Hefepilz beim Hund effektiv behandeln

Hefepilz beim Hund erkennen und behandeln

Riecht dein Hund süßlich-muffig, leckt ständig die Pfoten oder hat immer wieder Ohrentzündungen? Dann steckt sehr häufig ein Hefepilz dahinter – vor allem Malassezia.

Viele Hunde werden in dieser Phase vorschnell als „Allergiker“ abgestempelt. Doch in der Praxis zeigt sich immer wieder: Hefepilz ist oft nicht die Ursache – sondern ein Symptom für ein verändertes Milieu.
Und genau deshalb reicht es meist nicht aus, nur äußerlich zu behandeln.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Hefepilz beim Hund sicher erkennst, warum er entsteht und welche Schritte wirklich helfen – über Fütterung, Darmaufbau, Milieu-Stabilisierung und gezielte Unterstützung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hefepilze beim Hund?

Ein Hefepilz beim Hund ist eine Überwucherung bestimmter Hefen, die natürlicherweise auf Haut und Schleimhäuten vorkommen. In kleinen Mengen sind diese Mikroorganismen völlig normal – problematisch wird es erst, wenn sich das Gleichgewicht im Körper verändert.

Beim Hund sind besonders zwei Begriffe relevant:

  • Malassezia: typisch bei Haut- und Ohrenproblemen (Pfoten, Leiste, Ohren, Achseln)
  • Candida: eher ein Thema im Darmmilieu und bei systemischer Dysbalance

Wichtig zu verstehen: Hefepilz entsteht selten „einfach so“. Er nutzt eine Schwäche im System wie eine gestörte Darmflora, chronische Entzündung oder eine dauerhafte Belastung des Immunsystems.

Wodurch infiziert sich ein Hund mit Hefepilz?

Hefepilzinfektionen beim Hund treten häufig nach der Behandlung mit Antibiotika auf. Diese Medikamente zerstören nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch die nützlichen Bakterien, die normalerweise das Wachstum von Hefepilzen im Darm und auf der Haut verhindern. Dies kann zu einer übermäßigen Vermehrung des Hefepilzes führen. Hefepilze können auch zu einem Problem für Hunde werden, die „immunsupprimiert“ sind. Dazu gehören Hunde, die Cortison oder andere immunmodulierende Medikamente einnehmen, sowie Hunde, die an Morbus Cushing leiden. Hefepilzinfektionen kommen auch verstärkt bei allergischen Hunden vor.

Pilzinfektionen bei Hunden auf der Haut erkennen

Malassezia furfur ist auf der Haut zu finden und kann beim Hund starken Juckreiz verursachen, wenn er überhandnimmt. Dies wird oft, aber fälschlicherweise in der Praxis häufig zunächst als Allergie eingeordnet – weil sich die Symptome sehr ähneln. Wie jeder andere Pilz wächst Malassezia bei Hunden gerne in und auf Ohren, unter den Achseln und der Leiste, unter dem Kinn und am Hals, rund um Anus und die Geschlechtsteile.

Candida im Darm

Im Darm deines Hundes werden Hefepilze normalerweise von guten Bakterien in Schach gehalten. Wenn Hefepilze unkontrolliert wachsen, weil die guten Bakterien reduziert sind, können sie die Darmschleimhaut irritieren und das Darmmilieu aus dem Gleichgewicht bringen. In der Naturheilkunde spricht man in diesem Zusammenhang häufig von einem Leaky-Gut-Syndrom bzw. einer erhöhten Darmdurchlässigkeit. Bei Hunden kann das Leaky-Gut-Syndrom zu Juckreiz, Verdauungsproblemen, Allergien und Immunschwäche führen. Du siehst also, dass sich die Symptome in vielen Fällen überschneiden und eine genaue Diagnostik wichtig ist.

Gerade bei sensiblen Hunden entsteht so ein klassischer Teufelskreis:
Die Haut juckt → Medikamente unterdrücken Symptome → Pilz wird stärker → Beschwerden kommen wieder.

Symptome einer Infektion mit Hefepilz beim Hund?

Die Symptome eines Hefepilzes beim Hund sind oft schwer zu erkennen, da sie sich mit denen von Allergien oder anderen Hautproblemen überschneiden. Hier sind die häufigsten Anzeichen für eine Hefepilzinfektion bei Hunden:
  1. Geruch: Das eindeutigste Symptom einer Hefepilzinfektion ist ein stechender, unangenehmer, süßlicher Geruch. Dieser Geruch ähnelt dem von alten Schuhen oder Käse und kann wirklich sehr stark sein. Der Geruch einer Pilzinfektion ist kein normaler Hundegeruch! Wenn dein Hund nach Käse stinkende Pfoten oder muffig riechende Ohren hat, liegt wahrscheinlich Hefepilz vor.
  2. Übermäßig juckende Pfoten: Toxine der Hefepilze reizen die Haut, was zu einem unerträglich starken Juckreiz führt. Dadurch knabbern, beißen und lecken Hunde sich ständig an den Pfoten – bis sie blutig werden.
  3. Hautirritationen und dunkel gefärbte Haut: Durch die Pilzinfektion wird die Haut sehr empfindlich und neigt zu Veränderungen. Zu Beginn einer Hefepilzinfektion entwickelt die Haut einen dunkel-rosafarbenen oder roten Ausschlag. Durch das Jucken und Kratzen wird die Haut im Folgenden beschädigt und die betroffenen Stellen färben sich gräulich oder schwärzlich. Das geht auch mit Haarausfall einher. Das betroffene Areal kann darüber hinaus fettig werden oder anschwellen.
  4. Schuppen und Krusten auf der Haut: Manche Hunde bekommen bei einer Pilzinfektion eine krustige oder schuppige Haut, was wiederum zu verstärktem Juckreiz und Kratzen führt.
  5. Ohrinfektionen und Kopfschütteln: Hundeohren sind sehr anfällig für Pilzinfektionen. Die Ohren entzünden sich, werden rot und schwellen an, was mit vielen Schmerzen einhergeht. Dies führt dazu, dass sie übermäßig den Kopf schütteln und schief halten. Hefepilzinfektionen im Ohr verursachen zudem einen wachsartigen dunklen Ausfluss. Dieses Sekret sieht anfangs gelblich-braun aus und kann dunkel werden, je länger die Infektion voranschreitet.

Weitere Symptome:

  • Haarausfall am Schwanz und am oberen Rücken
  • Gräuliche oder rostige Farbe um die Genitalien herum
  • Magen-Darm-Probleme wie Durchfall
  • Saisonale Allergien
  • Sekundäre bakterielle Infektionen wie ein massiver Befall mit Staphylokokken etc.

Es ist wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und strategisch zu behandeln. Denn je länger der Hefepilzbefall deines Hundes unbehandelt bleibt, umso schwieriger wird es, das zu beheben. Wenn dein Hund mehr als eines dieser Anzeichen aufweist, ist es möglicherweise schon lange an der Zeit, einen Hefepilz zu behandeln.

Hefepilze und ihre Vorliebe für Zucker und Schwermetalle

Hefepilze wie Candida albicans sind opportunistische Erreger – sie nutzen Schwächen im System. Zwei Faktoren spielen dabei eine besonders große Rolle: Zucker im Futter und Belastungen im inneren Milieu.

Hefepilze ernähren sich von Zucker und Stärke. Ein Futter das reich an verarbeiteten Kohlenhydraten, Getreide oder zuckerhaltigen Leckerlis ist, liefert ihnen genau die Nahrungsgrundlage die sie brauchen um sich unkontrolliert zu vermehren. Das ist einer der Gründe warum eine stärke- und zuckerarme Ernährung bei Hefepilzbefall so zentral ist.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf dass Hefepilze in belasteten Milieus leichter überhandnehmen – insbesondere wenn der Körper dauerhaft mit Umweltbelastungen konfrontiert ist. Schwermetalle aus kontaminiertem Wasser, Böden, Umweltverschmutzung oder stark verarbeitetem industriellem Futter können sich im Gewebe anreichern und langfristig die Entgiftungssysteme belasten. Das schwächt das Immunsystem und gibt Hefepilzen mehr Spielraum.

Hinzu kommt ein weiterer Mechanismus: Hefepilze können Schwermetalle im Darm binden. Das klingt zunächst hilfreich, ist aber problematisch, denn dadurch wird das Darmmilieu für nützliche Bakterien zunehmend ungünstig. Die Schutzflora wird geschwächt, der Hefepilz kann sich weiter ausbreiten.

Das Zusammenspiel aus zuckerreicher Ernährung, geschwächtem Immunsystem und Milieubelastung ist deshalb kein Zufall – es ist ein Kreislauf. Und genau dort muss die Behandlung ansetzen: nicht nur an der Oberfläche, sondern am Gesamtmilieu.

5-Schritte-Plan: So wirst du Hefepilze beim Hund los!

Wenn dein Hund unter einer Infektion mit Hefepilzen leidet, solltest du dich 1. mit der Ernährung und 2. der Ausleitung von Schwermetallen befassen. Die richtige Fütterung ist Grundlage jeder Gesundheit, ganz besonders aber bei Pilzinfektionen. Je nachdem, wie du deinen Hund fütterst, trägst du dazu bei, das Wachstum der Hefepilze weiter zu fördern oder dem Organismus zu helfen, mit den Pilzen fertig zu werden.

Hier sind meine FÜNF SCHRITTE, um das Wachstum der Hefepilze einzudämmen:

1. Füttere eine Anti-Hefepilz-Diät

Eine chronische Pilzinfektion kann einen langen und schwierigen Heilungsprozess nach sich ziehen! Die richtige Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Behandlung von Hefepilz beim Hund und sollte daher unbedingt berücksichtigt werden. Hefepilze lieben Stärke und Zucker. Wenn du also Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis, Hirse, Mais und Getreide aus dem Futterplan deines Hundes streichst, kannst du die Hefepilze im ersten Schritt aushungern. Auch Obst und Honig solltest du bei einer Anti-Pilz-Diät nicht füttern. Mein empfohlenes Futter bei Belastungen durch Hefepilz besteht daher hauptsächlich aus natürlichen, unverarbeiteten, zuckerarmen Zutaten. So sollten vorwiegend viel frisches oder gekochtes Fleisch und grünes Gemüse, Saaten und Sprossen auf den Futterplan gesetzt werden.

In einigen Fällen kann die Umstellung auf rohes Hundefutter (Barf) etwas schwierig oder gar unmöglich sein. Das liegt daran, dass das Verdauungssystem auf das jahrelang gefütterte Futter konditioniert ist. Ich rate daher in meiner Praxis zu einer Umstellung in mehreren Phasen. Gewöhne deinen Hund langsam an rohe Zutaten, falls du diese verwenden willst. Das ist aber keine Bedingung.

Die richtigen Komponenten auswählen

Verwende in den ersten Wochen ein gekochtes Futter ohne synthetische Zusätze, mit einem Muskelfleischanteil von wenigstens 50 bis 60 Prozent. Du solltest alles vermeiden, was den Magen und Darm deines Hundes belasten und reizen könnte. Verwende immer nur Sorten, die dein Hund gut verträgt, denn in den meisten Fällen gehen Hefepilzinfektionen und Allergien Hand in Hand. Manchmal empfehlen Tierärzte als Schonkost Hühnchen und Reis, aber in vielen Fällen reagieren Hunde auf Huhn unverträglich oder allergisch. Der Reis würde die Hefepilze weiter ernähren. Auch ein Trockenfutter ist bei einer Anti-Pilz-Diät tabu.

Du kannst dein Fleisch natürlich auch frisch auswählen und schonend garen. Verwende dazu leicht verdauliches Gemüse wie Zucchini, Brokkoli, Fenchel, Gurke, Grünkohl. Auch Eier sind erlaubt. Mit diesem Rezeptvorschlag kannst du einfach ein vollwertiges Menü erstellen.

Auch Gemüse enthält natürliche Kohlenhydrate – manche Sorten mehr, andere weniger. Kartoffeln, Kürbis und Pastinaken gehören zu den stärkehaltigeren Varianten und haben dadurch einen etwas höheren glykämischen Index. In der ersten Phase einer Diät oder Darmsanierung ist es oft sinnvoll, sie vorübergehend zu reduzieren, um den Stoffwechsel zu entlasten.

Besonders empfehlenswert ist eine tägliche Portion Knochenbrühe. Sie enthält durch die schonende Zubereitung natürliche Eiweißbausteine wie Kollagen und Gelatine sowie Mineralstoffe, die zur normalen Funktion von Geweben und Schleimhäuten beitragen können.

Ein kleiner Schuss warme Brühe über das Futter sorgt nicht nur für mehr Geschmack, sondern auch für sanfte Unterstützung von Magen und Verdauung.

2. Zerstöre den Biofilm der Hefepilze

Hefepilze sind häufig hartnäckig und lassen sich selten dauerhaft mit einer einzigen Maßnahme lösen. Hefepilzinfektionen bei Hunden sind besonders hartnäckig, weil die Hefepilze einen Biofilm bilden, der sie vor Behandlungen schützt. Um die Pilze effektiv zu bekämpfen, musst du zuerst den Biofilm zerstören. Deshalb ist es wichtig, Mittel zu finden, die den Biofilm angreifen und zerstören. Erst dann kann die Hefepilzinfektion effektiv behandelt werden. Dabei können Enzyme unterstützen. Verdauungsenzyme helfen deinem Hund normalerweise, sein Futter zu verdauen. Sie können aber auch den Biofilm der Hefepilze verdauen. Es kann wichtig sein, dass du deinem Hund auch Verdauungsenzyme zwischen den Mahlzeiten gibst, damit sie den Organismus in dieser Phase unterstützend begleiten können. Ein weiterer Vorteil von Enzymen wie Bromelain und Papain besteht darin, dass sie die Symptome des Pilzsterbens reduzieren können. Sie werden häufig auch im Rahmen von Regulations- und Stoffwechselkonzepten eingesetzt.

3. Verwende regulierende Nahrungsergänzungen

Wenn du ein tägliches Basisfutter für deinen Hund gefunden hast, kannst du diesem Futter einige natürliche funktionelle Zutaten hinzufügen. Spezielle Futterzusätze wirken sowohl antientzündlich als auch antimykotisch und können bei der Regulierung der Hefepilze im Körper deines Hundes hilfreich sein. Verwende nur 1–2 neue Zusätze und beobachte die Reaktion deines Hundes genau. Gerade beim Absterben von Hefepilz kann es zu einer Herxheimer Reaktion kommen.

4. Ändere das Milieu durch eine Darmsanierung

Hefepilze haben in einem gesunden Darm kaum eine Chance, sich unkontrolliert zu vermehren. Wenn dein Hund jedoch bereits unter einer Hefepilzinfektion leidet, ist sein Darmmilieu gestört. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, braucht es eine gezielte Darmsanierung.

Wichtig: Nicht jeder Hund verträgt jede Ergänzung. Wenn du dir unsicher bist, welche Zusätze wirklich passen, ist eine individuelle Auswertung sinnvoll – damit du nicht unnötig herumprobierst.

Eine Herxheimer-Reaktion kann auftreten, wenn beim Absterben von unerwünschten Mikroorganismen – wie Pilzen, Bakterien oder Parasiten – Abbauprodukte freigesetzt werden. Diese Stoffe können kurzfristig zu grippeähnlichen Symptomen, leichter Übelkeit oder vorübergehendem Durchfall führen. Das ist unangenehm, aber in der Regel nicht besorgniserregend.

Um den Körper in dieser Phase zu unterstützen, kann die Gabe von Verdauungsenzymen und Aktivkohle hilfreich sein. Sie tragen dazu bei, Stoffwechselrückstände besser auszuleiten und den Organismus sanft zu entlasten.

Wichtig ist, in dieser Zeit auf ausreichend Ruhe, Flüssigkeit und leicht verdauliche Nahrung zu achten – so kann sich der Körper natürlich regulieren.

Antimykotika – Das richtige Mittel wählen

Es gibt sicherlich einige Mittel gegen Hefepilz beim Hund. Wenn du dich schon einmal mit dem Thema Futterergänzungsmittel beschäftigt hast, weißt du, dass es unglaublich viele verschiedene Produkte gibt. Die Auswahl ist riesig und manche Produkte scheinen sich gar nicht voneinander zu unterscheiden. Aber woher sollst du wissen, welcher Zusatz wirklich der Richtige für deinen Hund ist?

Die Wahrheit ist: Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage. Die beste Strategie ist es, sich beraten zu lassen. Denn jeder Hund ist anders und benötigt daher eine individuelle Supplementierung. Wichtig ist außerdem, dass du dich vor dem Kauf über die Inhaltsstoffe der verschiedenen Produkte informierst – so kannst du sicher sein, dass du auch wirklich das bekommst, was du haben möchtest.

Hier einige der leistungsstärksten antimykotischen Zusätze

MCT ist, wie man weiß, ein antimykotisches Mittel. Es wird aus Kokosöl gewonnen und enthält mittelkettige Triglyceride, die antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften haben.

Olivenblattextrakt (OLE) ist seit Jahrtausenden in der Medizin bekannt. Die Liste seiner Wirkungen ist lang: entzündungshemmend, antioxidativ, antimykotisch, immunstimulierend und schmerzlindernd. Kein Wunder also, dass OLE auch für unsere Hunde eine interessante Alternative zu synthetischen Präparaten sein kann.

Pau D’Arco hat sich als natürliches Heilmittel gegen Pilze, Bakterien und Viren etabliert. Die antimykotische Wirkung von Pau D’Arco ist auf seinen hohen Gehalt an naturidentischen Inhaltsstoffen zurückzuführen. Darunter sind Lapachol, Quercetin und Pycnogenol, die alle für ihre entzündungshemmenden und antimykotischen Eigenschaften bekannt sind. Achtung: Nicht an trächtige Hündinnen verabreichen!

Cucurmin ist ein sehr effektives Antioxidans. Es bekämpft freie Radikale und schützt so die Zellen vor oxidativem Stress. Weiterhin hat Kurkuma auch antimykotische Eigenschaften. Das heißt, es kann dabei unterstützen, Pilze und andere Mikroorganismen abzuwehren. Dies ist besonders nützlich bei der Behandlung von Hautpilzinfektionen und Darmpilzen.

5. Entferne Schwermetalle

Eine weitere Aufgabe besteht darin, Schwermetalle im Körper deines Hundes sanft auszuleiten. Auch hier können spezielle Futterzusätze unterstützen:

  • Chlorella und andere chlorophyllhaltigen Stoffe
  • Glutathion
  • Selen
  • Huminsäuren

Falls dein Hund bereits unter wiederkehrenden Infektionen oder Hautproblemen leidet, kann es sinnvoll sein, eine umfassende Nährstoffanalyse und einen Schwermetalltest per Fell durchzuführen. So kannst du gezielt Mängel ausgleichen und dein Tier optimal versorgen. Du kannst diese Analyse bei uns durchführen lassen.

Wie lange dauert es, bis Hefepilz beim Hund besser wird?

Viele Hundehalter fragen sich verständlicherweise: Wie lange dauert es, bis Hefepilz endlich weg ist?

Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, wie lange das Problem schon besteht und wie stark das innere Milieu bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist. Hefepilz ist selten ein „schnelles Thema“, weil er meistens nicht nur auf der Haut sitzt, sondern mit Darm, Immunsystem und Fütterung zusammenhängt.

In meiner Erfahrung gilt als grobe Orientierung:

  • erste sichtbare Verbesserungen oft nach 2–4 Wochen
  • deutliche Stabilisierung von Haut und Ohren häufig nach 6–8 Wochen
  • chronische Fälle benötigen nicht selten ab 12 Wochen bis zu einem Jahr 

Wichtig ist aber: Nur wenn du konsequent an der Ursache arbeitest (Futter, Darmmilieu, Belastungen), dann ist Hefepilz beeinflussbar – aber es braucht Geduld und einen klaren Plan.

Desinfektion ist bei Hefepilz das A und O

Dein Hund kann sich an vielen Stellen des Körpers mit Hefepilzen infizieren. Die häufigsten Infektionsstellen sind die Ohren und die Pfoten. Es ist daher notwendig und nötig, die befallenen Areale regelmäßig sanft zu reinigen und trocken zu halten, um die Hautbarriere zu entlasten.

Auch ist die Beseitigung infektiöser Schuppen auf der Haut notwendig, gegebenenfalls muss dein Hund sogar geschoren werden. Ferner müssen Decken, Liegeplätze und Kleidung desinfiziert werden, um eine Neuansteckung zu unterbinden. Natürlich sind damit keine herkömmlichen Desinfektionsmittel für Menschen gemeint, sondern nur für Hunde geeignete Produkte. Verwende für deinen Hund mit einer Hautinfektion ausschließlich Liegeplätze und Decken, die du mit hohen Temperaturen in der Waschmaschine waschen kannst.

Regelmäßige Pflege kann sinnvoll sein

Bei einem akuten Hefepilzbefall kann es sinnvoll sein, die Haut deines Hundes regelmäßig zu reinigen, um überschüssigen Talg, Schuppen und Hefebelastung sanft zu reduzieren. Wichtig ist dabei, dass du milde, hautschonende Produkte verwendest, die die Hautbarriere nicht zusätzlich reizen.

Achte darauf, dass dein Hund nach dem Baden gut abgetrocknet wird – denn Feuchtigkeit begünstigt das Pilzmilieu. Gerade Pfoten, Hautfalten und Ohren sollten im Alltag möglichst trocken gehalten werden.

Bitte verzichte auf aggressive Hausmittel oder stark reizende Substanzen, insbesondere wenn die Haut bereits gerötet oder angegriffen ist. Wenn du unsicher bist oder dein Hund starke Entzündungen zeigt, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll

Vorbeugung einer Pilzinfektion beim Hund

Das Immunsystem deines Hundes ist sein natürlicher Schutzschild gegen Infektionen, Entzündungen und Krankheiten. Damit es optimal arbeiten kann, braucht es die richtigen Bausteine. Eine gesunde Ernährung und die Vermeidung toxischer Belastungen sind dabei die Grundpfeiler. Viele Umweltgifte, Schwermetalle und synthetische Zusatzstoffe in minderwertigem Futter können das Immunsystem schwächen und Pilzinfektionen begünstigen. Daher ist es entscheidend, auf hochwertige und natürliche Futterquellen zu setzen. Ein ausgewogenes Verhältnis von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen trägt dazu bei, die körpereigene Abwehr zu stärken, Entzündungsprozesse zu regulieren und die Hautbarriere zu stabilisieren. Diese Nährstoffe sind besonders wichtig für die Gesundheit deines Hundes:
  • Vitamin A ist wichtig für die Funktion der Abwehrzellen. Es hilft, Infektionen zu bekämpfen und die Gesundheit der Schleimhäute zu erhalten. Vitamin A kann über Zutaten wie Leber gut aufgenommen werden.
  • Vitamin C ist bekanntermaßen ein starkes Antioxidans und hilft, Infektionen zu bekämpfen.
  • Zink ist ein Spurenelement, das für die Funktion der Abwehrzellen essenziell ist. Zink hilft dabei, die Wundheilung der Haut zu fördern.
  • Omega-3-Fettsäuren sind ein wesentlicher Bestandteil der Zellmembranen und spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen. Eine ausreichende Zufuhr von entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren ist daher besonders wichtig.

Wenn Medikamente den Hefepilz begünstigen

In meiner Praxis sehe ich regelmäßig Hunde, die wegen Juckreiz oder Hautproblemen mit Kortison oder Immunsuppressiva (wie Apoquel, Cytopoint und Atopica, aktuell kommen auch neuere JAK-Hemmer wie Zenrelia und Numelvi dazu) behandelt werden. Diese Medikamente können kurzfristig deutliche Erleichterung bringen, denn sie unterdrücken die Symptome effektiv. Das Problem: Wenn das eigentliche Ungleichgewicht im Körper nicht adressiert wird, kehren die Beschwerden nach dem Absetzen oft zurück… und manchmal stärker als zuvor.

Der Grund liegt im Immunsystem. Kortison und ähnliche Präparate dämpfen die körpereigene Abwehr. Das reduziert Entzündungsreaktionen, gibt aber gleichzeitig Hefepilzen wie Malassezia und Candida mehr Spielraum. Sie nutzen jede Schwäche im System.

Medikamente und die Darmgesundheit – ein Teufelskreis

Viele dieser Hunde haben zusätzlich eine geschwächte Darmflora – oft durch vorangegangene Antibiotikagaben, Ernährung oder Umweltbelastungen. Das ist relevant, weil im Darm ein Großteil des Immunsystems sitzt. Gerät das Darmmilieu aus dem Gleichgewicht, verliert der Körper einen seiner wichtigsten Schutzmechanismen gegen Pilzwachstum.

Antibiotika treffen dabei nicht nur schädliche Bakterien – sie reduzieren auch die nützlichen Bakterien die Hefepilze normalerweise in Schach halten. Ohne diese natürliche Kontrolle können sich Candida und Malassezia leichter ausbreiten. Auch manche anderen Medikamente können die Darmschleimhaut belasten und ihre Schutzfunktion vorübergehend schwächen.

Hefepilz oder Allergie – wenn die Ursache im Verborgenen bleibt

Hefepilz und Allergie zeigen oft nahezu identische Symptome – Juckreiz, Rötung, Hautveränderungen, Ohrprobleme. Das macht die Unterscheidung selbst für erfahrene Behandler schwierig. Nicht selten wird zunächst eine Allergie diagnostiziert und entsprechend behandelt, ohne dass ein möglicher Hefepilzbefall im Hintergrund erkannt wird.

Das ist kein Vorwurf, sondern eine Realität: Ohne gezielte Diagnostik auf Pilze bleibt dieser Zusammenhang unsichtbar. Und solange der Hefepilz nicht adressiert wird, dreht sich der Kreislauf weiter: Symptome kehren zurück, Medikamente werden angepasst, der Darm wird weiter belastet.

Wenn dein Hund bereits länger mit Allergie-Medikamenten behandelt wird und trotzdem immer wieder neue Probleme entwickelt, lohnt es sich, den Blick zu erweitern. In vielen Fällen steckt ein Hefepilzbefall dahinter, der mit gezielter Ernährung, Darmsanierung und individuell abgestimmten Nährstoffen viel besser angegangen werden kann, ohne das Immunsystem zusätzlich zu belasten.

Genau das ist der Ansatz meines Basischecks – ein strukturierter erster Schritt um Klarheit zu bekommen bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Fazit: Hefepilz beim Hund – mehr als ein Hautproblem

Hefepilze sind weit mehr als eine lästige Haut- oder Ohrinfektion. Sie sind ein Signal! Ein Zeichen dafür, dass im Körper deines Hundes etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Immunsystem, Darmflora, Ernährung und Umweltbelastungen spielen dabei alle eine Rolle. Wer nur die Oberfläche behandelt, bekämpft Symptome, aber nicht die Ursache.

Die gute Nachricht: Hefepilz ist beeinflussbar. Nicht mit einer einzigen Maßnahme, aber mit einem klaren Plan der an den richtigen Stellen ansetzt: Eine zucker- und stärkearme Ernährung entzieht den Pilzen die Lebensgrundlage. Ein stabiles Darmmilieu gibt dem Immunsystem die Basis, die es braucht. Gezielte Nährstoffe unterstützen Haut, Schleimhäute und Abwehrkräfte. Und die Reduktion von Umweltbelastungen nimmt dem System dauerhaften Druck weg.

Das alles braucht Geduld und einen Blick auf den individuellen Hund. Denn was bei einem funktioniert, kann bei einem anderen kontraproduktiv sein. Genau deshalb ist der erste Schritt nicht eine neue Ergänzung oder ein anderes Futter, sondern Klarheit darüber, was bei deinem Hund wirklich los ist.

Mein Basischeck ist dafür der einfachste Einstieg. Er gibt dir einen strukturierten Überblick über das Gesamtbild und zeigt dir wo es wirklich hakt, bevor du anfängst etwas zu verändern.

Kommt der Hefepilz immer wieder?

Wenn sich das Thema trotz aller Mühe wiederholt, liegt der Schlüssel oft nicht im Symptom selbst, sondern im inneren Gleichgewicht dahinter – im Zusammenspiel von Ernährung, Organfunktion und innerer Ruhe. Genau da setzt der Basis-Check an: Er hilft dir einzuordnen, woher das Ungleichgewicht kommt und wo ein sinnvoller erster Schritt liegt.
Wie riecht Hefepilz beim Hund?

Hefepilz beim Hund riecht meist süßlich, muffig und stechend – viele Halter beschreiben es als Käsegeruch oder „alte Schuhe“. Besonders auffällig ist der Geruch oft an Pfoten und Ohren.

Woran erkenne ich Hefepilz an den Pfoten?

Typisch sind ständiges Lecken, Knabbern oder Beißen, oft kombiniert mit Rötung, dunkler Verfärbung, fettiger Haut oder einem starken Geruch. Viele Hunde bekommen zusätzlich bräunliche Verfärbungen im Fell.

Kann Hefepilz beim Hund Ohrentzündungen auslösen?

Ja, Hefepilze wie Malassezia sind eine häufige Ursache für wiederkehrende Ohrprobleme. Typisch sind Kopfschütteln, Juckreiz, Rötung und dunkles, wachsartiges Sekret.

Ist Hefepilz beim Hund ansteckend?

In der Regel nein. Hefepilze gehören oft zur natürlichen Hautflora. Problematisch wird es meist erst, wenn das Milieu im Körper kippt und sich die Hefen übermäßig vermehren.

Was darf ein Hund bei Hefepilz fressen?

In der Startphase ist meist eine stärke- und zuckerarme Ernährung sinnvoll. Häufig bewährt sich eine klare Ration aus Fleisch, grünem Gemüse und hochwertigen Fetten, während Reis, Kartoffeln, Getreide und Trockenfutter besser reduziert werden.

Kann Trockenfutter Hefepilz beim Hund fördern?

Ja, viele Trockenfutter enthalten relativ viel Stärke, die das Milieu beeinflussen kann. Besonders bei empfindlichen Hunden kann es sinnvoll sein, auf klarere, feuchtere und stärkereduzierte Fütterung umzusteigen.

Bild von Hildegard Ockenfels

Hildegard Ockenfels

Ich bin Hildegard Ockenfels, Ernährungs- und Vitalstoffberaterin für Hunde und Katzen. In meiner Arbeit verbinde ich Ernährungsberatung mit komplementären Ansätzen und einem Blick auf den Alltag von Tier und Mensch. Ich unterstütze dich dabei, die Fütterung deines Tieres einzuordnen und eine klare, alltagstaugliche Linie zu finden.

Das könnte dich auch interessieren

48 Kommentare

  1. Liebe Hildegard,
    vielen Dank für diese tolle Seite! Sie gibt Hoffnung… Mein Hund hat seit 7 Monaten immer wieder Beschwerden. Von den Tierärzten fühlt man sich nicht ernst genommen.. Bei uns hat es damit begonnen, dass er Antibiotika wegen einer Mandelentzündung bekam. Danach begann die Leidenszeit. Ich bemerkte, dass er häufig leer schluckte, sich schleckte und sehr unruhig war. Nachts steht er oft auf und legt sich um. Ich merke, wie gestresst er ist und das wirkt sich auch extrem auf unseren Alltag aus, dass er nicht genug Ruhe bekommt aufgrund der Schmerzen. Mein Verdacht war immer Sodbrennen aber alle Mittel die wir gegen Sodbrennen gaben bzw. um den Darm zu unterstützen oder auch etliche Magenschutz brachten keine Veränderung (Ulmenrindenpulver, AcidProtect Tabletten, Sucralfat,..etc). Der Kot ist komplett normal. Mir is dann aufgefallen, dass er auf der rechten Pfote an der Unterseite komplett bräunlich ist. Meine TÄ meinte, das sei ein Hefepilz und komme meist vom Trockenfutter). Allergietest wurde ebenfalls gemacht, hier kam raus, dass Rind der Übeltäter ist. Wir haben ihn aber davor 1 Jahre lang pflanzlich ernährt, als kann die Allergie nicht direkt vom Futter kommen. Nun sind wir seit 2 Wochen auf Reinfleischdosen (Marke PERRO) umgestiegen da der Tipp der TÄ war, den Hefepilz aushungern zu lassen. Ich habe allerdings bemerkt, dass mein Hund immer nach dem fressen schmerzen hat. Er ist total unruhig und steht immer wieder auf und legt sich um. Manchmal hat er sogar (vermutlich vor Schmerzen, was mir das Herz zerreisst) gewinselt…. Ich habe dann (blöderweise weiß ich jetzt dass das natürlich den Pilz wieder nährt) Kartoffel als Kohlenhydratquelle dazu gefüttert, da ich dachte, dass das reine Fleisch ja auch säurehaltig ist, und es eventuell seinen Darm zu sehr belastet. Er hat auch 3-4 Stunden nach dem fressen immer noch extreme Magengeräusche (gluckern und Blähungen). Ich bin echt bereits am Ende und frage mich nun, ob ich jetzt wieder nur auf diese Reinfleischdosen umsteigen soll wenn er doch immer solche Schmerzen dabei hat… Ich habe das Gefühl, egal was ich ihm zu fressen gebe, er hat einfach immer schmerzen… ich weiß schon langsam echt gar nicht mehr weiter

    1. Liebe Vitctora,

      vielen Dank für deine offenen Worte und das Vertrauen, eure Geschichte hier zu teilen. Man spürt sehr deutlich, wie erschöpfend es ist, wenn der eigene Hund leidet und man selbst das Gefühl hat, im Kreis zu laufen. Dass du dich damit nicht mehr alleingelassen fühlen möchtest, ist absolut verständlich.

      Zuerst etwas ganz Wichtiges: Du bildest dir das nicht ein. Das Verhalten deines Hundes zeigt sehr klar, dass er echte Beschwerden hat. Ein unauffälliger Kot schließt Probleme im oberen Verdauungstrakt nicht aus – gerade Magen, Schleimhäute und Nervensystem können massiv belastet sein, ohne dass man es im Kotbild sofort sieht.

      Antibiotika am Anfang dieser Geschichte sind oft kein Zufall, sondern ein massiver Wendepunkt im System. Manchmal braucht es „nur“ einen kleinen Funken, um das Geschehen zu entzünden.

      Das, was du beschreibst – Leerschlucken, ständiges Schlecken, Unruhe, nächtliches Umhergehen, Schmerzen nach dem Fressen, Gluckern und Blähungen Stunden später – passt nicht zu einfachem Sodbrennen und auch nicht zu einem isolierten Hefepilzproblem. Besonders wichtig ist: Die Beschwerden treten nach dem Fressen auf und halten lange an. Das spricht weniger für „das falsche Futter“ und viel mehr für ein überreiztes, nicht mehr regulierendes System. Genau deshalb fühlt es sich für dich vermutlich so an, als wäre egal, was du fütterst. Dieses Gefühl kenne ich sehr gut aus der Begleitung solcher Hunde, und es ist für Halter extrem belastend.

      Bitte nimm dir eines ganz klar mit: Du hast nichts versäumt. Und dein Hund ist nicht hoffnungslos. Aber das ist auch nichts, was sich mit weiteren Einzelprodukten, schnellen Futterwechseln oder gut gemeinten Einzelmaßnahmen lösen lässt. Hier braucht es Ruhe, eine saubere Einordnung der gesamten Vorgeschichte und ein Vorgehen, das Magen, Darm und Stresssystem gemeinsam betrachtet. Wenn du magst, begleite ich euch dabei gern. Nicht mit weiteren Experimenten, sondern mit Struktur, Klarheit und einem Plan, der zu deinem Hund passt. Schreib mir dazu bitte direkt eine Nachricht oder eine E-Mail, dann schauen wir gemeinsam, was jetzt wirklich sinnvoll ist und wie ihr aus dieser Daueranspannung wieder herauskommt.

      Alles Liebe,
      Hildegard

  2. Hallo, unser rüde ist 6,5 Monate alt und kommt aus dem Tierschutz. Wir habe. Ihn seid 1,5 Monaten. Von Anfang an hat er sich oft gekratzt und hat streng gerochen. Der tierarzt hat ein hauttest bei ihm gemacht und hat hefepilz festgestellt. Wir bekamen ein Shampoo, damit müssen wir ihn alle 2 Tage shampoonieren. Das machen wir jetzt seid ca. 2 Wochen. Mit dem kratzen ist es etwas besser geworden, ist aber noch lange nicht weg.der Geruch ist zwar nicht mehr so extrem ist aber noch recht präsent .Er bekommt frisch gekochtes Futter von butternut und zur jeder Mahlzeit Leinöl und gemahlene Saaten . Seine Ausscheidung ist dunkel und normal fest, wie es sich gehört. Wie kann Mann ihn noch unterstützen damit der hefepilz „abstirbt“? Bin für jeden Tipp dankbar

    1. Liebe Janina, wichtig ist zu wissen: Hautverpilzungen sind fast immer systemisch. Das bedeutet, der Hefepilz sitzt nicht nur auf der Haut, sondern zeigt ein Ungleichgewicht im gesamten Körper. Das Shampoo kann die Oberfläche beruhigen, was durchaus sinnvoll ist, aber es löst nicht die Ursache.

      Folgendes ist wichtig:

      1. Die Ursache finden: Der Kot kann äußerlich normal wirken, aber Farbe und Konsistenz sagen wenig darüber aus, wie es im Darm wirklich aussieht. Hefen hängen oft mit Fehlbesiedlungen oder Entzündungen im Darm zusammen. Ein Kot-Screening ist daher immer sinnvoll, um zu sehen, ob pathogene Keime, Verdauungsprobleme oder eine Dysbiose dahinterstecken.

      2. Schadstoff- und Mikronährstoffanalyse: Gerade junge Tierschutzhunde sind häufig belastet – durch Schwermetalle, Umweltgifte oder einen Mangel an wichtigen Mikronährstoffen. Auch oxidativer Stress spielt oft eine Rolle. Eine Laboranalyse (z. B. Fellmineraltest und bei Bedarf Blutwerte) zeigt, was den Hefepilz im Körper überhaupt „füttert“.

      3. Konsequente und passende Fütterung: In meinem Rezept „Hefepilz“ findest du Hinweise, wie man über eine klare, reizarme Fütterung das innere Milieu stabilisieren kann. Besonders wichtig ist die Auswahl der richtigen Zutaten. Auch Öle und Saaten verträgt nicht jeder Hund gleich gut. Eine konstante, einfache Ernährung ist hier entscheidend.

      4. Haut und Immunsystem parallel unterstützen: Das Shampoo weiter anzuwenden, ist natürlich in Ordnung, aber denkt daran: Die Haut zeigt nur das, was innen passiert. Erst wenn Darm und Immunsystem stabil sind, verschwinden Geruch, Kratzen und Hefe an der Haut dauerhaft.

      Wenn ihr an der Ursache arbeiten möchtet, lässt sich hier über die richtige, konsequent abgestimmte Fütterung schon viel optimieren. Gerade bei Hefepilz reagieren viele Hunde spürbar, sobald man Ernährung, Darmgesundheit und weitere mögliche Belastungen zusammen betrachtet und perfekt auf den Bedarf des Tieres abstimmt. Falls ihr Unterstützung braucht: Ich biete individuelle Ernährungs- und Gesundheitsberatungen an – online oder vor Ort – und schaue mir solche Fälle ganzheitlich an. So lässt sich ein klarer Weg entwickeln, der wirklich zu eurem Hund passt.

      Alles Liebe,
      eure Hildegard

  3. Hallo, unser 8 jähriger Shiba Inu begann vor 1,5 Jahren sich an den Innenschenkel zu lecken, bis sie rot und entzündet waren. Anfangs bekam ich diverse Salben vom Tierarzt, da er eine Allergie diagnostizierte. Futterumstellung auf selbst zubereitetes Wildschwein/diverses Gemüse/Kartoffel oder Reis Leider keine Besserung. Anfang diesen Jahres bekam er Apoquel und kurze Zeit später hielt er den Kopf schief und schüttelte ihn ständig. Diagnose Ohrenentzündung, da zu viele Hefepilze im Ohr waren. Habe Ohrensalbe und Ohrenspülung bekommen. Entzündung ist etwas zurückgegangen, aber immer noch nicht weg. Baden mit speziellem Shampoo brachten keine wesentlichen Veränderungen. Allergietest ergab Reaktionen auf Huhn, Lamm,Fisch, Milch, Eier, Mehl, Vorratsmilben aus Hausstaub, Pollen von Sauerampfer und Flohspeichel. Erneute Futterumstellung auf hypoallergenes und danach auf anallergenes Trockenfutter vom Tierarzt. Er bekam Cytopoint gespritzt, um den ständigen Juckreiz zu unterbinden. Es hat leider auch nicht geholfen. Mittlerweile hat er sich auch die Füße und Pfoten wund geleckt und an der Schnauze und um die Augen durch das ständige Wischen mit den Pfoten das Fell verloren. Seine Wesensveränderung ist für mich besonders traurig, da ich mir vorstellen kann, wieviel Stress es dem Hund bereiten muss. Habe sämtliche Tierärzte in der Umgebung aufgesucht, aber keiner kann helfen. Sie haben mir jetzt eine Desensibilisierung gegen Hausstaubmilben empfohlen,habe aber Angst, dass es auch nicht hilft. Außerdem ist das sehr langwierig und ich möchte ihm schnellstmöglich helfen. Tierarztkosten sind enorm und nichts hilft. Ich wusste mir keinen Rat mehr, bis ich heute diese Seite gefunden habe. Ich habe gelesen, wie häufig diese Probleme auftreten und das ich nicht allein ratlos bin. Alle Symptome meines Hundes passen auf eine Hefepilzinfektion. Ich werde jetzt wieder auf Selbstkochen, mit ausgewählten Lebensmitteln, umstellen und hoffen das es hilft. Nun zu meiner Frage: Sind Wildschwein und Reh auch geeignet? Mein ist Jäger und dieses Fleisch ist definitiv nicht Antibiotika belastet. Reicht Fleisch und Gemüse an Nähstoffen aus oder muss ich noch etwas hinzufügen?
    Danke, dass ich mir das von der Seele reden durfte und freue mich über jeden Rat.
    Daniela

    1. Liebe Daniela,

      was du beschreibst, erlebe ich in meiner Beratung leider immer wieder: dieselben Behandlungsabläufe mit immer neuen Medikamenten – doch das eigentliche Problem bleibt bestehen. Heilung beginnt oft genau dann, wenn man den Mut hat, etwas anders zu machen. Daher möchte ich dich ermutigen, an deinen eigenen Beobachtungen und Ideen festzuhalten – sie sind oft der wichtigste Schlüssel zur Genesung.

      Dein Hund zeigt viele klassische Anzeichen einer Hefepilzbelastung, die mit einem aus dem Gleichgewicht geratenen Darmmilieu einhergeht. Die üblichen Medikamente verändern leider nicht die Ursache – nämlich das innere Milieu, in dem sich Hefen wohlfühlen.

      Dass du das Futter jetzt wieder selbst zusammenstellen möchtest, ist eine sehr gute Entscheidung. Wildsorten sind grundsätzlich geeignet, da sie zu den niedrigantigenen Eiweißquellen gehören und meist gut vertragen werden.
      Aber – und das ist wichtig – Verträglichkeiten sind immer individuell. Je stärker der Darm geschädigt ist, desto eher reagiert der Körper auf immer mehr Futtermittel mit Unverträglichkeit oder Entzündung.

      Deshalb steht am Anfang jeder Therapie:

      • 👉 die Reduktion der Pilzbelastung im gesamten Verdauungstrakt und
      • 👉 die Stabilisierung der Darmschleimhaut.

      Nur so kann der Körper wieder in ein natürliches Gleichgewicht kommen. Dazu gehört unbedingt eine kohlenhydratarme, möglichst FODMAP-arme Ernährung, denn Zucker und leicht vergärbare Kohlenhydrate sind regelrechte „Futterquellen“ für Hefepilze.
      Wähle also besser Gemüse wie Zucchini, Gurke oder Pastinake – aber vermeide Süßkartoffel, Kartoffel, Karotte, Reis oder Obst.

      Ergänzend braucht dein Hund zu Fleisch und Gemüse noch einige Bausteine:

      • Calciumquelle
      • hochwertiges Omega-3-Öl
      • natürliche Mineralstoffe und Vitamine, z. B. über ein abgestimmtes Ergänzungspräparat
      • Darmaufbaupräparate, um das bakterielle Gleichgewicht wiederherzustellen

      Wenn du magst, schau dir gern meine
      Darmsanierung in 3 Phasen
      an – sie ist speziell für Hunde mit einer Dysbiose entwickelt. Damit kannst du Schritt für Schritt den Darm regenerieren und die Schleimhäute untertsützen.

      Alles Liebe,
      Hildegard

  4. Guten Tag
    Ich habe eine 17 Monate alte Deutsche Schäferhündin die ab und an auf Vorratsmilben allergisch reagiert mit meist rechtem Ohr und Hefepilz und Entzündung.
    Ich füttere Happydog Canada und friere das Futter portionenweise ein. Dann säubere ich die Ohren 2-3/Woche.
    Es ist aber so, dass sie immer mal wieder wie Schübe hat und sich das rechte Ohr wieder entzündet. Jetzt frage ich mich, ob ich beim Futter etwas umstellen muss, ich ihr Immunsystem stärken soll oder Vorsorglich ein medizinischen Ohrenreiniger gebrauchen soll, der auch die Masszellen abtötet? Oder helfen da auch Propolis, kolodiales Silber oder Manukahonig bei einem Schub/Entzündung??? Man liest so viel und man weiss schlussendlich doch nicht, was man Vorsorglich machen und dem Hund helfen könnte. Einerseits das Immunsystem stärken ist klar….ev. ein medizinischer oder natürlicher Ohrreiniger regelmässig verwenden…??

    1. Liebe Tanja,

      deine Beobachtungen passen gut zu dem, was man bei vielen Hunden mit Hefepilz-Belastung sieht: wiederkehrende Ohrentzündungen, meist einseitig, oft in Schüben.

      Wenn du meinen Artikel aufmerksam gelesen hast, ist dir sicher aufgefallen, dass Hefepilze sich von Zucker und Stärke ernähren – und genau das findet sich im aktuellen Futter deiner Hündin reichlich: Kartoffeln liefern viel Stärke, die im Darm zu Zucker umgewandelt wird. Das schafft ein ideales Milieu für Hefen.

      Wichtig zu wissen: Hefepilze sitzen nicht nur im Ohr, sondern sind Teil des gesamten Organismus – besonders im Darm. Wenn dort das Gleichgewicht kippt, zeigt sich das häufig zuerst über die Haut oder die Ohren. Deshalb ist es entscheidend, von innen heraus zu regulieren und nicht nur äußerlich zu pflegen.

      Auch Zutaten wie Hefe oder mehrere (ungeeignete) tierische Proteine gleichzeitig können das Immunsystem zusätzlich reizen. Viele Hunde mit dieser Vorgeschichte profitieren von einer kohlenhydratarmen, leicht verdaulichen Ernährung, wie ich sie auch in meinem Rezept bei Hefepilzbelastung im Blog vorgestellt habe.

      Ohrlösungen oder Pflegeprodukte können zwar unterstützend wirken, aber sie ersetzen keine ursächliche Behandlung. Wenn die Verdauung dauerhaft überfordert ist, spricht man von einer Verdauungsermüdung – dann hilft es, den Organismus über die Ernährung zu entlasten und die Darmflora gezielt aufzubauen.

      Alles Liebe,
      Deine Hildegard

  5. Hallo, mein Deutscher Doggen Rüde ( knapp 7 Jahre) hat stark vermehrt Candida sp. , auch stark vermehrt E. coli-Variante Lakt.-neg. u. haemm. , mäßig vermehrt Klebsiella sp. . Stark vermindert Enterococcus sp. Mit Almazyme haben wir den Durchfall weg bekommen. Morgens bekommt er oft hochwertige Dosenfutter da er seit einiger Zeit sein Frühstück aus Kefir, Frischkäse, Joghurt mit Nüssen, Obst….. und was so alles Gesund ist nicht mehr frisst. Abends gibt es Fleisch mit gedünstetem Gemüse mit Kartoffeln. Das darf er ja alles nicht mehr fressen. Wie soll ich jetzt meinem ca 70 kg verwöhnten Hund ernähren das er satt wird. Und er das auch frisst. Ich bin jetzt total verzweifelt. Viele liebe Grüße. R. Körber

    1. Liebe Frau Körber,

      Sie sind mit Ihrem Problem nicht allein – aber es braucht jetzt tatsächlich einen klaren Kurswechsel. Die massive Vermehrung von Candida, E. coli und Klebsiella sowie der Mangel an freundlichen Darmbakterien deuten auf eine ausgeprägte Fehlbesiedlung hin. Dass der Durchfall durch die Gabe von Pankreasenzymen besser wurde, zeigt: Die Verdauungsleistung ist aktuell eingeschränkt. Das begünstigt Fäulnisprozesse – und lässt ungünstige Keime überhandnehmen.

      Was jetzt wichtig ist:
      Alles, was Zucker, Stärke oder Gärpotenzial hat – also Obst, Milchprodukte, Kefir, Joghurt, Frischkäse, Nüsse, Kartoffeln und Ähnliches – bitte dauerhaft weglassen. Auch wenn es vermeintlich „gesund“ erscheint: Für den Darm Ihres Hundes ist es derzeit genau das Gegenteil. Achten Sie unbedingt darauf, dass in der aktuellen Fütterung ausschließlich reines Muskelfleisch enthalten ist – ohne Innereien, Brühe, Pansen oder künstliche Zusätze. Auch der Histamingehalt spielt eine wichtige Rolle.

      Ihr Hund braucht eine gezielte Unterstützung, um Fäulniskeime zurückzudrängen, das Mikrobiom wieder aufzubauen und die Regeneration des Darms einzuleiten. Im ersten Schritt können dabei enzymatische und pflanzliche Mittel gegen die Überwucherung helfen – wie z. B. unser Flora Vital.

      Ich unterstütze Sie auch gern im Rahmen meiner Ernährungs- und Vitalstoffberatung. Besonders hilfreich: Mein strukturierter 3-Phasen-Darmsanierungsplan, der sich auch sehr gut zur begleiteten Selbsttherapie eignet. Damit lassen sich Fehlbesiedlungen gezielt regulieren, die Verdauung stabilisieren und eine individuell verträgliche Fütterung aufbauen – auch bei sensiblen oder wählerischen Hunden.

      Alles Liebe und herzliche Grüße
      Hildegard Ockenfels

  6. Hallo, ich habe das gleiche Problem mit den Ohren wie ihr. Ich empfehle, immer wieder die Ernährung zu verändern, um herauszufinden, was hilft. Zur Linderung verwende ich selbstgemachte Kochsalzlösung – diese spritze ich vorsichtig in den Gehörgang (Innenbereich). Kokosöl trage ich eher außen um die Ohren auf – das wirkt sehr beruhigend. Außerdem nehme ich aktuell reines Propolis vom Imker – auch das kann unterstützend wirken.

    Viel Glück!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert