Candida
Candida ist eine Hefeart, meist Candida albicans, die natürlicherweise im Körper vorkommt. Sie lebt auf Schleimhäuten, im Darm und auf der Haut. In kleinen Mengen ist das unproblematisch und wird von einem gesunden Immunsystem sowie einer stabilen Darmflora zuverlässig reguliert.
Problematisch wird Candida erst, wenn das innere Gleichgewicht gestört ist. Das kann zum Beispiel nach Antibiotikagaben auftreten, bei einer geschwächten Darmbarriere, einem dauerhaft hohen Kohlenhydratanteil im Futter, chronischem Stress oder wenn das Immunsystem über längere Zeit stark gefordert ist. In solchen Situationen kann sich die Hefe stärker vermehren und Beschwerden begünstigen. Dazu zählen unter anderem Juckreiz, besonders an Pfoten oder Ohren, entzündete Schleimhäute, wiederkehrende Ohrprobleme, Blähungen oder veränderter Kot.
Wichtig ist die Einordnung: Ein Candida-Nachweis allein bedeutet keine Erkrankung. Candida ist fast immer nachweisbar. Entscheidend ist nicht das Vorhandensein, sondern ob sie vom Körper kontrolliert wird oder sich ungebremst ausbreiten kann. Daher zählt immer das Gesamtbild. Wie stabil ist die Verdauung? Wie belastbar wirkt das Immunsystem? Gibt es chronische oder immer wiederkehrende Symptome?
Der Ansatz liegt selten darin, Candida gezielt „zu bekämpfen“. In den meisten Fällen braucht es eine Stabilisierung des inneren Milieus, etwa durch angepasste Fütterung, den Aufbau der Darmflora und eine Entlastung des Gesamtsystems. Wenn das Umfeld wieder trägt, reguliert sich auch die Hefebesiedlung häufig von selbst.
Siehe auch (Lexikon)
Dysbiose · Darmflora · Immunsystem · Juckreiz
Weiterlesen (Blog)
Hefen beim Hund