ohne diese Schutzmechanismen können sich Candida & Co. ungehindert ausbreiten.
Kortison unterdrückt die Immunreaktion: Pilze wie Malassezia und Candida nutzen jede Schwäche des Immunsystems aus. Wird die Abwehr unterdrückt, können sie sich noch leichter im Körper ausbreiten.
Apoquel & ähnliche greifen regulierend in Immun- und Entzündungsprozesse ein: Solche Immunsuppressiva verhindern, dass der Körper auf Entzündungen reagiert – was anfangs für weniger Juckreiz sorgt, langfristig aber dazu führt, dass sich Infektionen ungehindert entwickeln können.
Darmschädigung durch sonstige Medikamente: Medikamente können die Darmwand durchlässiger machen (Leaky-Gut-Syndrom). Das begünstigt nicht nur Pilzinfektionen, sondern auch Allergien und weitere Entzündungen im Körper.
Die falsche Diagnose – warum Pilzinfektionen oft übersehen werden
Ein weiteres Problem ist, dass viele Behandler Pilzinfektionen gar nicht erst in Betracht ziehen. Stattdessen wird schnell die Diagnose „Allergie“ gestellt – und damit beginnt der Teufelskreis aus Medikamenten, die das eigentliche Problem nur verschärfen. Hefepilzinfektionen können jedoch mit den richtigen Methoden gezielt diagnostiziert und behandelt werden, ohne das Immunsystem weiter zu schwächen.
Wenn dein Hund bereits länger mit Allergie-Medikamenten behandelt wird und trotzdem (oder gerade deswegen) ständig neue Probleme hat, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. In vielen Fällen steckt eine Pilzinfektion dahinter, die mit der richtigen Ernährung und gezielten Nährstoffen viel besser behandelt werden kann – ohne das Immunsystem zusätzlich zu belasten.
Fazit: So schützt du deinen Hund vor Hefepilzinfektionen
Hefepilze sind weit mehr als nur eine harmlose Haut- oder Ohrinfektion – sie sind ein Zeichen dafür, dass im Körper deines Hundes etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ein geschwächtes Immunsystem, falsche Ernährung und Umweltbelastungen können das Wachstum dieser Pilze begünstigen und zu hartnäckigen Beschwerden führen.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Strategie kannst du Hefepilze gezielt bekämpfen und zukünftige Infektionen verhindern. Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- Die richtige Ernährung: Eine zucker- und stärkearme Ernährung entzieht den Hefepilzen die Lebensgrundlage und stärkt gleichzeitig den Darm – das Zentrum der Immunabwehr.
- Gezielte Nährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren helfen, das Immunsystem zu stabilisieren und Entzündungen zu reduzieren.
- Schwermetall- und Toxinreduktion: Umweltgifte können das natürliche Gleichgewicht des Körpers stören. Eine gezielte Entgiftung kann helfen, Belastungen abzubauen.
- Haut- und Fellpflege: Regelmäßige Pflege, natürliche Reinigungsmethoden und eine hygienische Umgebung verhindern eine erneute Ausbreitung von Hefepilzen.
- Geduld und Konsequenz: Die Behandlung eines Hefepilzes beim Hund erfordert Geduld und eine ganzheitliche Herangehensweise.
Alles Liebe, deine Hildegard
Typisch sind ständiges Lecken, Knabbern oder Beißen, oft kombiniert mit Rötung, dunkler Verfärbung, fettiger Haut oder einem starken Geruch. Viele Hunde bekommen zusätzlich bräunliche Verfärbungen im Fell.




47 Kommentare
Liebe Hildegard,
vielen Dank für diese tolle Seite! Sie gibt Hoffnung… Mein Hund hat seit 7 Monaten immer wieder Beschwerden. Von den Tierärzten fühlt man sich nicht ernst genommen.. Bei uns hat es damit begonnen, dass er Antibiotika wegen einer Mandelentzündung bekam. Danach begann die Leidenszeit. Ich bemerkte, dass er häufig leer schluckte, sich schleckte und sehr unruhig war. Nachts steht er oft auf und legt sich um. Ich merke, wie gestresst er ist und das wirkt sich auch extrem auf unseren Alltag aus, dass er nicht genug Ruhe bekommt aufgrund der Schmerzen. Mein Verdacht war immer Sodbrennen aber alle Mittel die wir gegen Sodbrennen gaben bzw. um den Darm zu unterstützen oder auch etliche Magenschutz brachten keine Veränderung (Ulmenrindenpulver, AcidProtect Tabletten, Sucralfat,..etc). Der Kot ist komplett normal. Mir is dann aufgefallen, dass er auf der rechten Pfote an der Unterseite komplett bräunlich ist. Meine TÄ meinte, das sei ein Hefepilz und komme meist vom Trockenfutter). Allergietest wurde ebenfalls gemacht, hier kam raus, dass Rind der Übeltäter ist. Wir haben ihn aber davor 1 Jahre lang pflanzlich ernährt, als kann die Allergie nicht direkt vom Futter kommen. Nun sind wir seit 2 Wochen auf Reinfleischdosen (Marke PERRO) umgestiegen da der Tipp der TÄ war, den Hefepilz aushungern zu lassen. Ich habe allerdings bemerkt, dass mein Hund immer nach dem fressen schmerzen hat. Er ist total unruhig und steht immer wieder auf und legt sich um. Manchmal hat er sogar (vermutlich vor Schmerzen, was mir das Herz zerreisst) gewinselt…. Ich habe dann (blöderweise weiß ich jetzt dass das natürlich den Pilz wieder nährt) Kartoffel als Kohlenhydratquelle dazu gefüttert, da ich dachte, dass das reine Fleisch ja auch säurehaltig ist, und es eventuell seinen Darm zu sehr belastet. Er hat auch 3-4 Stunden nach dem fressen immer noch extreme Magengeräusche (gluckern und Blähungen). Ich bin echt bereits am Ende und frage mich nun, ob ich jetzt wieder nur auf diese Reinfleischdosen umsteigen soll wenn er doch immer solche Schmerzen dabei hat… Ich habe das Gefühl, egal was ich ihm zu fressen gebe, er hat einfach immer schmerzen… ich weiß schon langsam echt gar nicht mehr weiter
Liebe Vitctora,
vielen Dank für deine offenen Worte und das Vertrauen, eure Geschichte hier zu teilen. Man spürt sehr deutlich, wie erschöpfend es ist, wenn der eigene Hund leidet und man selbst das Gefühl hat, im Kreis zu laufen. Dass du dich damit nicht mehr alleingelassen fühlen möchtest, ist absolut verständlich.
Zuerst etwas ganz Wichtiges: Du bildest dir das nicht ein. Das Verhalten deines Hundes zeigt sehr klar, dass er echte Beschwerden hat. Ein unauffälliger Kot schließt Probleme im oberen Verdauungstrakt nicht aus – gerade Magen, Schleimhäute und Nervensystem können massiv belastet sein, ohne dass man es im Kotbild sofort sieht.
Antibiotika am Anfang dieser Geschichte sind oft kein Zufall, sondern ein massiver Wendepunkt im System. Manchmal braucht es „nur“ einen kleinen Funken, um das Geschehen zu entzünden.
Das, was du beschreibst – Leerschlucken, ständiges Schlecken, Unruhe, nächtliches Umhergehen, Schmerzen nach dem Fressen, Gluckern und Blähungen Stunden später – passt nicht zu einfachem Sodbrennen und auch nicht zu einem isolierten Hefepilzproblem. Besonders wichtig ist: Die Beschwerden treten nach dem Fressen auf und halten lange an. Das spricht weniger für „das falsche Futter“ und viel mehr für ein überreiztes, nicht mehr regulierendes System. Genau deshalb fühlt es sich für dich vermutlich so an, als wäre egal, was du fütterst. Dieses Gefühl kenne ich sehr gut aus der Begleitung solcher Hunde, und es ist für Halter extrem belastend.
Bitte nimm dir eines ganz klar mit: Du hast nichts versäumt. Und dein Hund ist nicht hoffnungslos. Aber das ist auch nichts, was sich mit weiteren Einzelprodukten, schnellen Futterwechseln oder gut gemeinten Einzelmaßnahmen lösen lässt. Hier braucht es Ruhe, eine saubere Einordnung der gesamten Vorgeschichte und ein Vorgehen, das Magen, Darm und Stresssystem gemeinsam betrachtet. Wenn du magst, begleite ich euch dabei gern. Nicht mit weiteren Experimenten, sondern mit Struktur, Klarheit und einem Plan, der zu deinem Hund passt. Schreib mir dazu bitte direkt eine Nachricht oder eine E-Mail, dann schauen wir gemeinsam, was jetzt wirklich sinnvoll ist und wie ihr aus dieser Daueranspannung wieder herauskommt.
Alles Liebe,
Hildegard
Hallo, unser rüde ist 6,5 Monate alt und kommt aus dem Tierschutz. Wir habe. Ihn seid 1,5 Monaten. Von Anfang an hat er sich oft gekratzt und hat streng gerochen. Der tierarzt hat ein hauttest bei ihm gemacht und hat hefepilz festgestellt. Wir bekamen ein Shampoo, damit müssen wir ihn alle 2 Tage shampoonieren. Das machen wir jetzt seid ca. 2 Wochen. Mit dem kratzen ist es etwas besser geworden, ist aber noch lange nicht weg.der Geruch ist zwar nicht mehr so extrem ist aber noch recht präsent .Er bekommt frisch gekochtes Futter von butternut und zur jeder Mahlzeit Leinöl und gemahlene Saaten . Seine Ausscheidung ist dunkel und normal fest, wie es sich gehört. Wie kann Mann ihn noch unterstützen damit der hefepilz „abstirbt“? Bin für jeden Tipp dankbar
Liebe Janina, wichtig ist zu wissen: Hautverpilzungen sind fast immer systemisch. Das bedeutet, der Hefepilz sitzt nicht nur auf der Haut, sondern zeigt ein Ungleichgewicht im gesamten Körper. Das Shampoo kann die Oberfläche beruhigen, was durchaus sinnvoll ist, aber es löst nicht die Ursache.
Folgendes ist wichtig:
1. Die Ursache finden: Der Kot kann äußerlich normal wirken, aber Farbe und Konsistenz sagen wenig darüber aus, wie es im Darm wirklich aussieht. Hefen hängen oft mit Fehlbesiedlungen oder Entzündungen im Darm zusammen. Ein Kot-Screening ist daher immer sinnvoll, um zu sehen, ob pathogene Keime, Verdauungsprobleme oder eine Dysbiose dahinterstecken.
2. Schadstoff- und Mikronährstoffanalyse: Gerade junge Tierschutzhunde sind häufig belastet – durch Schwermetalle, Umweltgifte oder einen Mangel an wichtigen Mikronährstoffen. Auch oxidativer Stress spielt oft eine Rolle. Eine Laboranalyse (z. B. Fellmineraltest und bei Bedarf Blutwerte) zeigt, was den Hefepilz im Körper überhaupt „füttert“.
3. Konsequente und passende Fütterung: In meinem Rezept „Hefepilz“ findest du Hinweise, wie man über eine klare, reizarme Fütterung das innere Milieu stabilisieren kann. Besonders wichtig ist die Auswahl der richtigen Zutaten. Auch Öle und Saaten verträgt nicht jeder Hund gleich gut. Eine konstante, einfache Ernährung ist hier entscheidend.
4. Haut und Immunsystem parallel unterstützen: Das Shampoo weiter anzuwenden, ist natürlich in Ordnung, aber denkt daran: Die Haut zeigt nur das, was innen passiert. Erst wenn Darm und Immunsystem stabil sind, verschwinden Geruch, Kratzen und Hefe an der Haut dauerhaft.
Wenn ihr an der Ursache arbeiten möchtet, lässt sich hier über die richtige, konsequent abgestimmte Fütterung schon viel optimieren. Gerade bei Hefepilz reagieren viele Hunde spürbar, sobald man Ernährung, Darmgesundheit und weitere mögliche Belastungen zusammen betrachtet und perfekt auf den Bedarf des Tieres abstimmt. Falls ihr Unterstützung braucht: Ich biete individuelle Ernährungs- und Gesundheitsberatungen an – online oder vor Ort – und schaue mir solche Fälle ganzheitlich an. So lässt sich ein klarer Weg entwickeln, der wirklich zu eurem Hund passt.
Alles Liebe,
eure Hildegard
Hallo, unser 8 jähriger Shiba Inu begann vor 1,5 Jahren sich an den Innenschenkel zu lecken, bis sie rot und entzündet waren. Anfangs bekam ich diverse Salben vom Tierarzt, da er eine Allergie diagnostizierte. Futterumstellung auf selbst zubereitetes Wildschwein/diverses Gemüse/Kartoffel oder Reis Leider keine Besserung. Anfang diesen Jahres bekam er Apoquel und kurze Zeit später hielt er den Kopf schief und schüttelte ihn ständig. Diagnose Ohrenentzündung, da zu viele Hefepilze im Ohr waren. Habe Ohrensalbe und Ohrenspülung bekommen. Entzündung ist etwas zurückgegangen, aber immer noch nicht weg. Baden mit speziellem Shampoo brachten keine wesentlichen Veränderungen. Allergietest ergab Reaktionen auf Huhn, Lamm,Fisch, Milch, Eier, Mehl, Vorratsmilben aus Hausstaub, Pollen von Sauerampfer und Flohspeichel. Erneute Futterumstellung auf hypoallergenes und danach auf anallergenes Trockenfutter vom Tierarzt. Er bekam Cytopoint gespritzt, um den ständigen Juckreiz zu unterbinden. Es hat leider auch nicht geholfen. Mittlerweile hat er sich auch die Füße und Pfoten wund geleckt und an der Schnauze und um die Augen durch das ständige Wischen mit den Pfoten das Fell verloren. Seine Wesensveränderung ist für mich besonders traurig, da ich mir vorstellen kann, wieviel Stress es dem Hund bereiten muss. Habe sämtliche Tierärzte in der Umgebung aufgesucht, aber keiner kann helfen. Sie haben mir jetzt eine Desensibilisierung gegen Hausstaubmilben empfohlen,habe aber Angst, dass es auch nicht hilft. Außerdem ist das sehr langwierig und ich möchte ihm schnellstmöglich helfen. Tierarztkosten sind enorm und nichts hilft. Ich wusste mir keinen Rat mehr, bis ich heute diese Seite gefunden habe. Ich habe gelesen, wie häufig diese Probleme auftreten und das ich nicht allein ratlos bin. Alle Symptome meines Hundes passen auf eine Hefepilzinfektion. Ich werde jetzt wieder auf Selbstkochen, mit ausgewählten Lebensmitteln, umstellen und hoffen das es hilft. Nun zu meiner Frage: Sind Wildschwein und Reh auch geeignet? Mein ist Jäger und dieses Fleisch ist definitiv nicht Antibiotika belastet. Reicht Fleisch und Gemüse an Nähstoffen aus oder muss ich noch etwas hinzufügen?
Danke, dass ich mir das von der Seele reden durfte und freue mich über jeden Rat.
Daniela
Liebe Daniela,
was du beschreibst, erlebe ich in meiner Beratung leider immer wieder: dieselben Behandlungsabläufe mit immer neuen Medikamenten – doch das eigentliche Problem bleibt bestehen. Heilung beginnt oft genau dann, wenn man den Mut hat, etwas anders zu machen. Daher möchte ich dich ermutigen, an deinen eigenen Beobachtungen und Ideen festzuhalten – sie sind oft der wichtigste Schlüssel zur Genesung.
Dein Hund zeigt viele klassische Anzeichen einer Hefepilzbelastung, die mit einem aus dem Gleichgewicht geratenen Darmmilieu einhergeht. Die üblichen Medikamente verändern leider nicht die Ursache – nämlich das innere Milieu, in dem sich Hefen wohlfühlen.
Dass du das Futter jetzt wieder selbst zusammenstellen möchtest, ist eine sehr gute Entscheidung. Wildsorten sind grundsätzlich geeignet, da sie zu den niedrigantigenen Eiweißquellen gehören und meist gut vertragen werden.
Aber – und das ist wichtig – Verträglichkeiten sind immer individuell. Je stärker der Darm geschädigt ist, desto eher reagiert der Körper auf immer mehr Futtermittel mit Unverträglichkeit oder Entzündung.
Deshalb steht am Anfang jeder Therapie:
Nur so kann der Körper wieder in ein natürliches Gleichgewicht kommen. Dazu gehört unbedingt eine kohlenhydratarme, möglichst FODMAP-arme Ernährung, denn Zucker und leicht vergärbare Kohlenhydrate sind regelrechte „Futterquellen“ für Hefepilze.
Wähle also besser Gemüse wie Zucchini, Gurke oder Pastinake – aber vermeide Süßkartoffel, Kartoffel, Karotte, Reis oder Obst.
Ergänzend braucht dein Hund zu Fleisch und Gemüse noch einige Bausteine:
Wenn du magst, schau dir gern meine
Darmsanierung in 3 Phasen an – sie ist speziell für Hunde mit einer Dysbiose entwickelt. Damit kannst du Schritt für Schritt den Darm regenerieren und die Schleimhäute untertsützen.
Alles Liebe,
Hildegard
Guten Tag
Ich habe eine 17 Monate alte Deutsche Schäferhündin die ab und an auf Vorratsmilben allergisch reagiert mit meist rechtem Ohr und Hefepilz und Entzündung.
Ich füttere Happydog Canada und friere das Futter portionenweise ein. Dann säubere ich die Ohren 2-3/Woche.
Es ist aber so, dass sie immer mal wieder wie Schübe hat und sich das rechte Ohr wieder entzündet. Jetzt frage ich mich, ob ich beim Futter etwas umstellen muss, ich ihr Immunsystem stärken soll oder Vorsorglich ein medizinischen Ohrenreiniger gebrauchen soll, der auch die Masszellen abtötet? Oder helfen da auch Propolis, kolodiales Silber oder Manukahonig bei einem Schub/Entzündung??? Man liest so viel und man weiss schlussendlich doch nicht, was man Vorsorglich machen und dem Hund helfen könnte. Einerseits das Immunsystem stärken ist klar….ev. ein medizinischer oder natürlicher Ohrreiniger regelmässig verwenden…??
Liebe Tanja,
deine Beobachtungen passen gut zu dem, was man bei vielen Hunden mit Hefepilz-Belastung sieht: wiederkehrende Ohrentzündungen, meist einseitig, oft in Schüben.
Wenn du meinen Artikel aufmerksam gelesen hast, ist dir sicher aufgefallen, dass Hefepilze sich von Zucker und Stärke ernähren – und genau das findet sich im aktuellen Futter deiner Hündin reichlich: Kartoffeln liefern viel Stärke, die im Darm zu Zucker umgewandelt wird. Das schafft ein ideales Milieu für Hefen.
Wichtig zu wissen: Hefepilze sitzen nicht nur im Ohr, sondern sind Teil des gesamten Organismus – besonders im Darm. Wenn dort das Gleichgewicht kippt, zeigt sich das häufig zuerst über die Haut oder die Ohren. Deshalb ist es entscheidend, von innen heraus zu regulieren und nicht nur äußerlich zu pflegen.
Auch Zutaten wie Hefe oder mehrere (ungeeignete) tierische Proteine gleichzeitig können das Immunsystem zusätzlich reizen. Viele Hunde mit dieser Vorgeschichte profitieren von einer kohlenhydratarmen, leicht verdaulichen Ernährung, wie ich sie auch in meinem Rezept bei Hefepilzbelastung im Blog vorgestellt habe.
Ohrlösungen oder Pflegeprodukte können zwar unterstützend wirken, aber sie ersetzen keine ursächliche Behandlung. Wenn die Verdauung dauerhaft überfordert ist, spricht man von einer Verdauungsermüdung – dann hilft es, den Organismus über die Ernährung zu entlasten und die Darmflora gezielt aufzubauen.
Alles Liebe,
Deine Hildegard
Hallo, mein Deutscher Doggen Rüde ( knapp 7 Jahre) hat stark vermehrt Candida sp. , auch stark vermehrt E. coli-Variante Lakt.-neg. u. haemm. , mäßig vermehrt Klebsiella sp. . Stark vermindert Enterococcus sp. Mit Almazyme haben wir den Durchfall weg bekommen. Morgens bekommt er oft hochwertige Dosenfutter da er seit einiger Zeit sein Frühstück aus Kefir, Frischkäse, Joghurt mit Nüssen, Obst….. und was so alles Gesund ist nicht mehr frisst. Abends gibt es Fleisch mit gedünstetem Gemüse mit Kartoffeln. Das darf er ja alles nicht mehr fressen. Wie soll ich jetzt meinem ca 70 kg verwöhnten Hund ernähren das er satt wird. Und er das auch frisst. Ich bin jetzt total verzweifelt. Viele liebe Grüße. R. Körber
Liebe Frau Körber,
Sie sind mit Ihrem Problem nicht allein – aber es braucht jetzt tatsächlich einen klaren Kurswechsel. Die massive Vermehrung von Candida, E. coli und Klebsiella sowie der Mangel an freundlichen Darmbakterien deuten auf eine ausgeprägte Fehlbesiedlung hin. Dass der Durchfall durch die Gabe von Pankreasenzymen besser wurde, zeigt: Die Verdauungsleistung ist aktuell eingeschränkt. Das begünstigt Fäulnisprozesse – und lässt ungünstige Keime überhandnehmen.
Was jetzt wichtig ist:
Alles, was Zucker, Stärke oder Gärpotenzial hat – also Obst, Milchprodukte, Kefir, Joghurt, Frischkäse, Nüsse, Kartoffeln und Ähnliches – bitte dauerhaft weglassen. Auch wenn es vermeintlich „gesund“ erscheint: Für den Darm Ihres Hundes ist es derzeit genau das Gegenteil. Achten Sie unbedingt darauf, dass in der aktuellen Fütterung ausschließlich reines Muskelfleisch enthalten ist – ohne Innereien, Brühe, Pansen oder künstliche Zusätze. Auch der Histamingehalt spielt eine wichtige Rolle.
Ihr Hund braucht eine gezielte Unterstützung, um Fäulniskeime zurückzudrängen, das Mikrobiom wieder aufzubauen und die Regeneration des Darms einzuleiten. Im ersten Schritt können dabei enzymatische und pflanzliche Mittel gegen die Überwucherung helfen – wie z. B. unser Flora Vital.
Ich unterstütze Sie auch gern im Rahmen meiner Ernährungs- und Vitalstoffberatung. Besonders hilfreich: Mein strukturierter 3-Phasen-Darmsanierungsplan, der sich auch sehr gut zur begleiteten Selbsttherapie eignet. Damit lassen sich Fehlbesiedlungen gezielt regulieren, die Verdauung stabilisieren und eine individuell verträgliche Fütterung aufbauen – auch bei sensiblen oder wählerischen Hunden.
Alles Liebe und herzliche Grüße
Hildegard Ockenfels
Hallo, ich habe das gleiche Problem mit den Ohren wie ihr. Ich empfehle, immer wieder die Ernährung zu verändern, um herauszufinden, was hilft. Zur Linderung verwende ich selbstgemachte Kochsalzlösung – diese spritze ich vorsichtig in den Gehörgang (Innenbereich). Kokosöl trage ich eher außen um die Ohren auf – das wirkt sehr beruhigend. Außerdem nehme ich aktuell reines Propolis vom Imker – auch das kann unterstützend wirken.
Viel Glück!
hallo, er kratzt sich jetzt am Kopf auf…. richtig offene stellen!
Hallo,
Ich muss leider sagen, dass er mehr „pickelchen“ am Kopf bekommt durch das neue Futter! Also Pferd, Sellerie und Zucchini. Natürlich fehlen noch die ganzen anderen Öle und Enzyme aber trotzdem schon echt blöd!
Dafür ist das im Ohr etwas besser geworden.
Für mich bringt eigentlich mal wieder nur der Tierarzt!
Hallo, vielen Dank für deine Rückmeldung – ich verstehe absolut, dass dich die neuen Hautreaktionen verunsichern. Gerade wenn man das Gefühl hat, auf dem richtigen Weg zu sein, können solche Rückschläge frustrierend sein. Wichtig zu wissen: Bei meinen Empfehlungen handelt es sich immer nur um grobe Richtwerte. Jeder Hund ist individuell – mit einer eigenen Vorgeschichte, Stoffwechsellage und Reaktionsweise. Gerade bei manifestierten Symptomen, die sich über längere Zeit aufgebaut haben, ist der Weg zur Besserung kein Sprint, sondern ein Marathon. Der Körper benötigt Zeit, um aus dem Ungleichgewicht herauszufinden – oft über mehrere, gezielt abgestimmte Schritte. Dass sich das Ohr bereits etwas beruhigt, ist trotzdem ein gutes Zeichen – es zeigt, dass im Organismus ein Prozess in Gang kommt, auch wenn sich das nicht sofort überall zeigt. Um gezielter und individueller helfen zu können, bieten wir in unserer Praxis für Bioenergetische Balance eine umfassende Einzelberatung an. Dabei arbeiten wir unter anderem mit einem energetischen Unverträglichkeitstest oer auch einer Darmflora-Analyse, da eine gestörte Darmflora häufig der Schlüssel zu Haut-, Verdauungs- und Immunsymptomen ist.
Alles Liebe, Hildegard
Achso, Tiefkühlgemüse ist das auch in Ordnung oder eher nicht!?
Und was von diesen Fleischsorten sollte ich verwenden? Muskelfleisch? Innereien oder welches eignet sich am besten?
LG Romina
Mein Hund hat ständig Ohrenprobleme. Sie sind mittlerweile geschwollen, gerötet und haben helles Sekret in und hinter dem Ohr. Mir wurde zuerst auch gesagt, Allergie und/oder Hefepilze. Seine Rute ist auch „entzündet“ und dort ist ein kreisrunder Haarausfall entstanden. Früher hatte er auch saisonal oben am Kopf und unter den Achseln Schorfstellen.
Mir wurde eine Ernährungsumstellung empfohlen; Hähnchen, Möhre und Reis. Das habe ich getan und ihm wurde dann noch eine Spritze gegeben, die auch fast 2 Monate anhielt… nur es ist meiner Meinung nach, noch schlimmer geworden… ich bin am verzweifeln, er tut mir so leid! Ich denke, er hat Schmerzen und leidet! Aber ich weiß nicht, ob ich der Tierärztin noch vertrauen kann oder ob ich andere Möglichkeiten von ihr annehmen sollte.
In Ihren Beiträgen konnte ich lesen, dass Reis und Möhre komplett falsch sind! Das werde ich ab morgen sofort ändern! Nur was für ein Fleisch und sollte ich es vorkochen (Gemüse und Fleisch)? Ich habe noch 2 andere Hunde, die haben diese Probleme nicht, aber es könnte sich auch relativ schnell Futterneid entwickeln!
Vielleicht können Sie mir ja irgendwieein paar Tipps geben, die ich anwenden kann/sollte!?
Ich verzweifle langsam an diesem Problem!
Liebe Grüße und Danke im Voraus!
Romina und Hund Knödel 🙂
Liebe Romina, ich kann deine Verzweiflung absolut verstehen. Du bist mit dem, was du schilderst, definitiv nicht allein – viele Hundehalter machen ähnliche Erfahrungen, gerade bei wiederkehrenden Problemen. Was du beschreibst, klingt nach einem tieferliegenden Problem, das weit über eine einfache Futterumstellung hinausgeht. Leider ist die übliche Schonkost aus Huhn mit Reis bei empfindlichen oder allergischen Hunden oft kontraproduktiv: zu stärkehaltig, zu wenig darmentlastend, zu oft allergenbelastet – und bei chronischen Entzündungsprozessen meist nicht hilfreich. Du hast absolut richtig reagiert, indem du dir selbst Gedanken machst und bereit bist, etwas zu verändern – das ist der erste wichtige Schritt.
Was ich dir raten würde:
1. Weg mit der Stärke: Kein Reis, keine Kartoffeln, keine Möhre, keine Getreidebestandteile. Diese fördern Hefepilze, belasten die Darmschleimhaut und können Entzündungen anheizen.
2. Proteine wechseln: Hähnchen ist leider sehr häufig belastet und wird oft nicht gut vertragen. Besser geeignet: Pferd, Kaninchen, Ente – möglichst aus einer klaren, unverarbeiteten Quelle.
3. Gemüse: Brokkoli, Zucchini, Sellerie oder fermentiertes Gemüse sind viel geeigneter als Möhre. Kleine Mengen genügen.
4. Verdauung unterstützen: Fast alle Hunde mit diesen Symptomen haben auch eine gestörte Darmflora (oft SIBO oder Leaky Gut).
Ganz wichtig:
Wir bieten übrigens auch einen Darmcheck an – darüber lässt sich deutlich mehr über die eigentlichen Ursachen der Beschwerden herausfinden. Oft wird erst dann klar, welche Keime überhandgenommen haben, ob eine Fehlbesiedlung vorliegt oder ob Entzündungen oder Pilze den Darm belasten. Das ist die Basis für eine gezielte Therapie – statt weiter im Dunkeln zu tappen.
Du bist auf dem richtigen Weg. Und Knödel hat Glück, dass du so aufmerksam und liebevoll dranbleibst.
Alles Liebe, Hildegard
Hallo Hildegard!
Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort!!
Wo sollte ich das Fleisch denn kaufen? Bei einem Tierbedarfsladen? Also Barffleisch oder eher in einem Supermarkt, für uns Menschen?
Und wie soll ich ihn satt kriegen? Einfach mehr vom Fleisch? Ich hab ein wenig Bedenken, ihn so nicht satt zu bekommen! 😇
Ich find es super, dass Sie mir so schnell und hilfreich geantwortet haben! Vielen, vielen Dank!
Liebe Grüße Romina
noch eine Frage.
Was für Fleisch nehme ich denn? Also ich nenne nicht welche Sorte, sondern, soll ich das gefrorene barf Fleisch nehmen oder einfach frisches fleisch kaufen und es kochen?
Hallo ich habe einen 5 Jahre alten old english bulldogg rüden. Ich habe ihn vor 3 Jahren zu mir geholt, da er wegen seinem dickkopf ins Heim sollte. Der Besitzer gab mir damals Rinti Nassfutter Getreidefrei mit, da er ihm das immer gefüttert hat. Im letzten Sommer bekam er plötzlich rote Pusteln an Achseln, Schenkel Innenseiten und kratzte sich ständig. Das ganze wurde etwas besser, als der Sommer begann. Seit dem Herbst schüttelte er öfter den Kopf, kratzte sich ständig, war sehr empfindlich bei der Berührung am Rücken. Jetzt ist es so schlimm das er sich seine pfoten wie verrückt leckt und knabbert , er steigert sich richtig rein und ist auch nicht ab zu bringen wenn er dabei ist. Die Ohren sich außen rot und wund durchs ständige kratzen. Und innen ist ständig braune klebrige Masse.
Wenn er gut drauf ist, darf ich sie mit einem babyfeuchttuch sauber machen und außen Kokosöl auftragen.
Am rücken hat er seit dem Herbst einen kleinen weißen Punkt, der ist jetzt wie ein Daumen Nagel so groß, rot und kahl, das Fell ist an der Stelle weg.
Ich füttere jetzt gekochte hähnchenbrust mit Möhre. Wobei ich gerade gelesen habe das Möhre nicht so gut ist.
Mein mann gibt ihm ab und zu frolic, da er das gerne isst, jedoch ist da Getreide drin. Er hat bisher auch gerne Wiener und Käse gefressen. Ich weiß das das falsch ist und habe das meinem Mann auch untersagt zu tun.
Der Tierarzt will mir ständig antiallergie Tabletten geben. Aber da habe ich schlechte Erfahrung gemacht, nach der Einnahme geht es erst richtig los…
Es macht mich wahnsinnig meinen treuen Freund so leiden zu sehen, er kommt gar nicht mehr zur Ruhe, da er ständig am lecken und knabbern und kratzen ist .
Vielleicht habt ihr Tips für mich, wie ich es in den Griff bekomme.
Hallo Katja,
Danke, dass du deine Geschichte und die Probleme deines Hundes mit uns teilst. Ich verstehe, wie belastend es sein muss, deinen Hund so zu sehen. Wie im Blogartikel beschrieben, ist es wichtig, den Organismus deines Hundes zunächst zu entlasten, damit er sich erholen kann. Das bedeutet, einen klaren Anfang zu setzen, indem du auf ein möglichst verträgliches Futter umstellst. Mein vorgeschlagenes Rezept mit einer einzigen Proteinquelle (Muskelfleisch einer verträglichen Sorte), kann ein guter Start für euch sein. Beruhend auf meinen Erfahrungswerten empfehle ich oft Kaninchen, Enten- oder Pferdefleisch. Dies muss allerdings individuell für jeden Hund herausgefunden werden. Möglich ist auch ein Test auf Unverträglichkeiten. Du bist bereits auf einem guten Weg, dein Engagement ist der Schlüssel, um deinem Hund zu helfen. Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Hund bald wieder Ruhe und Wohlbefinden findet! Alles Liebe, Hildegard.
Hallo Zusammen,
Ich habe ein 2 Jahre alten Mops, als ich ihn geholt habe mit 9 Wochen hat mir die Züchterin select Gold Trockenfutter gegeben die er nicht fressen wollte. dann habe ich angefangen für Ihn zu Kochen ( Rind) aber er wollte es nur Pur fressen sobald ich Gemüse reingemischt habe wollte er es nicht fressen. Im Moment seit Paar Monaten Pfoten und Ohren extrem rot und die Jucken. 3 Heilpraktiker, 2 Fachärzte und keine Besserung. Futter habe ich umgestellt auf Platinum Lamm. aber erst seit Paar Tagen. der tut mir so leid und mein Herz blutet wenn er anfängt die Pfoten zu beißen. Was soll ich machen Ich weiß nicht mehr weiter seine Beschwerden müssen mal Jetzt ohne Cortison und Antibiotika weg
Hallo Asley, es ist unbedingt notwendig, die Ursache für die Symptome deines Hundes zu finden, da dies der Schlüssel zur Linderung ist. Eine gezielte Anpassung der Ernährung und die Auswahl passender Ergänzungen können dabei helfen, mögliche Auslöser im ersten Schritt auszuschließen. Die von dir beschriebenen Symptome könnten auf tiefere Entzündungen hindeuten, die dein Hund nicht mehr allein regulieren kann. Da das Immunsystem und der Darm eng miteinander verknüpft sind, empfehle ich dir, sowohl einen Test auf Unverträglichkeiten als auch ein Kotflora-Screening durchzuführen. Diese Tests liefern dir wichtige Informationen, um gezielt reagieren und deinem Hund langfristig helfen zu können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine persönliche Beratung zu den Testergebnissen zu erhalten, um die bestmöglichen Schritte zur Unterstützung deines Hundes zu planen.
https://www.beste-kumpels.com/kotuntersuchung-hund-darmflora-screen
https://www.beste-kumpels.com/Futter-Test-Unvertraeglichkeit-Hund
Alles Liebe, Hildegard
Hallo, meine Pudelhündin hat immer wieder Ohrenentzündungen. Diese wurden des öfteren schon mit Antibiotika behandelt. Eine zeitlang war alles gut, jetzt hat sie einen Pilz im Ohr, es juckt sie nur wenn ich die Ohren sauber mache. Aber für den Hund ist es immer sehr stressig. Ich füttere Anifit Hundenahrung. Ich möchte Sie nicht wieder mit Antibiotika belasten. Was kann ich tun?Danke für ihre Hilfe
Hallo Heide, Hefepilze treten häufig im Ohr von Hunden auf und sind ein Zeichen für eine tieferliegende Belastung des Organismus. Es ist wichtig, die Ursache für dieses Ungleichgewicht zu ermitteln und potenzielle Stressfaktoren zu beseitigen. Eine sanfte und regelmäßige Ohrenreinigung kann vorerst den Juckreiz lindern. Eine vollständige Gesundung lässt sich jedoch nur durch eine innere Stabilisierung des Organismus erreichen. Bei weiteren Fragen oder Beratungsbedarf können Sie sich gern an unsere Praxis für bioenergetische Balance wenden. Alles Liebe, Hildegard.
Hallo 🙋🏻♀️ ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen 👌🏼mein Hund hat Allergien gegen Hausstaubmilben,Beifuß und etwas gegen Brennnessel …haben auch das Futter von Trocken auf Feucht umgestellt (Kaninchen mit Brokkoli und Zucchini mit etwas Leinöl) aber seit 2 Wochen keine Besserung 😟der Pilz ist immer noch im Ohr,sogar Wasser im Ohr !
Sollte ich vielleicht anstatt des Futters alle Teppiche entsorgen ? Oder was kann man noch tun ?
Liebe Grüße 🖖
Hallo Sandra, die Störung durch Hefepilze wird nicht nur im Ohr deines Hundes vorliegen. Ich empfehle daher immer einen ganzheitlichen Blick auf den Organismus. Bitte sorge dafür, dass sich das Ohr deines Hundes jetzt nicht weiter entzündet! Bei allen chronischen Belastungen ist es wichtig, die Ursache(n) der Beschwerden herauszufinden und diese so gut wie möglich zu beseitigen. Weiterhin sollte das Futter individuell auf deinen Hund abgestimmt sein. Dies beinhaltet die Suche nach einer guten Basis aus verträglichem Fleisch und Gemüse sowie die Hinzunahme funktioneller Futterergänzungen. Bitte bedenke, dass die Behandlung tiefgreifender Störungen Geduld erfordert und eine gute Strategie benötigt. Dabei hilft es, das Wissen von Personen zu nutzen, die sich mit diesem Thema bestens auskennen und eine auf deinen Hund zugeschnittene Beratung anbieten. Alles Liebe, deine Hildegard.
Guten Abend, wie viel wasserstoffperoxid soll denn in die Badewanne? Liebe Grüße Denise
Bei Badeanwendungen kann 1/2-1 Tasse verwendet werden. Alles Liebe, Hildegard
Hallo, ich habe einen 14 Jahre alten Corgi und er hat einen sehr roten Anus + die Haut drum herum. Ständig rutscht er auf den po herum. Natürlich leckt er seine Pfoten und der Stuhlgang ist weich bis Durchfall. Waren schon beim Tierarzt und er drückte die Analbeutel aus und dennoch rutscht er auf den Po.
Mein Verdacht war schon etwas in die Richtung. Aber der Arzt sagte nein alles nur Dreck. Was kann ich tun. Habe Futter Umstellung gemacht. Ok, das mit den Möhren wusste ich nicht. Ich dünste schon immer für mein Hund früher Barften wir. Leider verträgt nicht mehr alles deshalb dünsten. Wie sieht es mit mager joghurt aus? Beim Ei, muss es gekocht sein, oder wenn roh nur das Eigelbe?
Vielen Dank für deine Antwort und sorry für den langen Text.
Hallo Elke, bei Problemen mit dem Verdauungssystem ist es wichtig, die Ursache(n) zu finden. Das heißt, du sollte den gesamten Verdauungstrakt ins Visier nehmen und zuerst eine optimale Verwertung der Nahrung in den Vordergrund stellen. Es ist schön zu lesen, dass du dich selbst um die Zubereitung des Futters kümmerst. Dadurch behältst du die volle Kontrolle über die Fütterung deines Hundes. Hierbei ist wichtig, dass auf Dauer eine bedarfsdeckende Ernährung erreicht wird. Bei einer Hefepilzüberwucherung sollte das Futter absolut zuckerfrei sein. Das schließt auch, und vor allem Kohlenhydrate wie Getreide und Kartoffeln ein. In meinem Artikel findest du schon allerlei Hinweise, die du zu Hause selbst umsetzen kannst. Milchprodukte sind meiner Meinung nach nicht förderlich. Eier können im Allgemeinen im gekochten Zustand im Ganzen gefüttert werden. Aber auch das ist mehr eine individuelle Entscheidung – ob ein Hund Eier oder Milchprodukte überhaupt verträgt, muss vorher herausgefunden werden. Ich hoffe, dir mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Falls du mehr Hilfe benötigst, schreibe mir gern eine E-Mail an: praxis(at)beste-kumpels.com
Alles Liebe, Hildegard
Bei meinem Hund wurde im darm ein hefepilz festgestellt – dadurch der Durchfall. Darf ich dabei die moro-möhrensuppe füttern?
Hallo Conni, eine Übersiedlung mit Candida kann eine Reihe von Beschwerden auslösen, darunter auch Durchfall. Nur mit einer zuckerarmen Ernährung kann Hefepilzen die Nahrungsgrundlage entzogen werden. Möhren sind aber reich an Kohlenhydraten und sollten daher bei einer Hefepilz-Diät vermieden werden. Es ist wichtig zu wissen, ob der Durchfall tatsächlich von Hefepilzen, anderen Keimen oder einer Unverträglichkeit kommt. Denn in Fällen von gewissen Bakterien kann die Fütterung von Moro-Suppe wiederum förderlich sein. Ich hoffe, dir mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Alles Liebe, Hildegard.
Mein Hund leckt vermehrt die Pfoten.
Kann ich auch Kamillentee in die Badewanne dazugeben damit sich die Hefe nicht weiter ausbreitet? Oder wird nur wasserstoffperoxid empfohlen?
Wie viele Tropfen sind nötig?
Sollte nach dem Baden eine Creme oder cocos Öl verwendet werden?
🙁 muss was tun es wird schlimmer
Hallo Yasemin, bei starken Beschwerden ist eine ganzheitliche Behandlung wichtig. Dazu gehört allen voran eine Anpassung des Futters und die Unterstützung des Organismus mit funktionellen Futterergänzungen. Das Baden ist „nur“ eine Maßnahme zur Linderung der schlimmsten Symptome auf der Haut. Eine Regeneration ist nur von innen her möglich. Bei Hautproblemen kann eine Anwendung mit speziellem Honig-Shampoo erfolgreich sein und die Symptome dämpfen. herzliche Grüße, Hildegard
Hallo,
Wie viele Tropfen Wasserstoffperoxid
Macht man den in die Badewanne mit Wasser rein?
Ich habe einen kleinen flauschigen Hundi. Sollte man die Haare um die Pfoten trimmen ?
Was für Fleisch eignet sich am besten ? Habe einen 6 Jahre alten Mini-Yorki die die selben Symthome hat. Sie wiegt 2,6 kg.
Hallo Dirk, das lässt sich nicht allgemein beantworten. Die Frage nach der richtigen Sorte Fleisch ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Um Allergien oder Unverträglichkeiten besser eingrenzen zu können, sind Resonanztests eine echte Möglichkeit. Andernfalls muss man die beste Sorte für den Hund durch „Versuch und Irrtum“, auch Ausschlussprinzip herausfinden. Ebenfalls möglich ist die Auswahl von Fleisch in Anlehnung an die TCM. Bei Hefepilz empfehle ich, zuerst „kühlendes“ Fleisch wie Kaninchen, Ente oder Pferd zu versuchen. Auch Schweinefleisch kann eine gut verträgliche Sorte sein. Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Information weiterhelfen. Gute Besserung, deine Hildegard.
Sehr interessanter Beitrag! Ich frage mich aber wie genau „zu viel‘ Hefepilz diagnostiziert wird? Kurz zu meinem Hund: Er hat käsig riechende Pfoten und Ohren, rötlich verfärbtes Fell zwischen den Pfoten und Genitalbereich (dort aber nur sehr schwach), und oft zu weichen Kot bzw auch mal Durchfall, dafür sind seine Ohren aber total sauber und seine Haut weist auch keine unnormalen Veränderungen auf. Und der Stand ist seit Jahren der gleiche. Einzig die Verdauung hat sich verbessert durch Futterumstellung. Also irgendwie passt es zu Hefepilz, irgendwie auch nicht. 🤔
Hallo Julia, Hefepilze wie Candida albicans oder Malassezien können durch eine Kotuntersuchung oder Abstrich (z. B. aus dem Ohr) bestätigt werden. Leider sind viele Tests aber falsch-negativ, da nicht in jeder Probe Hefepilze auftauchen. Daher ist es immer wichtig, die Beschwerden zu bewerten. Oft „zu weicher“ Kot oder Durchfall sind die ersten ernst zu nehmenden Probleme des Verdauungssystems. Dies solltest du genauer unter die Lupe nehmen. Sehr hilfreich sind Kotfloraanalysen für Hunde: https://www.beste-kumpels.com/kotuntersuchung-hund-darmflora-screen
Wie lange solten einzelne Phasen dauern? Oder alle 4 Schritte gemeinsam durchführen? Liebe Grüße Theresa
Theresa, zu Beginn ist es wichtig, die geeigneten Zutaten für das Basis-Futter zu finden – du solltest mit Fleisch, Gemüse und Enzymen beginnen. Überprüfe die Symptome innerhalb von ein bis zwei Wochen. Wird es besser? Dann kümmere dich um Futterzusätze wie Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren. Ich empfehle immer, Ergänzungen einzeln und schrittweise einzuführen. So kannst du diese Beigabe besser einschätzen. Alles andere ist abhängig von den Symptomen. Bei Hunden mit starken Hautproblemen und Ohrenentzündungen ist eine regelmäßige Pflege der betroffenen Areale von großer Bedeutung. Das kann täglich erforderlich sein oder auch nur einmal in der Woche, je nachdem, wie stark der Bedarf des Hundes ist. Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Information weiterhelfen. Gute Besserung, deine Hildegard.
So sehe ich das auch, Danke für den klasse Beitrag.