Clostridien beim Hund: Darmstress & Fütterung verstehen
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- Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Hast du schon einmal von Clostridien gehört?
Clostridien gehören zur natürlichen Darmflora deines Hundes und sind zunächst kein Grund zur Sorge. Problematisch werden sie meist dann, wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät. Genau das zeigt sich in meiner Arbeit mit erkrankten Tieren immer wieder.
Als stille Bewohner des Dickdarms verursachen Clostridien bei einem stabilen Darmmilieu keine Beschwerden. Gerät die Verdauung jedoch dauerhaft unter Stress, etwa durch Medikamente, Fütterungsfehler oder chronische Belastungen, können sich Clostridien stark vermehren und Symptome verursachen. In solchen Fällen rücken Clostridien beim Hund plötzlich in den Fokus, sind aber oft nicht die Ursache, sondern ein Hinweis auf ein tieferliegendes Darmproblem.
Inhaltsverzeichnis
Clostridien beim Hund – wenn das Darmgleichgewicht gestört ist
Clostridien sind Bakterien, die in Symbiose mit deinem Hund leben, ohne dass es zu Problemen kommt. Clostridien gehören also mehr oder weniger einfach dazu. Sobald aber das Gleichgewicht der Darmflora durch Medikamente, eine mangelhafte oder falsche Ernährung oder Stress gestört wird, wachsen Clostridien beim Hund unkontrolliert an und verursachen Symptome wie Blähungen, Unwohlsein, Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und allgemeine Schwäche. Aufgrund solcher Symptome wird ein Tierarzt möglicherweise ein Antibiotikum verabreichen, um eine Verschlechterung zu verhindern.
Ein Teufelskreis entsteht: Natürlich sind Antibiotika unverzichtbar, um schwere Infektionen zu bekämpfen. Aber weißt du auch, dass sie ebenso die guten Bakterien im Darm deines Hundes zerstören können? Dadurch wird Platz für noch mehr Clostridien und andere störende Mikroorganismen wie E. Coli oder Klebsiella geschaffen! Das Problem dabei: Clostridien können Toxine produzieren, die den Darm angreifen, stark schädigen und sogar eine Entzündung des Dickdarms auslösen können. Ein geschwächtes Immunsystem oder eine bestehende chronische Erkrankungen können übrigens auch dazu führen, dass sich Clostridien im Körper des Hundes stark vermehren und Beschwerden hervorrufen.
Typische Symptome bei Clostridien beim Hund
Bei einer Überbesiedlung von Clostridien im Darm können verschiedene Symptome auftreten, die auf eine gestörte Darmflora hindeuten. Hier sind die häufigsten Anzeichen:
- Durchfall oder weicher Kot: Ein typisches Symptom einer Überbesiedlung von Clostridien beim Hund ist Durchfall mit Schleim oder ständig ungeformter, weicher Kot.
- Bauchschmerzen: Unruhe, ein harter Bauch und eine gekrümmte Haltung können Hinweise auf Bauchweh bei deinem Hund sein.
- Blähungen: Übermäßige Gasbildung im Darm ist ein weiteres Zeichen für ein Ungleichgewicht der Darmflora und Fäulnisbakterien. Blähungen sind ein besonderes Merkmal und kein normaler Zustand. Gesunde Hunde haben keine oder außergewöhnlich selten Blähungen.
- Appetitlosigkeit: Eine Überbesiedlung von Clostridien kann dazu führen, dass dein Hund weniger Appetit zeigt.
- Erbrechen: In schweren Fällen kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen, besonders wenn die Entzündung im Darm fortgeschritten ist.
- Schwäche: Dein Hund könnte müde und schlapp wirken, weniger spielen wollen oder sich allgemein zurückziehen. Diese allgemeine Schwäche ist oft ein Hinweis darauf, dass der Körper deines Hundes gegen eine Entzündung kämpft.
- Dehydratation: Durch anhaltenden Durchfall kann ein Hund dehydrieren. Achte auf eingefallene Augen und vermehrten Durst als mögliche Warnzeichen.
Clostridien beim Hund erkennen – Diagnostik & Kotanalyse
Wenn du den Verdacht hast, dass beim Hund eine Überbesiedlung mit Clostridien vorliegt, kann eine Kotuntersuchung Klarheit schaffen. Diese Untersuchung zeigt an, ob das Gleichgewicht der Darmflora deines Hundes gestört ist und gleichzeitig, ob Clostridien in bedenklicher Menge vorhanden sind. Mit den Ergebnissen dieser Analyse kannst du einen gezielten Darmaufbau einleiten, um das Wohlbefinden deines Hundes wiederherzustellen.
Kotfloraanalyse beim Hund – Grundlage für eine gezielte Darmsanierung
Ein Darmcheck ist immer eine sinnvolle Maßnahme, besonders, wenn du den Darm deines Hundes gezielt aufbauen oder regenerieren möchtest. Denn nur wer den Ist-Zustand kennt, kann auch passende Maßnahmen ergreifen. Gerade zu Beginn einer Darmsanierung lohnt es sich, einen genauen Blick auf die Bakterienverteilung, mögliche Fehlbesiedlungen und die Schleimhautbelastung zu werfen. So lässt sich besser einschätzen, ob etwa toxinbildende Clostridien aktiv sind oder ob andere Faktoren wie eine Dünndarmfehlbesiedlung oder entzündliche Prozesse mitspielen. Ein gezielter Darmcheck liefert dir die nötige Basis für eine fundierte, individuelle Strategie – anstatt auf Verdacht herumzudoktern.
Ablauf der Kotfloraanalyse beim Hund
Bei einem solchen Darmtest werden eine oder mehrere Kotproben deines Hundes auf gewünschte Parameter im Labor untersucht. Die Analyse zielt darauf ab, die verschiedenen Bakterienarten im Darm deines Hundes zu identifizieren und deren Mengenverhältnisse zu bestimmen. Dadurch kann festgestellt werden, ob es zu einer Dysbiose – also einem Ungleichgewicht im Darm deines Hundes – gekommen ist. Die Analyse hilft, nicht nur die Menge der Bakterien zu bestimmen, sondern auch herauszufinden, ob pathogene Stämme vorhanden sind. Die Durchführung einer Kotflora-Analyse ist einfach und unkompliziert. Du sammelst eine kleine Menge Kot deines Hundes, der dann in einem speziellen Behälter an das Labor geschickt wird. Es ist wichtig, die Probe möglichst frisch zu halten, damit die Ergebnisse genau sind.
Was die Ergebnisse der Kotfloraanalyse über den Darm aussagen
Die Ergebnisse des Tests geben dir wertvolle Hinweise auf die Darmgesundheit deines Hundes. Wenn dabei ein erhöhter Clostridien-Wert festgestellt wird, ist das meist ein Zeichen für eine tiefgreifende Störung des mikrobiellen Gleichgewichts: Eine Dysbiose. Das sollte unbedingt ernst genommen und gezielt behandelt werden. Mit der richtigen Ernährung, dem gezielten Einsatz von Verdauungsenzymen und passenden Probiotika kannst du deinem Hund helfen, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Ich weiß aus Erfahrung, dass solche Laborbefunde anfangs überfordernd wirken können. Fachbegriffe, Zahlen und komplizierte Zusammenhänge lassen sich nicht immer leicht einordnen – besonders dann, wenn man ohnehin schon besorgt ist. Aber du musst diese Auswertung nicht allein bewältigen. Genau dafür gibt es unsere Darmchecks BASIS, PLUS und PREMIUM. Sie bieten dir nicht nur eine fundierte Analyse, sondern je nach Paket auch eine individuelle Auswertung und konkrete Handlungsempfehlungen.
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Warum eine Kotfloraanalyse für die Darmgesundheit wichtig ist
Eine Kotuntersuchung ermöglicht es, Probleme im Darm zu erkennen, die Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Diese Untersuchung kann ebenso dazu beitragen, stille Probleme aufzudecken und gezielt anzugehen, da viele Hunde zunächst keine offensichtlichen Darm-Symptome zeigen.
Clostridien-Toxine beim Hund – wenn der Darm Schaden nimmt
Bisher habe ich allgemein über Clostridien gesprochen, doch es gibt spezielle Formen, die besonders problematisch sind: Vor allem das Clostridium perfringens Enterotoxin (CPE) sowie die Toxine A und B von Clostridium difficile gelten als hochwirksam und können beim Hund schwerwiegende Beschwerden auslösen. Dazu gehören starker, oft schleimiger oder blutiger Durchfall, Entzündungen der Darmschleimhaut und eine gestörte Nährstoffaufnahme. Diese Toxine greifen direkt die Darmbarriere an, fördern Entzündungsprozesse und bringen das ohnehin sensible Gleichgewicht im Verdauungstrakt komplett durcheinander. Besonders gefährdet sind Welpen, ältere Hunde und Tiere mit geschwächtem Immunsystem. Bei ihnen kann sich daraus schnell ein Teufelskreis entwickeln, der langfristig zu Nährstoffmängeln und chronischer Schwäche führt.
Wichtig zu wissen: Ein einfacher Nachweis von Clostridien im Kot reicht nicht aus, um eine Toxinbelastung sicher festzustellen. Hier sind gezielte Labortests notwendig, die genau diese spezifischen Toxine nachweisen. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund betroffen sein könnte, lohnt sich eine weiterführende Untersuchung.
Clostridien beim Hund natürlich regulieren
Eine übermäßige Besiedlung mit Clostridien entsteht oft nicht „einfach so“, sondern hat ihre Ursache häufig in einer gestörten Verdauung. Denn Clostridien ernähren sich bevorzugt von unverdauten Eiweißen und Fetten, also genau den Nahrungsresten, die im Darm zurückbleiben, wenn die Verdauung nicht optimal arbeitet. Die Folge: ein ungünstiges Milieu, in dem sich diese Bakterien schnell und unkontrolliert vermehren können.
Um das zu unterbrechen, ist es entscheidend, die Verdauung deines Hundes gezielt zu stärken. Hier können pflanzliche Verdauungsenzyme und bitterstoffreiche Kräuter wahre Wunder wirken – sie fördern die natürliche Enzymaktivität, regen die Gallenfunktion an und helfen, Futterbestandteile besser aufzuspalten. So entziehst du den Clostridien buchstäblich die Nahrungsgrundlage.
Wichtig zu wissen: Clostridien leben im Darm nicht isoliert, sondern oft eingebettet in sogenannte Biofilme, eine zähe, schleimige Matrix, in der sie sich mit anderen Mikroben zusammentun. Ein Biofilm wirkt wie ein Schutzschild und macht es dem Körper schwer, schädliche Bakterien, Hefepilze und andere pathogene Keime zu erkennen und gezielt zu bekämpfen. Genau das ist der Grund, warum Clostridien so hartnäckig sein können.
Um sie effektiv zurückzudrängen, reicht es nicht aus, nur das Umfeld zu verbessern – der Biofilm selbst muss aufgelöst werden, damit die darin eingebetteten Mikroorganismen überhaupt angreifbar werden. Erst dann ist es möglich, Clostridien und andere Störenfriede aus dem Darm zu verdrängen und Platz für eine gesunde, stabile Darmflora zu schaffen. Die Zerstörung des Biofilms ist deshalb ein zentraler Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltig verbesserten Darmgesundheit deines Hundes.
Fütterung bei Clostridien – was den Darm entlastet
Da sich Clostridien von Eiweiß und Fett ernähren, raten viele Ernährungsberater dazu, diese wichtigen Makronährstoffe radikal zu reduzieren und stattdessen Kohlenhydrate zu füttern oder den Anteil daran zu erhöhen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Der Hund ist genetisch gesehen ein fakultativer Fleischfresser, spezialisiert auf die Verwertung von Eiweiß und Fett. Nur in mageren Zeiten greift er auf pflanzliche Nahrung und Insekten zurück. Eine drastische Reduktion von Eiweiß und Fett könnte also der natürlichen Ernährungsweise deines Hundes widersprechen.
Stattdessen sollte eine Anpassung der Ernährung in Maßen erfolgen. Eine sinnvolle Maßnahme ist die zeitlich begrenzte Umstellung auf fettarme Fleischsorten, kombiniert mit einer erhöhten Zufuhr von grünem Gemüse und Ballaststoffen. In einigen Fällen kann auch eine Umstellung auf Insektenprotein hilfreich sein. Es ist grundsätzlich möglich, dass dein Hund Insektenprotein zu sich nimmt, um seinen Eiweißbedarf zu decken, ohne das Wachstum der Clostridien zu beeinträchtigen. Wichtig ist, dass die Futterumstellung behutsam und gut durchdacht erfolgt, um die Gesundheit deines Hundes optimal zu unterstützen.
Clostridien eindämmen – Enzyme, Bitterstoffe & Kräuter gezielt einsetzen
Wenn du Clostridien im Darm deines Hundes in den Griff bekommen möchtest, ist eine gezielte Unterstützung der Verdauung der erste wichtige Schritt. Pflanzliche Verdauungsenzyme können dabei helfen, die Nahrung besser aufzuspalten. Denn je weniger unverdautes Futter im Darm verbleibt, desto weniger Nährboden finden Clostridien zur Vermehrung. Auch keimregulierende Pflanzenstoffe können sinnvoll sein, um das Darmmilieu aktiv zu stabilisieren und Beschwerden zu lindern.
Ein weiterer, oft übersehener Aspekt: Viele Clostridien sind in sogenannten Biofilmen eingebettet – schützende Schleimschichten, die sie vor Angriffen bewahren. Ohne gezielte Maßnahmen lassen sich diese Biofilme nur schwer auflösen. Hier kommen spezielle Kräutermischungen mit traditionell reinigender Wirkung ins Spiel. Ergänzend haben sich sporenbildende Bakterien bewährt, die nicht nur robuster sind, sondern auch aktiv dazu beitragen können, Biofilme zu durchbrechen und Platz für eine gesunde Darmflora zu schaffen.
Mit einem ganzheitlichen Ansatz – der Verdauung stärkt, den Darm reinigt und nützliche Bakterien fördert – lässt sich das Darmmilieu deines Hundes langfristig verbessern und das Risiko eines Clostridienüberschusses deutlich senken.
Fazit: Clostridien beim Hund nachhaltig in den Griff bekommen
Übermäßige Clostridien können beim Hund ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Zwar werden Antibiotika häufig zur Bekämpfung dieser Bakterien eingesetzt, doch sie bringen entscheidende Nachteile mit sich. Einer der größten Nchteile: Viele Clostridien verstecken sich in einem schützenden Biofilm, gemeinsam mit anderen Mikroorganismen. Dieser Biofilm wirkt wie ein Schutzmantel und verhindert, dass das Antibiotikum überhaupt zu den Erregern durchdringt. Die Folge: Die Behandlung bleibt wirkungslos – oder richtet sogar mehr Schaden an als Nutzen. Antibiotika unterscheiden nicht zwischen „gut“ und „schlecht“. Sie zerstören auch wertvolle Darmbakterien, die für das Gleichgewicht der Darmflora wichtig sind. Dadurch entsteht ein noch größeres Ungleichgewicht und Clostridien finden plötzlich noch mehr Raum, sich auszubreiten.
Um das Problem nachhaltig zu lösen, ist eine gezielte Futteranpassung unerlässlich. Durch die Reduktion schwer verdaulicher Fette und Eiweiße und die bewusste Einbindung von Ballaststoffen wird den Clostridien die Nahrungsgrundlage entzogen. Ergänzend können pflanzliche Verdauungsenzyme und funktionelle Kräuterpräparate helfen, die Verdauung zu entlasten und den Biofilm gezielt aufzubrechen.
Diese Herangehensweise unterstützt nicht nur die Balance im Darm, sondern auch das langfristige Wohlbefinden deines Hundes.
Alles Liebe, deine Hildegard
Hildegards Empfehlung: Darmcheck für Hund und Katze
Mit dem Darmflora‑Test bekommst du nicht nur Klarheit über das Vorhandensein von Clostridien oder anderen auffälligen Keimen in der Darmflora – der Test liefert auch sofort umsetzbare Empfehlungen, wie du die Darmbalance deines Hundes wiederherstellst. So kannst du gezielt reagieren – und deinem besten Kumpel zu einem rundum gesunden Bauchgefühl verhelfen.
Eine starke Vermehrung von Clostridien kann zu weichem oder schleimigem Kot, Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Erbrechen und allgemeiner Schwäche führen. Die Symptome entstehen dabei weniger durch die Bakterien selbst als durch die von ihnen gebildeten Toxine und das gestörte Darmmilieu.
Eine große. Clostridien vermehren sich bevorzugt, wenn unverdautes Eiweiß und Fett im Darm verbleiben. Eine gezielte, gut verdauliche Fütterung kann den Darm entlasten und den Bakterien die Nahrungsgrundlage entziehen, ohne den Hund mangelhaft zu ernähren.




10 Antworten
Guten Tag,
ich benötige Hilfe. Meine Hündin leidet unter Clostridien perfringes.
Herzliche Grüße
Susan Rühlemann
Liebe Frau Rühlemann,
Clostridien gehören in Maßen zur normalen Darmflora vieler Hunde. Problematisch wird es, wenn sie sich übermäßig vermehren oder sogenannte toxigene Stämme aktiv werden. Diese Toxine reizen die Darmschleimhaut und können zu Schleim im Kot, Durchfall, Blähungen und Schmerzen führen. Eine Überwucherung mit Clostridien ist fast immer ein Zeichen dafür, dass die Verdauung nicht optimal funktioniert – sei es durch mangelhafte Enzymleistung, falsche Fütterung, eine chronisch gestörte Magen-Darm-Passage oder eine geschwächte Darmschleimhaut. Genau hier sollten Sie ansetzen: Mit einer angepassten, leicht verdaulichen Fütterung, dem gezielten Einsatz von Verdauungshelfern sowie einer durchdachten Darmsanierung in mehreren Phasen. So lässt sich die Darmflora auch langfristig wieder stabilisieren. Falls bisher kein ausreichendes Darmflorascreening bei Ihrer Hündin durchgeführt wurde, rate ich als erste Bestandsaufnahme zum Darmcheck Plus: https://www.beste-kumpels.com/darmflora-hund-test-plus
Herzliche Grüße und gute Besserung für Ihre Hündin, Hildegard
Hallo, sind die „Hildegard Enzyme“ auch sinnvoll, wenn mein Hund sowieso schon Enzyme bekommt? Er hat eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und bekommt Kreon aus der Humanmedizin. Außerdem leidet er unter häufigem Sodbrennen, sind da die Bitterstoffe trotzdem gut? Erbrechen und Durchfall hat er mehrmals die Woche.
Hallo Nicole,
dass dein Hund trotz medikamentöser Unterstützung weiterhin so deutliche Symptome zeigt, ist ein Zeichen dafür, dass der gesamte Organismus stark belastet ist. Sodbrennen, wiederholtes Erbrechen und Durchfall deuten auf ein chronisch überfordertes Verdauungssystem hin, das nicht mehr reibungslos arbeitet. In solchen Fällen empfehle ich unbedingt eine Mikrobiomanalyse, um die tieferliegenden Ursachen aufzudecken. Sie kann Hinweise auf Fehlbesiedlungen, Entzündungen, Schleimhautprobleme oder stille Infektionen liefern – und bildet damit eine fundierte Grundlage für eine gezielte, ganzheitliche Unterstützung.
Hier findest du den passenden Darmflora-Test PLUS: http://www.beste-kumpels.com/darmflora-hund-test-plus
Melde dich gern, wenn du eine persönliche Einschätzung oder Begleitung beim Darmaufbau möchtest. Es gibt immer neue Wege – wichtig ist, gezielt und mit Plan vorzugehen.
Herzliche Grüße, Hildegard
Hallo Nicole!
Hast du schon an das „Gallensäureverlustsyndrom“ gedacht? Hat ganz ähnliche Symptome wie Sodbrennen von der Magensäure – ABER muss ganz anders behandelt werden werden (alkalische Gallensäure fließt zurück in den Magen – in dem Fall wären dann Galle fördernde Bitterstoffe kontraproduktiv!) Bin wegen meiner Hündin an dem Thema dran … ein schwieriger Findungsprozess… ich glaube so eine Kotanalyse auf zuviel Gallensäure im Kot& diverse Fehlbesiedelungen und Dysbiosen bringen mich hoffentlich einen großen Schritt weiter! Vielleicht hilft dir diese Überlegung weiter liebe Grüße Maria
Was sind sporenbildente Bakterien? Wo bekomme ich das? Welche Bitterstoffe, welche Enzyme?
Hallo Sonja,
vielen Dank für deine Fragen!
Ich habe die entsprechenden Produkte im Text bereits direkt verlinkt – aber hier findest du sie noch einmal übersichtlich zusammengefasst:
Das sind besonders stabile probiotische Mikroorganismen (z. B. Bacillus velezensis), die den Magen-Darm-Trakt unbeschadet passieren und sich erst im Darm „aktivieren“.
Probiotika für Hunde
Sie unterstützen die Verdauung, indem sie Speichelfluss, Magensäureproduktion und Gallefluss anregen. Besonders mild und für Hunde gut geeignet ist:
Hildegards Leber-Gallenkraft-Pulver
Diese helfen dabei, Futterbestandteile effizient aufzuschließen und besser zu verwerten. Unser Enzympräparat Hildegards Enzyme enthält z. B. Amylasen, Lipasen, Proteasen und Pepsin – in geprüfter Qualität.
Verdauungsenzyme für Hunde
Wenn du Fragen zur Anwendung oder Kombination hast, melde dich gern – ich helfe dir jederzeit weiter!
Herzliche Grüße
Hildegard
Hallo Hildegard!
Ich bin mit meiner Hündin gerade in einem detektivischen Findungsprozess aufgrund ihrer zeitweise auftretenden Verdauungsstörungen (vor 4 Wochen z.B. blutiger schleimiger übeleichender Durchfall oder zur Zeit Mundgeruch und nächtliche Unruhe so gegen 3 Uhr)
Sie bekommt frisches Fleisch,gekochtes Gemüse&Hirse und Zusätze wie Braunalgen,Knochenmehl&3-6-9-Öl zu fressen. Zur Unterstützung des Darmes derzeit fermentierte Flüssigkräuter und Vitalpilze.
Meine Frage : kann/soll ich die Probiotika aus deinem Shop schon jetzt geben auch wenn ich noch keine genaue Diagnose habe?
Außerdem werde ich gleich den Newsletter abonnieren, du hast soviel Interessantes zu lesen 😉
Liebe Grüße aus Österreich
Maria&Elli
Liebe Maria, liebe Elli 💚
erst mal danke für deinen Kommentar. Solche wechselnden Verdauungsthemen sind leider oft typisch, vor allem, wenn der Darm nicht in seiner natürlichen Balance ist. Zu deiner Frage bezüglich der Probiotika: Ich würde sie nicht „einfach so“ geben, bevor klar ist, was gerade im Darm passiert. Warum?
Es kommt sehr darauf an, welche Bakterienstämme eingesetzt werden. Viele Probiotika siedeln sich bei akuten Entzündungen oder Dysbiosen gar nicht richtig an und manche Stämme können sogar zu früh gegeben werden und dann eher reizen.
In akuten Phasen oder wenn der Körper offensichtlich kämpft (blutiger Durchfall, starker Schleim, nächtliche Unruhe, schlechter Atem) empfehle ich, zuerst beruhigend und stabilisierend zu arbeiten. Gerade Mundgeruch und 3-Uhr-Unruhe sprechen für chronische Darm-Leber-Belastung. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen. Ein sinnvoller erster Schritt wäre eine Kotuntersuchung, um einen Überblick über Entzündung, Dysbiose und die Flora zu bekommen.
Alles Liebe,
eure Hildegard