Analdrüsenentzündung beim Hund
18. März 2021

Analdrüsenentzündung beim Hund

Leidet Ihr Hund unter regelmäßiger Analdrüsenentzündung? Wenn die Analdrüsen Ihres Hundes nicht richtig funktionieren, kann das zu schmerzhaften Beschwerden und chronischen Infektionen führen. Heute werden wir einfache Möglichkeiten vorstellen, wie Sie den Analdrüsen Ihres Hundes auf natürliche Weise helfen können und Analdrüsenproblemen vorbeugen.

Kleine Drüsen, große Wirkung

Hunde haben zwei kleine Drüsen auf jeder Seite des Anus, ungefähr in 8 Uhr- und 16 Uhr-Lage. Technisch gesehen sind Analdrüsen keine Drüsen. Es sind kleine Gefäße, die mit stark riechender Flüssigkeit gefüllt sind. Die Analdrüsen entleeren sich selbständig beim Kotabsatz, aber bei Stress kann eine Entleerung auch spontan erfolgen.

Wenn der Hund die Analdrüsen-Flüssigkeit während des Kotabsatzes absondert, verbreitet er durch den Geruch eine individuelle Signatur und markiert damit (s)ein Territorium. Eine stinkige Angelegenheit.

 

Analdrüsenentzündung beim Hund

Wenn sich die Analdrüsen nicht auf natürliche Weise entleeren können, werden sie groß und schmerzhaft. Diese Fehlfunktion kann zu erheblichen Infektionen führen, die tierärztlich behandelt werden müssen. 

Manchmal drückt der Tierarzt die Analdrüsen auch von Hand aus. Doch das sollte nur im Notfall erfolgen, da die Analdrüsen sehr empfindlich sind. Das wiederholte Drücken kann zu noch mehr Entzündungen, Schwellungen und Verletzungen führen. Regelmäßiges Ausdrücken kann zudem dazu führen, dass die Analdrüsen alleine nicht mehr gut funktionieren.

Symptome wie ständiges Beißen und Belecken der Analregion, Schmerzen beim Kotabsatz oder Verstopfung können auf ein Problem mit den Analdrüsen hinweisen. Auch Wurmbefall kann die Analdrüsenfunktion stören.

 

Analdrüsen Probleme sind Futterprobleme

Analdrüsenprobleme stehen vor allem in Zusammenhang mit dem Futter und der Darmgesundheit. Futter Unverträglichkeiten und Futtermittelallergien können dazu führen, dass sich die Analdrüsen bei Hunden entzünden.Nach der Umstellung auf geeignetes Futter klingen die Symptome recht schnell ab.

Auch Medikamente oder Überimpfungen können Probleme mit den Analdrüsen fördern.

Ein weiterer Grund ist, dass kommerzielle Futtermittel wenige gesunde Ballaststoffe enthalten und von minderwertiger Qualität sind. Sie erkennen solche Futtermittel an einem hohen Gehalt an Weizen, Mais oder Soja. Aber auch BARF oder Selbstgekochtes kann Analdrüsenprobleme fördern, wenn zu wenig Fasern enthalten sind oder das Tier unverträglich auf die verwendeten Zutaten reagieren. 

Nur die richtige Menge an hochwertigen Ballaststoffen im Futter fördert eine normale Darmperistaltik mit einer weiten Ausdehnung des Anus während des Kotabsatzes. Genau das hilft, die Analdrüsen regelmäßig zu entleeren.

 

Eine einfache Lösung bei Analdrüsen Problemen

  • Für eine normale Analdrüsengesundheit füttern Sie Ihrem Tier biologisch hochwertiges Futter. Entscheiden Sie sich für Sorten, die Ihr Hund gut verträgt oder verändern Sie das Futter vollständig, wenn bereits chronische Analdrüsenprobleme vorliegen. Achten Sie auf einen ausreichenden Faseranteil in der Nahrung.
  • Verzichten Sie auf unnötige Medikamente und chemische Spot-Ons
  • Vermeiden Sie Wurmkuren ohne einen vorherigen Befund durch ein Labor. Suchen Sie alternativ auch nach sanfter Medizin wie Homöopathie oder Phytotherapie.
  • Füttern Sie den Hund einmal in der Woche vegan oder vegetarisch. Lassen Sie sich einen Futterplan berechnen. Wenn Ihr Hund kein Gemüse akzeptiert, sollten sie wenigstens zweimal in der Woche ein Darmgelee aus Flohsamenschalen und Mikroorganismen füttern. Das unterstützt zum einen die Darmreinigung und erhöht den Druck im Darm, damit die Analdrüsen sich normal entleeren können.
  • Gehen Sie regelmäßig und ausreichend lang spazieren. Das stärkt die Rektal- und Bauchmuskulatur. Dadurch kann Ihr Hund einen besseren Druck auf die Analdrüsen ausüben

 

Naturheilkunde bei Analdrüsenentzündung

Sind die Analdrüsen stark entzündet, können Sie als Erste Hilfe eine warme Salzwasserkompresse anwenden. Auch homöopathisches Silicea oder Hepar Sulfuris können bei der Behandlung hilfreich sein. Bitte fragen Sie bezüglich der Dosierung eine*n erfahrene*n Therapeut*in.

Denken Sie immer daran: Eine Analdrüsenerkrankung ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Anzeichen, dass die Gesundheit Ihres Tieres aus dem Gleichgewicht geraten ist. Lassen Sie sich daher ganzheitlich beraten.

Rezeptidee

Natürliches Darmgelee

200 ml Kokoswasser
5 ml Mikroorganismen
2 TL Flohsamenschalen

Zubereitung: Alle Zutaten mit einem Löffel oder Quirl gut verrühren und quellen lassen. Nach wenigen Minuten ist ein gummiartiges Gelee entstanden. Das Gelee regelmäßig Ihrem Futter hinzugeben.

Dosierungsempfehlung: Kleine Hunde benötigen maximal 1/4 der Rezeptmenge, mittelgroße- und große Hunde etwa 1/2 Menge und für Riesenrassen kann die gesamte Menge verbraucht werden.

Fangen Sie mit einer kleinen Menge an und steigern Sie die Gabe langsam. Überwachen Sie den Kotabsatz sorgfältig.

Teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.