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Schleim im Kot

Schleim im Kot sieht man, wenn die Darmschleimhaut gereizt ist und sich schützen will. Die Schleimhaut produziert immer eine dünne Schutzschicht – das ist normal. Sichtbar wird der Schleim aber erst, wenn der Darm überfordert ist und deutlich mehr davon bildet.

Die Farbe gibt oft Hinweise: Glasiger, transparenter Schleim kommt meist aus dem Dickdarm – typisch nach Futterwechseln oder bei Stress. Gelblicher oder grünlicher Schleim deutet auf stärkere Entzündung hin, manchmal ist Galle im Spiel. Blutiger Schleim sollte immer abgeklärt werden.

In der Praxis zeigt sich oft: Schleim ist nicht das Problem selbst, sondern ein Hinweis auf etwas Tieferliegendes. Der Dickdarm ist die letzte Station – dort kommt alles an, was weiter oben im Verdauungstrakt nicht verarbeitet wurde. Bei vielen Hunden mit wiederkehrendem Schleim finden sich gleichzeitig: instabile Darmflora, zu schnelle Futterwechsel, chronischer Stress oder zu fettreiches Futter. Aus TCM-Sicht würde man sagen: Feuchtigkeit und Hitze im Dickdarm, oft kombiniert mit Milz-Qi-Schwäche.

Einmaliger Schleim nach einem Futterwechsel reguliert sich überwiegend von selbst binnen 2–3 Tagen. Bei wiederkehrendem Schleim lohnt der systematische Blick: Was reizt den Darm dauerhaft? Oft reichen kleine Anpassungen – Futter stabiler halten, Fett reduzieren, Stress entlasten –, damit der Schleim verschwindet.

Siehe auch (Lexikon)
Darmschleimhaut · Kotkonsistenz · Dysbiose · Colitis

Weiterlesen (Blog)
Schleim im Kot – was der Darm braucht